Kalifornien geht rechtlich gegen "Rachepornos" vor

4. Oktober 2013, 08:54
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Geld- oder Haftstrafe jetzt auch bei Veröffentlichung ursprünglich konsensual entstandener Bilder

Auf die aktuelle Diskussion über sogenannte "Rachepornos" reagiert nun ein US-Bundesstaat mit legistischen Konsequenzen: In Kalifornien steht das Hochladen entsprechender Bilder oder Videos ohne Zustimmung aller Beteiligten ab sofort unter Strafe. Wer dem zuwiderhandelt, sieht sich mit bis zu 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von bis zu 1.000 US-Dollar konfrontiert.

Problem

Zuletzt war eine Zunahme solcher "Rachepornos" zu beobachten. Dabei geht es um die Veröffentlichung von intimen Aufnahmen, die zwar einst unter gegenseitigem Einverständnis entstanden sind, die dann aber nach dem Ende der Beziehung von einer der beteiligten Personen veröffentlicht werden, um dem Gegenüber zu schaden.

Strafen

Bisher standen in den USA nur das Veröffentlichen von Aufnahmen, die im Geheimen gemacht wurden, unter Strafe. Schon zuvor hatte der US-Bundesstaat  New Jersey ein ähnliches Gesetz beschlossen, dies allerdings mit deutlich höheren Geldstrafen von bis zu 30.000 US-Dollar.

Problematik

Abzuwarten bleibt, ob die Regelung langfristig halten wird, hatten US-Verfassungsexperten doch davor gewarnt, dass solche Gesetze gegen das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verstoßen könnte. In Österreich gibt es einen deutlich strikteren Schutz für Privatsphäre. (red, derStandard.at, 04.10.13)

  • Zuletzt hatten sich immer mehr Opfer von Rachepornos zusammengeschlossen, um gegen diese vorzugehen, etwa in der Initiative "End Revenge Porn", die Betroffene dazu aufruft, sich öffentlich zu wehren.
    foto: end revenge porn

    Zuletzt hatten sich immer mehr Opfer von Rachepornos zusammengeschlossen, um gegen diese vorzugehen, etwa in der Initiative "End Revenge Porn", die Betroffene dazu aufruft, sich öffentlich zu wehren.

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