Promotion - entgeltliche Einschaltung

Social Intranet

27. September 2013, 09:11

Facebook, Twitter & Co. sind aus dem Leben vieler nicht mehr wegzudenken. Langsam aber sicher halten Social Tools auch Einzug in das Intranet.

"Sharen", "liken" und "plussen" sind für viele MitarbeiterInnen von Unternehmen keine Fremdwörter mehr. Sie sind mit großer Selbstverständlichkeit auf Social-Media-Plattformen unterwegs. Zunehmend möchten auch Unternehmen die Funktionen dieser Kanäle für interne Prozesse nutzen. Aber wie kann man nun innerhalb des Unternehmens Social Tools einsetzen? Dabei gibt es zwei Richtungen zu unterscheiden: Zum einen kann man auf schon bestehende Plattformen zurückgreifen. Zum anderen gibt es viele Möglichkeiten eigene Social Tools für das Intranet umzusetzen.

Externe Plattformen nutzen

Viele Unternehmen haben einen Auftritt auf den Social-Media-Kanälen. Die Einbindung in das Intranet (z.B. eine Anzeige der Twitter-Meldungen) kann MitarbeiterInnen nicht nur informieren. Sie animiert auch dazu, diese Kanäle zu nutzen und die Informationen weiterzugeben. Einen Schritt weiter gehen Unternehmen, die die Funktionalitäten der Social-Media-Plattformen für die Arbeit nutzen. So gibt es Firmen, die für ihre MitarbeiterInnen eigene geschlossene Gruppen auf Facebook unterhalten oder in Google+ die Hangouts für Videokonferenzen nutzen. "Die Nutzung bestehender Plattformen wird aber in vielen Unternehmen noch kritisch gesehen. Man befürchtet zum Beispiel, dass die Produktivität der MitarbeiterInnen durch die Ablenkung abnimmt und mehr Katzenvideos als Quartalszahlen angesehen werden.", erzählt Marcel Hauer, Projektleiter bei CSS. Große Bedenken gibt es auch in Bezug auf die Sicherheit – immerhin gibt man Daten an eine externe Plattform weiter.

Interne Plattformen aufbauen

Falls man seine MitarbeiterInnen und Daten lieber in der eigenen IT-Infrastruktur hält, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten eigene Social Tools einzubauen. Ideal sind dabei diejenigen, die sich an bekannte Muster halten. So könnte man den MitarbeiterInnen ermöglichen, eigene News zu posten, diese zu kommentieren und auch nach dem bewährten 5-Sterne-Muster zu bewerten. Oder man stellt ihnen eine Audio- und Video-Konferenz-Programm wie Lync für Windows zur Verfügung. Gut designte Social Tools haben den Vorteil, dass sie kein großes Training brauchen, da viele Funktionalitäten den MitarbeiterInnen bekannt sind. Darüber hinaus können sie zu mehr Produktivität beitragen – nicht nur weil der Informationsaustausch gefördert wird, sondern auch weil die Teilnahme MitarbeiterInnen das Gefühl geben kann, wirklich Teil des Unternehmens zu sein.

Herausforderung Social Intranet

Auch wenn die Vorteile auf der Hand liegen, gibt es ein paar Dinge zu bedenken. Das Social Intranet läuft nicht von alleine. Am Anfang braucht es oft ein wenig Starthilfe, zum Beispiel durch Führungskräfte, die mit guten Beispiel "voranposten". Der Nutzen muss für die MitarbeiterInnen sichtbar gemacht werden. Das gilt vor allem auch für diejenigen, die bisher wenig bis keinen Kontakt mit Social Media hatten und möglicherweise MentorInnen brauchen. Dabei sollte man aber auch realistisch bleiben: Nicht alle MitarbeiterInnen werden aktiv und regelmäßig die neuen Funktionen nutzen. Wie auf den großen, externen Social-Media-Plattformen, wird es ein paar geben, die sehr aktiv sind und andere die nur passiv Informationen mitnehmen. Wichtig ist es auch die Redefreiheit zu garantieren, denn Kritik laufend zu löschen wird den Austausch nicht wirklich fördern. Kritik zu ignorieren ist aber natürlich auch nicht der richtige Ansatz. Generell sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Social Intranet definierte Regeln und spezielle personelle Ressourcen benötigt. Es braucht RedakteurInnen, die sich neue Inhalte ansehen, Diskussionen beobachten und im Fall des Falles eingreifen und diese steuern.

Das Wichtigste zuletzt

Zu guter Letzt das Wichtigste: Technologie ist auch in diesem Bereich kein Wundermittel. "Kein Social Intranet wird funktionieren, wenn die Unternehmenskultur es nicht zulässt.", stellt Marcel Hauer klar. Wenn Kritik schon in persönlichen Gesprächen mit den Vorgesetzten regelmäßig und ohne Begründung abgeschmettert wird, wird ein neues Diskussionsforum im Intranet auch keine Begeisterung auslösen. Ohne eine Kultur, die Zusammenarbeit und Offenheit fördert, wird das neue Social Intranet eine einsame Sache werden.


Zur Website der CSS GmbH

  • "Daumen hoch" heißt es schon in manchen Unternehmen für Social Tools.
    foto: © css / sven schweiger

    "Daumen hoch" heißt es schon in manchen Unternehmen für Social Tools.

Share if you care.