"Killzone" für PS4 viermal aufwendiger als für PS3

8. Oktober 2013, 15:39
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Chefdesigner spricht über Entstehung und Bedeutung eines Next-gen-Launchtitels

In etwas mehr als einem Monat bricht für die Videospiel-Branche einer der wichtigsten Winter seit langem an. Dann rittern mit Microsofts Xbox One und Sonys PlayStation 4 die neuen Generationen der zwei bedeutendsten Konsolen um die Gunst der Kunden. Doch die Gamer kaufen die Geräte nicht nur der Hardware wegen. Für viele entscheidet das Spieleangebot darüber, an wen ihr sauer verdientes Geld fließt.

Das wissen auch die Entwickler. Zum exklusiven Sortiment der PlayStation 4 gehört bald auch "Killzone: Shadow Fall". Das verantwortliche Designer, Eric Boltjes von Studio Guerilla Games, erklärt gegenüber Videogames 24/7, wieso der Shooter zu einem technischen Spektakel werden muss.

"Unglaubliche Chance"

"Wir wussten sehr früh, dass wir zu den Launch-Titeln gehören wollten", erklärt dieser. Also entschied man sich schon vor zweieinhalb Jahren, dass man das Spiel für die nächste Konsolengeneration entwickeln wollte.

"Der Grund dafür ist, dass dass es bei 'Killzone' natürlich vor allem um Grafik und Gameplay geht", erläutert Boltjes augenzwinkernd. "Aber das auf einer neuen Plattform umsetzen zu können, war einfach eine unglaubliche Chance."

Vervierfachter Aufwand

Diese Chance kostete aber auch Ressourcen. Guerilla Games musste dafür zahlreiche Tools und selbst die komplette Engine über Bord werfen und neu entwickeln. Sämtliche Assets mussten neu kreiert werden. "Es war, wie sich von seinem Speicherstand zu trennen und etwas angsteinflößendes Neues zu wagen."

Und auch wenn er die auf PC-Hardware basierende Architektur der PlayStation 4 ob erleichterter Entwicklungsarbeit und mehr Rechenkraft lobt, gesteht er ein, dass der Schritt den Produktionsaufwand letztlich vervierfachte. Denn mit der neuen Basis steigen freilich auch die Erwartungen. Der Titel hatte nun auch viel besser auszusehen. Denn letztlich haben die Spiele aus dem Anfangssortiment auch vorzuführen, zu welchen visuellen Feuerwerken die neue Konsole imstande ist. Mit dem technischen Fortschritt, so lässt sich allgemein anmerkenm steigt auch der Platzverbrauch. Download-Spiele für die PS4 werden künftig bis zu 50 GB groß sein.

Mitarbeit am Controller

Aber auch andere Änderungen brachte der Fokus auf die PS4 für die Entwickler mit sich. Guerilla gelang es, mit Sony gemeinsam am neuen Controller zu arbeiten und Verbesserungen der Trigger durchzusetzen. Dazu plaudert Boltjes auch aus dem Nähkästchen und verrät, dass auf einem der Dualshock-4-Prototypen anstelle der haptischen Tasten berührungsempfindliche Flächen angebracht waren.

Mit "Killzone: Shadow Fall" dürfte in jedem Fall ein Grafikspektakel anstehen. Was der Titel in spielerischer Hinsicht bieten wird, bleibt abzuwarten. Für den Multiplayermodus verspricht Guerilla jedenfalls einen schnellen Einstieg, Abwechslung und viele Freiheiten. US-Start des Spieles ist am 12. November, zwei Wochen später kommt es in Europa in den Handel. (red, derStandard.at, 08.10.2013)

Video: Killzone: Shadow Fall - Multiplayer Trailer

  • "Killzone: Shadow Fall" kommt in Europa am 27. November auf den Markt.
    foto: guerilla games

    "Killzone: Shadow Fall" kommt in Europa am 27. November auf den Markt.

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