Gamer-Traum: Bastler verbindet PC und Kaffeemaschine

3. Oktober 2013, 09:02
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Selbstgebauter Wassertank, günstige Komponenten - Anleitung online

Was wohl der geheime Traum vieler Programmierer und Gamer sein dürfte, hat Case-Modder Nick Pelis in die Tat umgesetzt. Der findige Bastler hat sich in monatelanger Arbeit einen Hybriden aus PC und Kaffeemaschine erschaffen. Das mittlerweile ein paar Jahre alte Projekt ist als Fundstück bei The Mod Zoo wieder aufgetaucht und liefert auch heute noch eine Steilvorlage für findige Tüftler.

Großer Tower

Das Gerät, das für Menschen geschaffen wurde, die Kaffee mögen und viel Zeit vor dem Rechner verbringen, profitierte in seiner Konstruktion stark davon, dass übliche Filter-Kaffeemaschinen sehr einfach aufgebaut sind. Üblicherweise lässt sich der integrierte Wassertank problemlos mit einem externen Behälter ersetzen.

Als Case kam aus Platzgründen das InWin Q500 zum Einsatz, da es sich hier um einen vollwertigen Maxitower handelt und laut Pelis zudem auch gut verarbeitet ist. Für die Kaffee-Erzeugung zeichnet eine kleine Maschine verantwortlich, die eine Tankkapazität für vier Tassen des braunen Kultgetränks aufweist. Diese erstand Pelis beim nächstgelegenen Supermarkt für 15 Dollar.

Selbstgebauter Tank

Mit etwas Zusatzmaterial aus dem Baumarkt konstruierte er erfolgreich eine Aussparung im Gehäuse. Einen passenden Wassertank baute er nach mehreren alternativen Versuchen selber aus Acryl. Dieser hatte die Form eines Buches und wurde hinter der Maschine und ihrer Abdeckung platziert. Auf der Seite verpasste er dem Gehäuse ein transparentes Fenster mit Kaffee-Gravur.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Anbindung der Kaffeemaschine an die Stromversorgung des Rechners. Einige der Teile für dieses Unterfangen konnte Pelis einem kaputten Netzteil entnehmen. Um Überlast und damit möglichen Schaden an seinem Rechner zu verhindern, integrierte er auch Sicherungen.

Keine Hitze-Probleme

Um Kondensatbildung auf der Innenseite zu vermeiden, kehrte er die Laufrichtung der Ventilatoren bei den Festplattenhalterungen um. Gleichzeitig nutzte er das Projekt, um dem Gehäuse ein Beleuchtungssystem zu spendieren.Ein Hitzeproblem soll es auch bei laufender Kaffeemaschine nicht geben.

In Sachen Konfiguration erfüllt die "Caffeine Machine" nur sehr sparsame Ansprüche nach heutigem Stand. Neben dem Brauautomaten werkte ein alter Pentium 3 Dualcore-Prozessor mit einem Gigabyte RAM neben einer Geforce 256-Grafikkarte. (red, derStandard.at, 03.10.2013)

  • In Griffweite: Die "Caffeine Machine" erspart Gamern und Codern den Umweg in die Küche.
    foto: nick pelis

    In Griffweite: Die "Caffeine Machine" erspart Gamern und Codern den Umweg in die Küche.

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