Rekord-Solarzelle erzielte 44,7 Prozent Wirkungsgrad

24. September 2013, 13:34
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Deutsche Forscher entwickelten für Konzentrator-Photovoltaik-Anlage neue Solarzellenstruktur

Forscher am Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben nach eigenen Angaben einen neuen Weltrekord für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom aufgestellt. Die Wissenschafter um Frank Dimroth erzielten mit einem neuen Verfahren einen maximalen Wirkungsgrad von 44,7 Prozent. Die Konzentrator-Photovoltaik-Anlage basiert auf einer neuen Solarzellenstruktur mit vier Teilsolarzellen, für die zwei Halbleiterkristalle miteinander verbunden wurden, die aufgrund unterschiedlicher Kristallgitter normalerweise nicht aufeinander passen. Außerdem setzten die Forscher optische Komponenten ein, um das Sonnenlicht auf die Zelle zu konzentrieren.

Ein Teil der Struktur wurde am Helmholtz Zentrum Berlin (HZB) in der Arbeitsgruppe um Thomas Hannappel von der TU Ilmenau entwickelt. Die Gruppe hat sich dabei vor allem um die Präparation besonders kritischer Grenzflächen gekümmert. Insbesondere galt es, die Entstehung von unerwünschten Grenzflächendefekten zu vermeiden. Der Weltrekordwert von 44,7 Prozent wurde bei einer 297-fachen Konzentration des Sonnenlichts gemessen. Der Einsatz von Konzentrator-Photovoltaik könnte in sonnenreichen Regionen der Erde die Effizienz von PV-Solarkraftwerken verdoppeln. (red, derStandard.at, 24.09.2013)

  • Die neu entwickelte Rekordsolarzelle  setzt sich aus vier Teilsolarzellen auf Basis von III-V Halbleitern zusammen.
    foto: fraunhofer ise

    Die neu entwickelte Rekordsolarzelle  setzt sich aus vier Teilsolarzellen auf Basis von III-V Halbleitern zusammen.

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