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Scheitern leicht gemacht

27. September 2013, 09:12

Ein paar Tipps, um das Intranet-Projekt zu einem Griff ins Klo zu machen.

Fehler kann jeder einmal machen. Aber um ein Intranet-Projekt so richtig in den Sand zu setzen, dafür braucht es Talent und Know-how. Hier ein paar Tipps, um in die Annalen der "Intranet-Fails" einzugehen.

1. Technologie-Entscheidung: Einfach das nehmen, was Sie kennen, oder wofür Sie halt schon die Lizenzen gekauft haben. Richtige Meister des Fachs nutzen einfach "Ene, mene, muh und raus bist du" für die Auswahl. Und das natürlich, bevor die Ziele oder die Features des neuen Intranets feststehen.

2. "Featureitis": Denken Sie sich ganz viele tolle, neue Features aus. Je weniger umsetzbar und zur Unternehmenskultur passend, umso besser!

3. IT-Abteilung: Beziehen Sie die KollegInnen aus der IT-Abteilung bloß nicht von Anfang an in die Planung mit ein! Das sind sowieso nur Nerds und Pessimisten, die Ihnen ständig erklären, was alles nicht geht.

4. Betriebsrat: Auch der macht alles nur viel komplizierter. Was sollen die schon zu einem Tool für MitarbeiterInnen beitragen können? Und wen bitte interessiert das Arbeitsrecht?

5. Unternehmenskommunikation: Um Himmels Willen, die kommen Ihnen noch mit so unnützen Sachen wie Corporate Design und Corporate Identity!

6. (Personal-)Ressourcen: Also, über die nötigen Ressourcen kann man sich auch am Ende Gedanken machen. Irgendwer wird schon die Nachrichten schreiben und die Artikel reinstellen. Wofür gibt's denn sonst PraktikantInnen?

7. RedakteurInnen: Wer? Ach so, die Leute, die dann ständig mit dem Intranet arbeiten müssen. Einfach ignorieren!

8. Daten-Migration: Irgendwann müssen die Daten aus dem alten in das neue Intranet überführt werden. Und irgendwann machen Sie sich auch darüber Gedanken (am besten erst, wenn's soweit ist).

9. Heterogenes Umfeld: Es gibt in Ihrem großen Unternehmen unterschiedliche Systeme bzw. Intranets, die über die Jahre natürlich gewachsen sind? Pfui! Einfach alles abdrehen und ein zentrales Intranet machen. Die MitarbeiterInnen werden sicher begeistert sein, wenn liebgewonnene Funktionen und Prozesse von einem Tag auf den anderen verschwinden. Immerhin sieht das neue Intranet super aus!

10. Außendienst und Externe: Wie, die brauchen auch Zugang zum Intranet? Sind eh nie da!

11. IT-Infrastruktur: Ob es überhaupt eine technische Basis für Ihr tolles neues Intranet gibt, sollten Sie erst checken, wenn die Planung fast abgeschlossen ist. Das gilt vor allem, wenn Sie in einem großen Unternehmen arbeiten, das mehrere Standorte hat. Die KollegInnen in Brasilien haben keinen Zugriff? Wurscht, haben dafür eh den Strand vor der Haustür!

12. Berechtigungen: Wirklich langweiliges Thema – wer darf was in welchen Bereichen des Intranets machen. Wird sich schon irgendwann von alleine klären. Spätestens, wenn ein lustiger Kollege das Unternehmensleitbild mit Fotos der Grumpy Cat verschönert.


Wer vielleicht doch ein erfolgreiches Intranet-Projekt umsetzen möchte, ist bei der Veranstaltung "ADV zu Gast bei CSS: Herausforderung Intranet" am 17. Oktober richtig. Mehr dazu auf der Website der CSS.

  • Artikelbild
    foto: © css / sven schweiger
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