Xbox One blockt zehn Prozent der Grafikleistung für Kinect und Apps

3. Oktober 2013, 09:59
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Microsoft: Ressourcen sollen in der Zukunft für Spiele freigegeben werden

Rund zehn Prozent der Grafikleistung der Xbox One werden für die Nutzung der Sensorsteuerung Kinect und Multitasking für Apps reserviert. Das bestätigte Microsoft-Ingenieur Andrew Goossen in einem Interview mit Eurogamer. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Funktionen parallel genutzt werden können, ohne die Spielleistung zu beeinträchtigen. Gleichzeitig bedeutet es, dass Spielentwickler zumindest zu Beginn auf einen Teil der Rechenkapazitäten der GPU verzichten müssen.

Kompromisse

Die Frage nach den Hardware-Ressourcen der Ende November erscheinenden Konsole kam auf, als bekannt wurde, dass einige exklusive Launch-Games für die Xbox One wie "Ryse: Son of Rome" und "Killer Instinct" nicht den nativen Auflösungsstandard von 1080p von Full-HD-Fernsehern erreichen. Microsoft begründet das damit, dass man Entwicklern keine Vorgaben machen wolle und diese selbst entscheiden können sollen, ob sie größeren Wert auf Detailreichtum oder Auflösung legen.

"Wir haben uns entschieden, die Entwickler einen Kompromiss aus Auflösung und Pixel-Qualität machen zu lassen. Generell bedeutet eine niedrigere Auflösung, dass man mehr Qualität pro Pixel haben kann", so Goossen. "Mit einem guten Skalierer, Kantenglättung und einer Auflösung von 720p oder 900p können manche Spiele besser aussehen, wenn mehr GPU-Leistung auf jeden Pixel angewandt wird als die reine Anzahl von Pixeln. Andere Spiele sehen bei 1080p und mit weniger GPU-Leistung pro Pixel besser aus."

Was die Zukunft bringt

Microsoft hofft dennoch, Entwicklern in der Zukunft durch die Optimierung der Ressourcenverteilung mehr Rechenleistung für Spiele bereitstellen zu können. "In der Zukunft wollen wir Entwicklern mehr Möglichkeiten bereitstellen, diese GPU-Reserven anzuzapfen, während die komplette Systemfunktionalität erhalten bleibt", so der Ingenieur.

Microsoft sieht Kinect und Multimediafunktionen als integralen Bestandteil der Xbox One, weshalb auch jede Konsole mit dem Sensor verkauft wird. Unter anderem kann man mit Kinect das Menü und unterstützte Spiele per Sprache und Gesten steuern, Nutzer werden zur Anmeldung anhand ihres Gesichts identifiziert. Multitasking in Form des sogenannten Snap-Modus erlaubt wiederum, zwei Anwendungen wie Spielen und Fernsehen in einem Bild gleichzeitig zu nutzen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 3.10.2013)

  • Kinect ist ein integraler Bestandteil der Xbox One.
    foto: stephen brashear/ap

    Kinect ist ein integraler Bestandteil der Xbox One.

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