Samsungs "Region Lock" verhindert weiter Auslandseinsatz

2. Oktober 2013, 09:57
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Samsungs Umgehungsstrategie soll laut zahlreichen Nutzern nicht funktionieren

Ein sogenannter "Region Lock" in Samsungs Galaxy Note 3 macht laut zahlreichen Berichten von Nutzern das Gerät mit diversen SIM-Karten im Ausland unbrauchbar. Diese Regionssperre soll nämlich sicherstellen, dass nur SIM-Karten verwendet werden können, die aus derselben Region stammen wie das Smartphone. Laut Samsung sollen betroffene Geräte allerdings nachträglich bei lokalen Servicepartnern für die Region kostenlos freigeschaltet werden können. Das Unternehmen beteuert, man könne Prepaid-SIM-Karten sehr wohl im Urlaub verwenden.

Widersprüche

Viele User berichten nun aber, dass die von Samsung kommunizierten Beschwichtigungen nicht stimmen. In Europa gekaufte Geräte sollen nämlich in Ägypten, Hong Kong oder Thailand nicht funktionieren. Mitarbeiter aus diversen europäischen Ländern berichten laut Heise zudem, dass die offiziellen Aussagen von Samsung nicht korrekt sind.

Nur wenige Ausnahmen

Diese Regionssperre soll zudem auch auf weitere Geräte kommen. Mit einem Firmware-Update sollen dann auch das Galaxy S3, S4, S4 Mini und Galaxy Note 2 betroffen sein. Samsung wurde aufgrund einer missverständlichen Formulierung in einer ersten Äußerung vorgeworfen, dass das Unternehmen aufgrund der Sperre Nutzer zwingt, auf teures Roaming in ihren Heimatländern zu setzen, wenn die Nutzer sich im Ausland befinden. Die Entwarnung kam später, soll aber nicht ganz stimmen. Außereuropäische SIM-Karten sind mit Geräten, die in Europa gekauft wurden, nicht nutzbar. Einige wenige Ausnahmen gibt es: In den USA und Taiwan lassen sich die Geräte beispielsweise mit ausländischen SIM-Karten nutzen.

Keine Angabe von Gründen

Einen konkreten Lösungsweg für die Sperre gibt es noch nicht. Ein russischer Anbieter soll die Handys entsperren können, allerdings müssen Nutzer Kreditkartendaten und IMEI bekanntgeben. Entsperren per Rooten soll auch gehen, dazu soll es laut Heise aber noch keine genauen Informationen geben. Manche Händler sollen Grauimporte aus Asien verkaufen, die ohne Regionssperre kommen. Samsung hat sich zu den Gründen dieser Sperre bisher noch nicht geäußert. In der Zwischenzeit wird Reisenden davon abgeraten, betroffene Samsung-Geräte zu kaufen. (red, derStandard.at, 2.10.2013)

  • Reisenden wird vorerst davon abgeraten, betroffene Samsung-Geräte zu kaufen
 
    foto: ap

    Reisenden wird vorerst davon abgeraten, betroffene Samsung-Geräte zu kaufen

     

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