Palfinger baut Präsenz in China aus

30. September 2013, 09:19
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Der chinesische Baumaschinenhersteller Sany wird zweitgrößter Aktionär, die Grundsatzeinigung muss noch abgesegnet werden

Wien - Der börsenotierte Kranhersteller Palfinger baut seine Präsenz in China aus. Das Salzburger Unternehmen und der chinesische Baumaschinenhersteller Sany, seit Anfang 2012 ein strategischer Partner von Palfinger, wollen sich zu je 10 Prozent aneinander beteiligen. Palfinger plant dazu eine Kapitalerhöhung unter Bezugsrechteausschluss und die Eigentümerfamilie Palfinger gibt Aktien ab, wie es in einer Pflichtmitteilung vom Montag hieß. Die Chinesen werden damit zum zweitgrößten Aktionär der Palfinger AG.

Die Beteiligung von Sany Heavy Industries an der Palfinger AG soll zur Hälfte - das sind 1,86 Mio. Stück Aktien - durch die Ausgabe neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital von Palfinger AG an Sany und zur anderen Hälfte durch den Erwerb bestehender Aktien von der Familie Palfinger erfolgen. Sany zahlt 29 Euro je Aktie. Das ist mehr als der Börseschlusskurs vom Freitag, als das Palfinger-Papier 27,30 Euro wert war.

Vertrag folgt

"Aufgrund der Bereitschaft der Familie Palfinger, die Beteiligung von Sany mit dem Verkauf eines Teils ihrer Aktien zu unterstützen, wird sich die Aktienanzahl der Palfinger AG nur um 5 Prozent neue Aktien erhöhen", heißt es in der Pflichtmitteilung. Im Gegenzug will die Palfinger AG mit 10 Prozent ins Sany-Lifting-Geschäft einsteigen. Dieser Geschäftsbereich, der auf sogenannte Mobil-, Turm- und Crawlerkrane spezialisiert ist, ist größenmäßig mit der Palfinger AG vergleichbar. Die Verflechtung solle sich voraussichtlich auch in den Aufsichtsräten der Unternehmen widerspiegeln. Details wurden nicht genannt.

Die endgültige Vertragsdokumentation über die nunmehr erzielte Grundsatzeinigung soll "in den nächsten Wochen" entworfen werden. Die Transaktion muss dann noch von Behörden und Aufsichtsräten abgesegnet werden.

Die Sany-Gruppe wird mit ihrem Einstieg zum zweitgrößten Aktionär der Palfinger AG. Haupteigentümer ist momentan laut FirmenCompass mit 65 Prozent die Industriefamilie Palfinger. Die Chinesen hoffen, durch die Beteiligung in Österreich stärker auf dem Weltmarkt Fuß fassen zu können. (APA, 30.9.2013)

  • Die Eigentümerfamilie Palfinger gibt Aktien ab - der chinesische Partner will einen Fuß in den Weltmarkt bekommen.
    foto: standard/strobl

    Die Eigentümerfamilie Palfinger gibt Aktien ab - der chinesische Partner will einen Fuß in den Weltmarkt bekommen.

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