"Vom Bürger zum Politiker und wieder zurück"

Ansichtssache26. September 2013, 13:02
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Marina Weisband, ehemalige Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, über fließende Rollenbilder in Liquid Democracy.

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foto: apa/herbert pfarrhofer

"Es ist nicht leicht." Marina Weisband, ehemalige Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, macht keinen Hehl daraus, dass neue demokratische Beteiligungssysteme nicht von heute auf morgen umsetzbar sind. Durch Liquid Democracy könnte aber jeder teilhaben an Diskussion und Entscheidungsprozess, entweder direkt oder indem die Stimme an eine vertrauenswürdige Person delegiert werde. Ohne ein neues Rollenverständnis gehe es aber in der Politik nicht. Die "unsinnige Trennung" zwischen Bürgern und Politikern müsse aufgelöst werden, künftig werde es fließende Rollenbilder geben, "vom Bürger zum Politiker und wieder zurück".

Weisband tritt auch für Aufklärungskampagnen ein, da viele Menschen ein "mangelndes Verständnis des Mediums" an den Tag legen würden. Wird jemand auf Twitter oder Facebook verbal angegriffen, dann fehle das emotionale Feedback etwa mittels nonverbaler Kommunikation. "Hier gibt es ja eine abstrakte Verbindung von zwei Orten." Deshalb müsse man als Ziel eines solchen Angriffs auch eine emotionale Reaktion entsprechend formulieren, um dessen verletzende Wirkung zu verdeutlichen.

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