Weniger Geld, mehr Eishockey

30. September 2013, 16:45
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Nach dem Lockout im Vorjahr starten Vanek und Co in eine neue NHL-Saison mit mehr Freisluftspielen und einem reformierten Format

Washington - Die berühmteste Eishockey-Liga der Welt, die National Hockey League (NHL), beginnt tatsächlich mit Eishockeyspielen. Das ist nicht selbstverständlich. Im Vorjahr fiel die erste Hälfte der Saison wegen des "Lockouts" ins Wasser. Liga und Spielergewerkschaft konnten sich nicht auf neue Verträge einigen. Also sperrten die Teambesitzer ihre Spieler aus. Im Jänner einigte man sich auf einen Zehnjahresvertrag - wichtigster Punkt: die Senkung der Gehaltsobergrenze ("salary cap") pro Klub von 70,4 auf 64,3 Millionen Dollar.

Die neue Saison, die mit drei Spielen in der Nacht auf Mittwoch eröffnet wird, wartet mit weiteren Neuerungen auf. Neben mehr Freiluftspielen wurde das langjährige Format mit sechs Divisionen innerhalb von zwei Conferences auf vier Divisionen (Atlantic und Metropolitan Division im Osten sowie Central und Pacific Division im Westen) reduziert. Im Osten wie im Westen werden aus insgesamt 30 Klubs je acht Playoff-Aufsteiger ausgespielt. 

Neuformierte Sabres

Prognosen zufolge wird es eher ohne Österreichs Nummer-eins-Export Thomas Vanek (29) stattfinden. Sein Team, die Buffalo Sabres, wurde nach einigen enttäuschenden Saisonen grundlegend umgebaut und verjüngt. Ron Rolston löste im Februar den langjährigen Trainer Lindy Ruff ab. Vom ehemaligen Kern der Mannschaft ist neben Stürmer Vanek nur noch Torhüter Ryan Miller übrig geblieben. Es könnte Vaneks letzte Saison in Buffalo sein. Sein Siebenjahresvertrag läuft im kommenden Sommer aus.

Ins Playoff geschafft hat es in der Vorsaison Michael Grabner, 25-jähriger Kärntner in Diensten der New York Islanders. Zu den Favoriten zählt aber auch sein Team nicht. Vorerst auf sein NHL-Debüt warten muss Michael Raffl. Der 24-jährige Villacher wurde von den Philadelphia Flyers verpflichtet, beginnt die Saison aber im Farmteam der Flyers, Adirondack Phantoms in der American Hockey League (AHL). Dort soll sich Raffl an Spielweise und kleinere Eisfläche gewöhnen. Ein NHL-Debüt im Laufe des Winters ist aber nicht ausgeschlossen.

Titelverteidiger sind die Chicago Blackhawks, die auch heuer zu den Favoriten zählen. Ob erstmals seit den Montreal Canadiens 1993 wieder ein kanadisches Team den Stanley Cup gewinnen wird, steht in den Sternen. Wahrscheinlicher ist da schon der Olympiasieg des Nationalteams in Sotschi. Die NHL-Stars können in Russland jedenfalls aufgeigen. Die Liga wird hierfür im Februar eine rund zweieinhalbwöchige Pause einlegen. (APA, red - 30.9. 2013)

  • Thomas Vanek startet in seine siebente Buffalo-Saison.
    foto: apa/fohringer

    Thomas Vanek startet in seine siebente Buffalo-Saison.

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