Wo Sekunden nicht umstimmen

3. Oktober 2013, 17:27
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Mediawatch: ORF-Nachrichten im Wahlmonat

Wien - Wählten die Österreicherinnen und Österreicher nach "Zeit-im-Bild"-Sekunden, dann müsste das BZÖ vor den Grünen liegen, nicht weit hinter der FPÖ, die wiederum das Team Stronach knapp überholte.

Die Nachrichtenbeobachter der APA-Tochter Mediawatch weisen wahlbedingt in ihrem Monatsbericht September wiederneben den Parlamentsparteien auch alle national wahlwerbenden Gruppen aus. Die Grafik zeigt ganz oben den Vergleich von links Parlamentsparteien und rechts wahlwerbenden Parteien in den drei wichtigsten ORF-Nachrichten um 19.30 Uhr, um 22 Uhr und um Mitternacht.

In der weitaus meistgesehene Zeit im Bild um 19.30 Uhr füllten SPÖ-Vertreter 28 Prozent der Redezeit von Politikern wahlwerbender Parteien. 22,9 Prozent gingen an Politiker der ÖVP.

Die Opposition folgt im Wahlmonat in gemessenem Abstand, aber in ihrem Genre recht knapp: 11,7 Prozent FPÖ, zehn Prozent Team Stronach, 9,1 Prozent Grüne, 7,6 Prozent BZÖ und 6,8 Prozent Neos.  Die Piraten kamen auf 2,2 Prozent der Redezeit, die KPÖ auf 1,8. Die Daten für "Zeit im Bild", "ZiB 2" und "ZiB 24" für alle bundesweit wahlwerbenden Parteien finden Sie links als Download.

Strolz auf Platz vier

In der Politikerwertung liegt Werner Faymann (SPÖ) in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr mit 268 Sekunden vorn Michael Spindelegger (ÖVP) mit 216 Sekunden und Heinz-Christian Strache (FPÖ) mit 181. Gleich dahinter Neos-Chef Matthias Strolz mit 109 Sekunden einen Hauch vor Josef Bucher, damals noch BZÖ-Chef, Eva Glawischnig (Grüne) und Frank Stronach vom nach ihm benannten und von ihm bezahlten Team. (red, DER STANDARD, 4.10.2013)

  • TV-Nachrichten im September.
    grafik: der standard

    TV-Nachrichten im September.

  • Mediawatch für September im Detail.

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