Fellner gönnt Dichand nicht einen Punkt

26. September 2013, 11:09
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Werbung zur Wahl: Wie das Runde das Eckige kontert - und was daran bekannt vorkommt

Wien - Schon wieder waren Dichands schneller: Schon 2004 ließ ein Faymann namens Wolfgang Jansky den "U-Express" in Gestalt von "Heute" auferstehen - und kam Wolfgang Fellners "Österreich" 2006 zuvor. Nun kam Eva Dichand Wolfgang Fellner zuvor mit einem weiteren Punkt im Gratismatch. Oder Fellner kam nach, das lässt sich so nicht hundertprozentig sagen.

Jedenfalls gingen vorige Woche Spots für "Heute" on air, die Politikern einen roten Punkt ins Antlitz kleben - Frank Stronach etwa mit einem nicht ganz neuen Hupton auf die Nase oder als Horn auf Heinz-Christian Straches Stirn. Claim "Heute bringt's auf den Punkt" - der hier eigentlich eine rote Raute ist, aber da wollen wir nicht kleinlich sein.

Nichts im Leben hat man allein, lautet schon eine etwas abgeklärte Volksweisheit: "Wir bringen es auf den Punkt", erklärt uns nunmehr "Österreich". Ebenfalls, vor der Wahl nicht weiter überraschend, mit Parteichefs. Daran kommt uns aber nicht nur der Claim von einer anderen Gratiszeitung bekannt vor.

Die Fast-Forward-Taste hat schon eine andere Tageszeitung bei Politikervideos gedrückt, zugegeben, vor einiger Zeit, wiewohl, wie jedenfalls wir finden, in etwas originellerer Form. Welche? Sehen Sie selbst.

Schlüssig finden wir aber, dass Mariusz Jan Demner neben der SPÖ-Wahlwerbung nun auch die Werbung von "Heute" betreut, wie etat.at berichtete nach einer Wettbewerbspräsentation gegen Lowe GGK und Jung von Matt, die derStandard.at beteut.

Und was hält Demner, der früher für "Österreich" geworben hat, vom Versuch seines ehemaligen Kunden, doch noch einen Punktegleichstand zu erzielen? "Wem's nützen soll, weiß keiner, aber vielleicht freut sich jetzt einer." (fid, derStandard.at, 26.9.2013)

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