Werner Bauer, Kurator

3. Oktober 2013, 16:47
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Im ehemaligen Tröpferlbad des Karl-Marx-Hofes wird Interessierten das Rote Wien nähergebracht. Werner Bauer, Leiter des "Waschsalons", lädt nun zur Sonderausstellung "'... man lebt von Tag zu Tag dahin und weiß nicht, warum' - Die Arbeitslosen von Marienthal".

"1930 musste die Textilfabrik als Folge der Wirtschaftskrise schließen, aus 1300 Arbeitern wurden 1300 Arbeitslose. Wissenschafter erforschten erstmals die Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit, die Studie gilt heute als Klassiker der empirischen Sozialforschung", erzählt der Kurator und "passionierte Autofahrer".

Käfer, Pajero und Laufschuhe

"Mit 19, also knapp nach der Fahrprüfung, hatte ich schon mein erstes Auto, einen unsäglich grünen VW Käfer. Ich war immer mobil, wechselte oft die Marke, mein letztes Fahrzeug war dann ein Mitsubishi Pajero. Ich lebte einige Jahre in der Türkei, da braucht man wirklich ein Geländefahrzeug."

Zurück in Wien wurde das Auto zur Belastung. "Meine Frau und ich nutzten es nur noch, wenn wir abends zu Freunden außerhalb des Gürtels unterwegs waren, oder um in den Prater zu fahren - zum Joggen. Das fand ich absurd."

Seither ist Bauer autolos, fährt mit dem Rad oder geht "viel zu Fuß". (Jutta Koisleitner, DER STANDARD, 4.10.2013)

  • Werner Bauer, Leiter des "Waschsalons".
    foto: markus sibrawa

    Werner Bauer, Leiter des "Waschsalons".

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