Kärntner Wigo-Haus ist insolvent

19. September 2013, 17:11
  • Laut Unternehmen führte die Stagnation des Fertighausmarktes zum Kollaps.
    foto: wigo-haus.at

    Laut Unternehmen führte die Stagnation des Fertighausmarktes zum Kollaps.

Die Firma hat 18,9 Millionen Euro Schulden. 104 Mitarbeiter sind betroffen, Sanierung ohne Eigenverwaltung geplant

Feldkirchen - Der Kärntner Fertighaushersteller Wigo-Haus hat am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt Insolvenz angemeldet. Laut Angaben des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) wurde über das Vermögen der Ing. E. Roth Gesellschaft m.b.H das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Mit der Eröffnung des Verfahrens gegen die Wigo-Haus Vertriebsges.m.b.H. ist in Kürze zu rechnen. Die Schulden liegen insgesamt bei rund 18,9 Millionen Euro.

Die Ursachen liegen laut Kreditschützern in Buchhaltungs- und Bilanzierungsfehlern, für die der frühere Geschäftsführer verantwortlich sein soll, sowie in der Marktstagnation. Ein Strafverfahren gegen den Ex-Chef sei anhängig.

Kein Puffer für Marktschwankungen

Von dem Konkurs sind insgesamt 104 Dienstnehmer betroffen. Die Schuldnerin beabsichtigt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Angestrebt wird eine Quote von 20 Prozent binnen 24 Monaten. Laut Unternehmen führte die Stagnation des Fertighausmarktes und Schwierigkeiten im Zuge der Umsetzung des Projektes "Fertighauswand" im Wirtschaftsjahr 2009 zu einem negativen Ergebnis und negativem Eigenkapital. Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV noch nicht überprüft werden. (APA, DER STANDARD, 20.9.2013)

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Unter´m Haider hätt´s sowas net geb´n !

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Peanuts für die Hypo Alpe Adria ...

"Die Ursachen liegen laut Kreditschützern in Buchhaltungs- und Bilanzierungsfehlern"

So ein Unsinn, wegen Bilanzierungsfehlern wird ein Unternehmen doch nicht insolvent, die dienen allenfalls dazu, die sich bereits abzeichnende Insolvenz zu verschleiern, aber doch nicht als Ursache.

Ursache

Die Ursache ist einfach die Übersättigung des Marktes. Jetzt gibte überall halt weniger Aufträge, um die dann alle kämpfen. Einige bleiben über....

Die Kärntner tun sich halt besonders schwer beim Wirtschaften....

HAG, Griffener, Kampa, Priewasser, Hanse, LifeHaus ect...

und danach schreien die Häuslbauer nach dem Staat. Hirn einschalten liebe Häuslbauer es gibt am Markt auch seriöse Firmen die unabhängig von ihrem Unternehmen über eine Versicherung eine Fertigsstellungsgarantie anbieten, dazu Bezahlung Zug um Zug und 2000euro für einen Sachverständigen in die Hand nehmen der nach Bauetappe kontrolliert und die Zahlung freigibt. Pfusch am Bau sollte den Häuslbauer wohl ein Begriff sein !!!!!!
Habe vor 2 Jahren meinen Neffen beim Hausbau begleitet, da ist uns viel Schwachsinniges untergekommen. Allein die 2 Seitige Baubeschreibung und Ausführungsbeschreibung vieler Firmen. Ein guter Vertrag umfasst ~20 Seiten, also Augen auf beim Hauskauf! Was nicht geschrieben ist wird auch nicht geliefert....

Ob kurze oder lange Baubeschreibung ist eigentlich egal. Wenn die 2 Seiten seriös verfasst sind und die Beschreibung die Materialien enthält, dann gelten ohnehin für die Ausführung die Pläne, die Gesetze und die Normen. Einen umfangreichen Vertrag müssen Sie erst einmal verstehen, der kann etliche Tücken aufweisen, die nicht zu Ihrem Vorteil sind. Da brauchen Sie neben einen baubegleitenden Sachverständigen, den am Besten schon vor Vertragsunterzeichnung, auch noch einen Rechtsanwalt, der den Vertrag auf Plausibilität überprüft und das umfangreiche Vertragskompendium korrigiert.

...ich trau mir zu sagen auf 2 seiten können sie max. das heizsystem darstellen...

alleine skizzen benötigen 3 seiten....

...leider sagen normen im detail nix bzw. zu wenig aus, und versuchen sie mal den heizwärmebedarf

verbindlich in einen vertrag aufzunehemen. irgendwelche wärmedurchgangs werte oder die formulierung passivhaustaugliche fenster ect. sind nicht zielführend. eines der wenigen guten vereinbarungen ist ein blower door test wo "vorher" im vertrag ein verbindlicher wert (+/-) vereinabart wird. somit können sie sehen ob das haus handwerklich gut ausgeführt wurde. nur danach einen test zu machen damit der vertag erfüllt ist ist sinnlos. blower door test erfüllt , wert schlecht, danke erledigt! wäre so ähnlich wie gesehen so gekauft... zum haus gehört auch eine lückenlose doku inkl. datenblätter der verwendeten materialien und der hersteller/lieferanten...

ELK zum Beispiel: ca. 50 Seiten Leistungsbeschreibung (da steht sogar meist ausdrücklich drinnen was im Detail NICHT dabei ist).
Zahlung erst bei Übergabe und gemeinsamer Abnahme des fertigen Hauses (abgesehen von etwa 4.000 Euro die bei Planerstellung fälllig werden).

Auch nicht schlecht ...

ELK haben wir damals auch angesehen sie waren aber nicht in der Lage

bei einem Passivhaus einen Keller einzuplanen. Keller sollte mit E-Heizung betrieben werden, das war ein sogenanntes NO GO. Danach gabs ja aber auch Probleme mit Elk wenn ich das richtig verfolgt habe, sie wurden von NÖ gerettet. Aber ein Holzhaus made in Tschechien aus Billigholz (meine bescheidene Meinung) kam nicht in Frage da ein ZiegelmassivHaus das selbe kostet. Ich selbst habe 10 Jahre in einem Holzriegel/Rigipshaus gewohnt & sehe da nicht wirklich große Vorteile darin. Abgesehen auch von der Werthaltigkeit, nach 15 Jahren war das Haus schon etwas ramponiert und neigte zur undichtigkeit inkl. der beginnenden Mängel bei den Installationen, Auch aussen musste das Holz ersetzt werden da stark verwittert & verzogen. Aber eben Augen auf!

bei einem Passivhaus einen Keller ?

na für was benötigen die Österreicher noch alle einen Keller ? Keller war mal, kostet aber ausschließlich Geld für Räume die ich dann unter der Erde habe. Das überlegt sich in dem Land wirklich nie einer. Früher, als es noch galt Vorräte einzulagern ok.-aber heute ?? for what ? - und das mit der Ziegelmassivbauweise ist auch so eine "gute österreichische Tradition", die nie ausstirbt. "Holz ist schlecht - Ziegel ist super". Ich weiß zwar nicht warum, aber obendrein sind dann alles noch Experten, die so rumlaufen.

...holz ist gut wenn sie eine gute qualität haben inkl. eines guten zimmermann,

meist handelt es sich aber um slowenisch/tschechisch/polnische billigst fichte, oft auch mit bedenklichen mitteln behandelt. versuchen sie mal aussagekräftige material atteste zu bekommen....

glauben´s ernsthaft, dass die Fichten in Slowenien, Tschechien oder Polen schlechter sind ?

das ist doch Humbug. Das Holz ist genau das gleiche, es kommt ausschließlich darauf an, wie es verarbeitet und aus welcher Sortierung es genommen wird. Ja, und diverse Fertighausproduzenten tun sich schwer mit der Zertifizierung des Holzes, aber auch nur deswegen, weil "der Markt", also wir Konsumenten danach lechzen alles in "Billigsdorfermanier" noch billiger machen zu wollen. Mit guter Planung und qualitativen Handwerksbetrieben ist eine ausgezeichnete Qualität herstellbar, die halt kein Haus um 99.999 € mit 110m² herstellen kann, aber zumindest in einen Bandbreitenbereich kommt die trotzdem für jeden der sich mit dem Gedanken spielt zu bauen, leistbar ist. Es gibt gut geplante Häuser um 1.700€ /m² BHK schlüsselfertig.

...grundsätzlich haben sie recht, aber sie benötigen einen technikraum....

sagen wir mal 10m2, eine bodenplatte von ca. 80m2, damit haben sie kosten von
10x 2000€/m2 + 20.000 € für die Bodenplatte, da bekommen sie schon einen guten Keller zum selber ausbauen... eine garage angebaut (35m2) hätte ca. 28.000€ gekostet.
trotz luftwärmepumpe hat uns der rauchfangkehrer einen notkamin (~3.800€/1-zug) vorgeschrieben.... wie schon oft geschrieben das bauen inkl. der bauvorschriften gehört reformiert. wenn sie in nö eine förderung wollen [sagen wir mal ca. 40.000€) müssen sie fast 70.000€ euro investieren um diese zu bekommen? früher diente die förderung für viele als eigenmittelersatz, heute nicht mehr...

Wände und Decke zum EG haben sie offensichtlich bei Ihrem Keller keine, oder ?

lassen´s einmal Ihren Selbstausbau des Kellers weg und vergleichen Sie "Äpfel mit Äpfel". Ein Keller kostet ohne Eigenleistung für bspw. 100m² Grundfläche inkl. Aushub, Hinterfüllung, geringer E+HSL Technik mind.€ 130,- netto / m³ BRI. Bei einer durchschnittlichen Geschosshöhe (= nicht Raumhöhe!) von mind. 2,90m sind das 290m³ x 130 x 1,2 (Ust.) = 45Tsd. Eine Bodenplatte gleichen Ausmaßes kriegen sie um rd. 150,- / m² x 100 x 1,2=18 Tsd. Delta: rd. € 27Tsd. zugunsten "ohne Keller". Den Technik- u. anderen Stauraum kriegt man bei intelligenter Planung, vornehmlich durch einen Architekten auch im EG oder im Dachbereich unter-dafür braucht keiner mehr einen Keller. Aber wer´s will, soll sich weiter Räume unterhalb der Erde schaffen.

...falls einen keller um diesen preis anbieten können, der markt wartet auf sie!

glauben´s mir: der Markt wartet nicht auf den 395., der einen 100m² Keller um 45.000,-- errichten kann.....

ich hab ja keine Ahnung, was Ihr Keller für ein "Luxusobjekt" ist, aber falls sie mehr dafür bezahlt und dann noch einen Selbstausbau durchführten, hat der dortige Bauunternehmer jedenfalls "sehr auskömmliche Preise" - wie man in der Baubranche zu sagen pflegt - erzielt. Bin ja grundsätzlich nicht im Einfamilienhausbereich tätig, aber falls meine vorgenannte Mutmaßung zutreffen sollte, wär´s bei Kunden wie Ihnen durchaus eine Überlegung wert.

Passivhaus mit Keller ist tatsächlich no go - siehe www.passiv.de

Von außen begehbar ist OK, wegen der von Ihnen erkannten Luftdichtheit! Womit sie dann Ihren "Lebensraum" Keller elektrisch beheizen bleibt Ihnen und Ihrer Geldbörse überlassen. MMn benötigen Lebensräume natürliches Licht - wenn das der Keller wegen Hanglage aufweist, OK. Oben im PH kann man durchaus elektrisch heizen, unten dann, wenn es punktuell erforderlich ist. So what?

Keller und PH sind in der Tat ein bisl schwierig (thermische Hülle ja oder nein), aber machbar sollte es schon sein.
War die E-Heizung für DICH ein no-go, oder für ELK?

Denn in einem PH ist eine E-Heizung ja jetzt nicht so wahnsinnig ungewöhnlich. Denn auf ein konventionelles Heizsystem sollte man im PH ja verzichten. Denn es wäre ja gerade ein Vorteil des PH dass man sich die (erheblichen) Investitionskosten für ein Heizsystem erspart.
Macht ja wenig Sinn ein PH zu bauen, und dann eine teure Heizung reinzuhängen ...

... das bei eisigen temperaturen unter -15 grad eine wärmepumpe probleme

macht ist ja akzeptabel, aber einen keller der ja fast ein wohnraum ist mit einer e-heizung dauernd zu beheizen ist denke ich nicht passend. da ist es ökologisch schon besser mit einer gasheizung+solar das haus zu betreiben...
man findet auch kaum leute die in der lage sind ein passivhaus auszulegen bzw. zu planen. natürlich muss auch das grundstück passend sein ansonsten ist das zum scheitern verurteilt. wir haben es dann aufgegeben, und uns eine handwerklich begabten planer gesucht, das haus mit guten marktüblichen/leistbaren materialen ausgestattet inkl. einer bodenheizung. sollte mal die technik soweit sein werden wird eine luft wärme pumpe installieren. gut wäre es wenn firmen auch den service zu ihren komponenten anbieten würden..

1.000 Firmen, tausend Meinungen ;-)
Darüber kann man ewig diskutieren, wie bei Autos.
Mir ist es eben wichtig aufzuzeigen dass es auch Firmen gibt bei denen man als Häuslbauer ein nur minimales finanzielles Risiko eingeht.
Dass es - auch ohne nennenswerte Anzahlung - natürlich trotzdem nicht lustig wäre wenn einem während des Baus der Partner abhanden kommt, ist unbestritten.

...sie haben natürlich recht, man sollte sich auch einen plan machen

was wichtig für einen ist und was auch realisierbar/finanzierbar ist. ein hausprojekt startet bei mind. 2.500 euro/ m2 inkl. grund wenn es einigermaßen schlüsselfertig sein soll. man sollte auch seine fähigkeiten und den zeitaufwand versuchen richtig einzuschätzen. leider gibts auch kaum das alte günstige häuschen das man mit wenigen aufwand modernisieren kann....

grundkosten in die m²-berechnung einzurechnen sollte man im jahre 2013 nicht mehr machen ;-)
in einigen ecken österreichs ist (sofern man nicht auf 345 m² hausen möchte) sind die hauskosten mittlerweile nur mehr eine fußnote der grunstückspreise.

bin ich froh dass ich in unserer gegend "nur" 75 euro/m² für ein super-grundstück inkl. aufschließungsgebühr bezahlt haben.

in anderen ecken österreichs zahlt man gleich mal das fünf- oder zehnfache

...gut nach oben gibts kein limit, ich gehe von 100€uro/me aus inkl. aller abgaben aber

ohne aufschliesungs- und anschlusskosten...

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