Strukturen auf dem Mars lassen Forscher rätseln

Ansichtssache29. September 2013, 21:27
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foto: reuters/nasa/jpl/university of arizona

Mars-Winde schaffen rätselhafte Strukturen

Immer wieder aufs Neue überrascht der Mars mit faszinierenden und exotischen Landschaftsformen, für die man keine Entsprechung auf der Erde kennt. Diese Aufnahme hat der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA am 31. August 2013 mit seinem HiRISE-Instrument (High Resolution Imaging Science Experiment) geschossen. Die ungewöhnliche Szenerie liegt in der Noctis Labyrinthus Region ("Labyrinth der Nacht") nahe des Äquators in den oberen Ausläufern des Valles Marineris Canyon-Systems. Was aussieht wie ein Netzwerk von hellen Dünen dürfte tatsächlich ein von Wind hervorgerufenes, allerdings ansonsten kaum verstandenes Phänomen sein.

Im Unterschied zu Sanddünen auf der Erde scheinen sich diese hier nämlich nicht zu verändern. Vergleiche mit älteren MRO-Fotos dieser Region zeigten immer die selbe Anordnung weißer Linien. Zwei Erklärungen haben Astronomen dafür parat: Entweder die als TARs ("Transverse Aeolian Ridges") bezeichneten Strukturen, die auch an zahlreichen anderen Orten auf dem Mars beobachtet werden, entstehen äußerst langsam über sehr lange Zeiträume hinweg. Oder aber sie haben sich vor langer Zeit unter völlig anderen atmosphärischen Bedingungen gebildet, als sie heute herrschen. Die dunklen Sanddünen, die ebenfalls auf diesem Bild zu erkennen sind, zeigten sich hingegen wesentlich aktiver. Ihre Entstehung dürften mit heftigen Winden aus westlicher Richtung zusammen hängen, die vor allem im Herbst und Winter auftreten.

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