13-Jährige testen Open-Source-Projekte in Raumstation

3. Oktober 2013, 15:18
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ArduLab ermöglicht das Testen von Sensoren und Raumstations-Equipment

Der 13-jährige Jordan Penchas hat eines Tages begonnen, den Nunchuk seines Wii-Controllers auseinanderzuschrauben und damit zu experimentieren. Mit einem Arduino Uno, einer Open Source Hardware-Plattform für 30 Dollar und dem Controller-Zusatz für die Wii bastelte der Junge zunächst eine Zwischenkomponente für das Spiel "Surgeon Simulator". Die Hardware ermöglichte es, das Spiel ohne Keyboard zu spielen.

Auf zur Raumstation

Doch offenbar wollte der 13-Jährige aus Houston noch etwas weitergehen und experimentiere fleißig weiter. Seine Schule wurde als eine von dreien ausgewählt, ein spezielles Wissenschafts-Kit für die Raumfahrt auszuprobieren. Das "ArduLab" ermöglicht Experimente mit Sensoren und Geräten der Internationalen Raumstation. So können Experimente im Weltall von der Erde aus verwaltet werden. Die Macher des ArduLab, Infinity Aerospace, schicken das Experiment dann zur Raumstation.

2.000 Dollar

Penchas und seine Freunde konnten Sensoren und Equipment testen. Von der Erde aus können sie sich dann mit ihren Experimenten verbinden und diese beobachten bzw. adjustieren. Das ArduLab ist allerdings etwas teurer als die herkömmliche Arduino-Variante. Etwa 2.000 US-Dollar muss man für den ausgeklügelten Experimentierkasten ausgeben. Angeblich laufen bereits hunderte Sensoren und Geräte der ISS mit dem Arduino.

Weitere Experimente

Penchas und seine KollegInnen wollen nun ein Experiment starten, in dem herausgefunden werden soll, wie Graphen als Strahlungsschild wirkt. Weiters soll getestet werden, wie sich Algen in einer Umgebung ohne Gravitation entwickeln. (red, derStandard.at, 3.10.2013)

  • Ininity Aerospace lässt einige Schulen bereits das ArduLab testen
    foto: infinity aerospace

    Ininity Aerospace lässt einige Schulen bereits das ArduLab testen

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