Fedora 20 läuft mit X.org-Nachfolger Wayland

6. Oktober 2013, 16:07
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Experimentelle Unterstützung hält in aktuelle Testversionen Einzug - Derzeit nur mit GNOME-Desktop

Während man bei Ubuntu offenbar noch mit gröberen Problemen beim eigenen Display-Server Mir zu kämpfen hat, ist man andernorts beim Abschied von X.org schon etwas weiter. Wie Red-Hat-Entwickler Matthias Clasen in einem Blogeintrag verkündet, ist es ab sofort möglich, Wayland in den aktuellen Testversionen von Fedora 20 auszuprobieren.

Update

Die Basis bildet die Arbeit, die für GNOME 3.10 vorgenommen wurden, nun nutzt dies aber erstmals eine Distribution. Wer die notwendigen Pakete installiert hat, kann dann den Desktop wahlweise in einem Fenster oder vollständig separat unter Wayland laufen lassen.

Probleme

Die EntwicklerInnen verweisen allerdings darauf, dass es sich hierbei noch um eine experimentelle Version handelt. Zwar lässt sich bereits eine vollständige GNOME/Wayland-Session auf diesem Weg starten, es gibt aber noch Probleme mit Tastaturkürzeln, Touchpad-Unterstützung und den "Hot Corners" von GNOME. Auch der Videoplayer Totem zeigt Inhalte noch an falscher Stelle. Insofern wird auch X.org die Default-Lösung für Fedora 20 bleiben. (apo, derStandard.at, 06.10.13)

  • GNOME 3.10 auf Wayland. Sichtbare Unterschied zum Betrieb auf X.org gibt es natürlich nicht - das ist schließlich auch nicht die Aufgabe eines Grafikservers.
    screenshot: giovanni campagna / gnome

    GNOME 3.10 auf Wayland. Sichtbare Unterschied zum Betrieb auf X.org gibt es natürlich nicht - das ist schließlich auch nicht die Aufgabe eines Grafikservers.

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