Chrome und Firefox wollen Browser-Plugins loswerden

25. September 2013, 13:14
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Mozilla deaktiviert beinahe alles, Google beginnt mit vollständiger Verbannung - Ausnahme für Flash

Einst als einfache Erweiterungsmöglichkeit entstanden, haben Browser-Plugins in den letzten Jahren einiges an Ansehen verloren. Vor allem Sicherheitsbedenken, aber auch die Konzentration auf offene Webstandards sind es, die jetzt gleich zwei große Hersteller zum Abgang von solchen Lösungen veranlasst.

Plugins

So verkündet Mozilla in einem Blog-Eintrag, dass mit Firefox 26 (beinahe) alle Browser-Plugins von Haus aus deaktiviert werden. Wer diese weiterhin benötigt, muss sie also für jede Seite manuell freischalten. Einsame Ausnahme bildet Flash, das noch immer in weiten Teilen des Webs zu finden ist, auch wenn selbst Hersteller Adobe mittlerweile zum Umstieg auf HTML5 rät.

Chrome

Bei Google will man den Support für Browser-Plugins mit der mittlerweile 18 Jahre alten NPAPI-Schnittstelle gleich ganz einstellen, wenn auch nicht umgehend. In einem ersten Schritt sollen ab Jänner 2014 ein Großteil aller Plugins deaktivert werden. Ausnahmen werden hier nur für die fünf meistgenutzten, verbliebenen NPAPI-Plugins gemacht, darunter Silverlight, Google Earth und Google Talk. Diese sollen erst im weiteren Verlaufe des Jahres 2014 gemeinsam mit der gesamten Entfernung der NPAPI-Schnittstelle verbannt werden.

Flash

Auch bei Chrome ist Flash nicht von dieser Maßnahme betroffen, liefert der Google-Browser doch schon seit geraumer Zeit eine eigene Flash-Version mit. Diese benutzt eine von Google selbst entwickelte Schnittstelle (PPAPI), die die diversen grundlegenden Probleme von NPAPI nicht aufweist. Selbiges gilt für den Google-eigenen Flash Player sowie den "Native Client". (apo, derStandard.at, 25.09.13)

  • Erweitern sollen sich Browser weiterhin lassen, aber nicht länger über klassische Plugins.
 

    Erweitern sollen sich Browser weiterhin lassen, aber nicht länger über klassische Plugins.

     

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