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Raus aus der Energiearmut

14. Oktober 2013, 00:00

Energie erleichtert den Alltag und ist wesentlich für erfolgreiche Armutsminderung. Deshalb unterstützt Österreich seine Partnerländer dabei, verlässliche Energieversorgung zu schaffen.

Bis 2030 sollen alle Menschen Zugang zu sauberer Energie haben. Das Ziel von VN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und seiner Initiative "Nachhaltige Energie für alle" hat frischen Wind in die internationale Energiedebatte gebracht: Die Energieeffizienz sowie der Anteil an erneuerbaren Energien sollen verdoppelt und Energiezugang ermöglicht werden. Einfach wird das nicht.

Zahlreiche Entwicklungsländer haben Schwierigkeiten mit der Energieversorgung ihrer BürgerInnen: Versorgungsengpässe, hohe Preise für fossile Brennstoffe, Missmanagement oder veraltete Technologien sind enorme Herausforderungen. Zudem wird der Energieverbrauch weltweit in den kommenden 20 Jahren um rund ein Drittel steigen, schätzt die Internationale Energieagentur (IEA). Ein Großteil dieses Anstiegs wird von Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen.  

Sauberes Kochen kann Menschenleben retten

Während in Europa eine kleine Handbewegung reicht, um den Herd einzuschalten, sind weltweit knapp drei Milliarden Menschen auf Brennholz, Holzkohle, Dung oder Pflanzenreste zum täglichen Kochen und Heizen angewiesen. Das hat ökologische und gesundheitliche Folgen: "Jährlich sterben laut der Global Alliance of Clean Cookstoves rund vier Millionen Menschen an den Folgen von Rauchgasentwicklung an offenen Feuerstellen oder ineffizienten Kochherden. Leistbare und gesundheitlich unbedenkliche Kochstellen sind nötiger denn je", sagt Hannes Bauer, Energieexperte in der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Außerdem werden Wälder gerodet, weil die Menschen Holz zum Heizen und Kochen benötigen", so Bauer. Die Folgen sind Erosion, Wüstenbildung und das Absinken des Grundwasserspiegels. "Und letztlich fehlt der Dung auf den Feldern für eine gute Ernte", erklärt der Experte die weitreichenden Zusammenhänge.

Moderne Technologien müssen in den Alltag passen

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert die Produktion energieeffizienter Geräte in Entwicklungsländern. "Damit moderne Energietechnologien akzeptiert werden, müssen sie zu den lokalen Lebensgewohnheiten passen", ist Energieexperte Hannes Bauer überzeugt: "Um Armutsminderung zu erreichen, ist es wichtig den Menschen Zugang zu verlässlicher und leistbarer Energie zu ermöglichen. Das wiederrum muss mit einer Energiewende Hand in Hand gehen. Ein breiter Energiemix aus erneuerbaren Energiequellen und höchste Energieeffizienz sind die Lösung."

Hoffnungsträger erneuerbare Energien

Entwicklungsländer verfügen über große Quellen an erneuerbaren Energien. Sie sind Hoffnungsträger, um die Ziele der VN-Initiative in den nächsten zwei Jahrzehnten zu erreichen. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt zahlreiche nationale und internationale Programme und Projekte zur nachhaltigen Energie-versorgung: Dazu zählt etwa das Energiezentrum der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS auf Kap Verde. Das gemeinsame Ziel der westafrikanischen Länder ist eine stärkere Unabhängigkeit von teuren Dieselimporten. Mehr Energieeffizienz sowie die Nutzung von Wasser-, Windkraft, Sonnenenergie, Geothermie und Biogas stehen dabei im Fokus. In Bhutan sind der Ausbau der Wasserkraft sowie die Stromversorgung von Hochgebirgstälern bereits gelungen.

Wirtschaftspartnerschaften der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit fördern unternehmerisches Engagement im Bereich erneuerbare Energien – von der Gebäudedämmung in Mazedonien bis zur Solarthermie in Ägypten. Und als Mitglied der Energie- und Umwelt-partnerschaft (EEP) beteiligt sich Österreich an nachhaltigen Energielösungen für ländliche Regionen in Zentralamerika sowie im südlichen und östlichen Afrika.

  • In Europa reicht ein kleiner Handgriff um den Herd einzuschalten. Millionen Menschen müssen aber erst Holz sammeln, um kochen zu können.
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    foto: ©christian mazal

    In Europa reicht ein kleiner Handgriff um den Herd einzuschalten. Millionen Menschen müssen aber erst Holz sammeln, um kochen zu können.

  • Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt ohne verlässliche Energiequelle für Heizen, Kochen, Beleuchtung und Produktion.
    foto: ©günther stachel

    Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt ohne verlässliche Energiequelle für Heizen, Kochen, Beleuchtung und Produktion.

  • Mit besseren Kochherden werden Brennstoffe gespart und es gibt keine giftigen Rauchgase mehr.
    foto: ©heidi liedler-frank

    Mit besseren Kochherden werden Brennstoffe gespart und es gibt keine giftigen Rauchgase mehr.

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