Yelp: Bewertungsportal klagt Firma wegen Fake-Rezensionen

21. September 2013, 16:55
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Rechtsstreit zwischen Online-Portal und Anwaltskanzlei entbrannt

Verfälschte Reviews, die ein Produkt oder Restaurant in ein gutes Licht rücken sollen, entwickeln sich in Vergleichsportalen zu einem immer größeren Problem. Da jeder mit Internetanschluss und Benutzeraccount an den Bewertungen partizipieren kann, versuchen immer mehr Firmen diese zu manipulieren.

Anwaltskanzlei gegen Bewertungsportal

Yelp, eine Social-Network-Plattform mit einer derartigen Bewertungsfunktion, geht nun gegen ein Unternehmen vor, das sich diesen Methoden bedient hatte. Die Anwaltskanzlei aus San Diego hatte positive Bewertungen von Klienten erhalten, die es gar nicht gab. Yelp wurde es daraufhin zu viel, weshalb die Plattform eine Klage gegen die Firma einreichte.

Zuvor Yelp verklagt

Beschuldigt mit den Vorwürfen gab Besitzer Ian McMillan an, dass die Anzeige unbegründet sei und dass diese deshalb eingelegt wurde, weil er gegen Yelp rechtlich vorgegangen ist. McMillan hatte die Plattform verklagt, weil er Werbung auf der Seite geschalten hatte und diese nach den Bewertungen gereiht wurde.

Bereits einmal gegen Fake-Rezensionen vorgegangen

Der Besitzer der Kanzlei gewann und bekam 2700 Dollar des Werbevertrags zurück. Eine Sprecherin von Yelp gab auf Anfrage an, dass die Klage gegen McMillan überhaupt keinen Zusammenhang mit seinem rechtlichen Vorgehen haben würde. In der Vergangenheit habe es vonseiten der Social-Network-Plattform bisher nur eine Anzeige gegeben, die sich an eine Seite gerichtet hatte, die manipulierte Reviews anbot. (red, derStandard.at, 21.09.2013)

  • Die Bewertungsplattform schlägt zurück.
    foto: screenshot: yelp.com

    Die Bewertungsplattform schlägt zurück.

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