"Gyrogate" und Co.: iOS 7 und seine Probleme

7. Oktober 2013, 19:00
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Lösungsansätze für die gängigsten Schwierigkeiten

Obwohl Hardware und Software von Apples iPhone in der Regel auf positives Echo stoßen, hat der Konzern aus Cupertino trotzdem in steter Regelmäßigkeit das eine oder andere Problem mit seinen Geräten und Betriebssystemen verursacht.

In lebhafter Erinnerung ist vielen noch das sogenannte "Antennagate" des iPhone 4 oder allerlei Schwierigkeiten mit Apple Maps zur Einführung von iOS 6. Auch das iPhone 5S und iOS 7 scheinen nicht vom Fehlerteufel verschont worden zu sein. Wired berichtet.

Droht Apple ein "Gyrogate"?

Am Horizont zieht bereits ein neuer Begriff herauf, der diese Generation an Apple-Hardware prägen könnte: "Gyrogate". Denn auf einigen der neuen iPhone 5S-Modelle (das 5C ist offenbar nicht betroffen) scheinen Gyroskop und Beschleunigungssensor nicht ordentlich zu funktionieren. Diese Sensoren messen Bewegung und Neigung des Geräts und spielen daher für zahlreiche Apps eine bedeutende Rolle.

Die Schwere der Betroffenheit variiert stark. Die wichtigste Frage ist allerdings, ob die Ursache auf Seiten der Hardware oder der Software zu suchen ist. In letzterem Falle könnte ein iOS-Update die Probleme ausmerzen, trifft Ersteres zu, könnte sich die Angelegenheit zu einem teuren Unterfangen für Apple entwickeln.

Akku-Fresser

Seit der Aktualisierung zu iOS 7 klagen außerdem viele Besitzer des iPhone 5 über deutlich reduzierte Akkulaufzeiten. Auch hier ist das Bild aber nicht einheitlich, manche Nutzer geben gar an, Verbesserungen hinsichtlich des Energieverbrauchs des Telefons zu bemerken.

Wer zu den Betroffenen zählt, kann dem Energiehunger jedenfalls entgegenwirken. In den allgemeinen Einstellungen lässt sich etwa die Aktualisierung von App-Inhalten im Hintergrund deaktivieren. In den Privatsphäre-Optionen lässt sich außerdem die Standortabfrage für jede App individuell regeln. Ebenso soll es helfen, die automatische Helligkeitssteuerung des Displays abzudrehen und stattdessen manuell auf die niedrigste, noch erträgliche Einstellung zu schalten.

Seekrank dank Scrolling

Auch das Parallax-Scrolling kann deaktiviert werden, um den Akku zu schonen. Dies hilft gleichzeitig bei einem anderen Problem. Manche Nutzer haben von Übelkeits- und Schwindelzuständen bei der Nutzung von iOS 7 berichtet. Mit dem Abdrehen dieses Effektes soll sich dies zumindest bessern.

iMessage

Entschuldigt hat sich Apple bereits für Schwierigkeiten mit iMessage, das die Nachrichten mancher Nutzer einfach zu verschlucken scheint. Löst sich das Problem auch bei einem Neustart des iPhones nicht, kann die iMessage-Funktion als Workaround deaktiviert werden, in dem man die Netzwerkeinstellungen des Geräts zurück setzt. Danach werden Nachrichten als herkömmliche SMS versandt.

Apple arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einem Patch, der mit deinem der nächsten iOS-Aktualisierungen eingespielt werden soll.

Supervision-Profile

Als ärgerlich für Lehrer hat sich die Entfernung von Supervision-Profilen mit iOS 7 erwiesen. Diese ermöglichen die Kontrolle von Schul-iPads, etwa die Regelung, welche Inhalte und Apps genutzt werden können. Mit iOS 7 können Schüler nun wieder mit den Geräten tun und lassen, was sie wollen. Derzeit hilft nur ein Verzicht auf das iOS 7-Update, um dem vorzubeugen.

Logout

Einige User klagen darüber, öfters aus verschiedenen Apps ausgeloggt zu werden. Besonders häufig scheint dies Snapchat und Mailbox zu betreffen. Offiziell gibt es noch keine Angabe zu den Ursachen, die Mailbox-Entwickler halten allerdings den Dienst zur Hintergrund-Aktualisierung von Apps für das Übel. In einer neuen Version ihres Programms wurde diese Funktion deaktiviert und damit das Problem offenbar gelöst.

Langsame Tastatur

Zu guter Letzt gibt es auch noch Beschwerden über verzögerte Reaktion beim Tippen auf der Bildschirmtastatur von iPhone und iPad. Hier könnte eine Zurücksetzung des Gerätes Abhilfe schaffen, eventuell in Kombination mit dem Abschalten und Wiederanschalten der Synchronisation von Daten und Dokumenten in der iCloud-App. (red, derStandard.at, 07.10.2013)

  • Nicht perfekt: Das iPhone 5S und iOS 7 kämpfen mit allerlei Problemen

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