Dritte Staffel "Borgen" läuft auf Arte an

1. Oktober 2013, 11:29
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Am 3. Oktober starten die zehn finalen Episoden der dänischen Polit-Serie

Saß die heimische TV-Bevölkerung am vergangenen Sonntag bei der Nationalratswahl gebannt vor den Bildschirmen und verfolgte das politische Geschehen im Land, so gibt es ab Donnerstag fiktionalen Nachschlag für all jene, die von Politik im Fernsehen nicht genug bekommen können. Auf Arte startet die dritte Staffel der dänischen Polit-Serie "Borgen - Gefährliche Seilschaften", und endlich ist wieder was faul im Staate Dänemark.

Im Zentrum steht dabei neuerlich Birgitte Nyborg, die in Staffel Eins als erste weibliche Premierministerin Dänemarks in Erscheinung trat. In den zehn finalen Episoden (immer donnerstags in Doppelfolgen ab 21 Uhr) geht es um ihr politisches Comeback nach einer Wahlschlappe. Womit die Serie weiterhin auf ihre Stärken setzt und sich nahe an politischen Realitäten orientiert. Nyborg (Sidse Babett Knudsen) verließ die Politik, nachdem von ihr ausgerufene Neuwahlen für ihre Partei desaströs endeten. Mittlerweile in der Privatwirtschaft angekommen und dort durchaus erfolgreich, setzt Staffel 3 beim Comeback-Versuch der charismatischen Politikerin an. Einen wichtigen Part nimmt dabei die Journalistin Katrine Fönsmark ein, gespielt von Birgitte Hjort Sörensen. Sie unterstützt Nyborg als Beraterin.

Lerneffekt

Für Sörensen waren die Dreharbeiten durchaus aufschlussreich, habe sie doch viel über Politik gelernt, wie sie in einem Interview erklärt. Ging es in den ersten beiden Staffeln um politische Machtkämpfe, seien die finalen Episoden "stärker auf das Wesen der Demokratie" fokussiert. Den Erfolg der Serie sieht sie auch in der authentischen Ausrichtung mitbegründet. "Wie jeder von uns müssen die Protagonisten andauernd Kompromisse eingehen, um ihren Alltag zu meistern", so Sörensen. Eine Besonderheit sei zudem, dass "die Frauen die wahren Hauptfiguren der Geschichte" seien.

Ein "reales Feeling" attestiert auch "Borgen"-Erfinder Adam Price seinem höchst erfolgreichem Werk. "Wir hatten große Freiheit. Wir haben versucht, alles so korrekt wie möglich zu machen." Aber natürlich gebe es keine Zweifel daran, "dass es sich um eine fiktionale Serie handelt". Wobei die Anklänge des täglichen politischen Geschäfts einen wesentlichen Reiz der Serie ausmachen. Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere wäre da fehl am Platz, wie Price auch im Hinblick auf seine Hauptprotagonistin erläutert. "Sie muss auch mal lügen oder die Wahrheit modifizieren, um an der Macht bleiben zu können."

Staffel Drei enttäuschte Kritiker

Zuschauer wie Kritiker zeigten sich von Prices Erfolgsrezept jedenfalls angetan, gab es doch nicht nur beinahe durchwegs positive Besprechungen und etliche Preise - wenn auch Straffel drei zumindest in Dänemark zum Teil enttäuschte Kritiken erntete -, sondern wurde "Borgen" bis dato auch in 70 Länder verkauft. Die Geschehnisse rund um den dänischen Regierungs- und Parlamentssitz Schloss Christiansborg, dem das Format auch seinen Titel verdankt, ist nur ein weiteres Beispiel für qualitativ hochwertige Serienware aus Skandinavien. (APA, 1.10.2013)

  • Birgitte Nyborg alias Babett Knudsen kehrt auf den Bildschirm zurück.
    foto: orf

    Birgitte Nyborg alias Babett Knudsen kehrt auf den Bildschirm zurück.

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