Netanyahu will in den USA "Wahrheit" über den Iran sagen

29. September 2013, 09:10
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Israelischer Premier traut "Lächeloffensive" Rohanis nicht und wird laut Medienberichten den Iran mit Nordkorea vergleichen

Jerusalem/Washington/Teheran - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich skeptisch über die "Lächeloffensive" des iranischen Präsidenten Hassan Rohani geäußert. Vor seiner Abreise in die USA in der Nacht zum Sonntag sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros, er wolle bei seinem US-Besuch "im Angesicht der süßen Lippenbekenntnisse die Wahrheit sagen".

Israel hält Rohanis versöhnliches Auftreten für eine Finte. "Die Wahrheit zu sagen ist entscheidend für die Sicherheit der ganzen Welt und natürlich entscheidend für die Sicherheit unseres Landes", sagte Netanyahu. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an einer eigenen Atombombe zu arbeiten. Israel sieht sich dadurch existenziell bedroht.

Der israelische Regierungschef trifft am Montag US-Präsident Barack Obama und spricht anschließend vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Nach Medienberichten wird er dabei den Iran mit Nordkorea vergleichen. Das kommunistische Regime in Pjöngjang sei auch so lange auf diplomatische Bemühungen des Westens eingegangen, bis es dann 2006 mitteilte, Atomwaffen zu besitzen. 

Peres kritisiert "verächtlichen" Ton gegen Obama

Vor dem Besuch Netanyahus in Washington hat Israels Präsident Shimon Peres den "verächtlichen" Ton mancher Politiker seines Landes gegenüber Obamas Iranpolitik kritisiert. "Man kann einverstanden oder nicht einverstanden sein, aber ich mag nicht diesen verächtlichen Ton, auch andere haben ein Gehirn zum Denken, nicht nur wir", sagte Peres dem Militärradio am Sonntag. Es müsse versucht werden, die US-Regierung in Gesprächen zu beeinflussen. (APA, 29.9.2013)

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