Nintendos Videospielpionier Hiroshi Yamauchi ist gestorben

Ehemaliger Chef stieg mit dem Konzern in den 1970er-Jahren in den Konsolenmarkt ein

Der langjährige Nintendo-Chef Hiroshi Yamauchi, der die Firma zu einem Schwergewicht bei elektronischen Spielen machte, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teilte der japanische Konzern am Donnerstag mit. Yamauchi hatte 1949 den Chefposten bei dem damaligen Spielekarten-Hersteller übernommen. In den 70er Jahren stieg er als dirtter Präsident des Familienunternehmens in das Geschäft mit Videospiel-Geräten ein. Dann brachte Nintendo 1989 die Taschen-Spielekonsole Gameboy auf den Markt, die zu einem großen Hit wurde.

Wegweisend

Yamauchi blieb bis 2002 an der Konzernspitze. Unter seiner Führung brachte Nintendo unter anderem die Erfolgskonsolen NES, SNES sowie die Serien "Super Mario" und "The Legend of Zelda" heraus. 2002 folgte Satoru Iwata, der mit der Wii und dem DS die Zielgruppe Nintendos erweiterte. Durch den Erfolg der Wii wurde Yamauchi 2008, der bis 2013 größte Nintendo-Aktienbesitzer mit einem Anteil von 10 Prozent, zum reichsten Mann Japans mit einem geschätzten Vermögen von 7,8 Milliarden US-Dollar.

Schwere Zeiten

Heute steht Nintendo schwereren Zeiten bevor. Der enorme Erfolg der Wii konnte mit der Ende 2012 gestarteten Wii U bislang nicht fortgesetzt werden. Starke Konkurrenz erwartet das Unternehmen gegen Ende des Jahres durch die neuen Konsolen PS4 und Xbox One von Sony und Microsoft. Auf dem mobilen Sektor verliert der Konzern zudem immer mehr Konsumenten an boomende Smartphone- und Tablet-Spiele. (red, derStandard.at, 19.9.2013)

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