Experten empfehlen Alzheimer-Vorbeugung

23. September 2013, 10:17
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Bildung und geistige Aktivitäten sollen einen Schutzfaktor darstellen - 36 Millionen Demenzpatienten weltweit

Ein brisantes gesundheitliches, gesellschaftliches und sozialpolitisches Problem ist die mit der steigenden Lebenserwartung ebenfalls stark ansteigende Zahl der Demenzerkrankungen.

Am Samstag, 21.September, wurde der Welt-Alzheimer-Tag international und mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. "Morbus Alzheimer geht uns alle an",  erklärt Antonia Croy, Präsidentin der Alzheimer Austria-Selbsthilfegruppe. Weltweit sind 36 Millionen Menschen betroffen, alleine in Österreich 110.000 bis 130.000. "Die Zahl der Demenzpatienten wird sich in Österreich bis zum Jahr 2050 auf bis zu 270.000 Menschen erhöhen", weiß Croy.

Zu späte Diagnose

In der direkten Therapie von Patienten im mittelschweren und schweren Stadium dieser neurodegenerativen Erkrankung mit fortschreitendem Verlust des Gedächtnisses und der Persönlichkeitsmerkmale wurde in den vergangenen Jahren wenig Fortschritte gemacht. Doch die Experten setzen immer mehr auf Prävention und Verzögerung des Ausbruchs des Vollbildes der Erkrankung.

Andreas Winkler, Spezialist von der Abteilung für neurologische Rehabilitation der Klinik Pirawarth in Niederösterreich, erklärt dazu: "Heute diagnostizieren wir die Krankheit erst bei ihrem vollen Ausbruch. Da haben wir aber schon 30 Jahre der Entwicklung der Erkrankung für die Prävention verloren."

Geistige Aktivität

Laut objektiven Befunden aus Serienuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren bei Patienten zeigt sich, dass Bildung und anhaltende geistige Aktivität einen Schutzfaktor darstellt. Es gibt auch Hinweise und klinische Studien, die eine Rolle der Ernährung belegen.

So soll etwa das Nahrungsergänzungsmittel "Souvenaid" das Fortschreiten der klinischen Symptomatik mit einer Kombination verschiedener Nährstoffe bremsen (derStandard.at berichtete). (APA/red, 23.9.2013)

  • Anhaltende geistige Aktivität beugt Alzheimer vor.
    foto: apa/ronald wittek

    Anhaltende geistige Aktivität beugt Alzheimer vor.

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