Booker Prize wird reformiert

Öffnung für Autoren aller Nationalitäten trifft auf gemischte Reaktionen

London - Der renommierte britische Booker Prize für Literatur, dessen diesjährige Preisträger am 15. Oktober bekanntgegeben werden,  steht künftig Autoren aller Nationalitäten offen. Ab 2014 können Schriftsteller aus der ganzen Welt mit der Auszeichnung geehrt werden - Voraussetzung bleibt, dass ihr Werk im Original in Englisch geschrieben und in Großbritannien erschienen ist. Bisher hatten nur englischsprachige Autoren aus dem Königreich, dem Staatenbund Commonwealth sowie Irland teilnehmen dürfen.

Die Ankündigung der Stiftung vom Mittwoch wurde am Donnerstag mit gemischten Reaktionen aufgenommen: Während die einen fürchteten, dass nun US-Autoren den Preis dominieren könnten, lobten andere die Ausweitung.

Der Preis wird seit 1969 vergeben und seit 2002 von der Investmentfirma Man Group gesponsert, davor von der Telefongesellschaft Orange. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehörten Hilary Mantel und Julian Barnes. Der Erstplatzierte erhält 52.500 Pfund (etwa 62.000 Euro).

Alle zwei Jahre wird zudem der mit 60.000 Pfund dotierte Man Booker International Prize an Autoren vergeben, deren Arbeiten in englischer Übersetzung auf dem Markt sind; 2013 wurde die US-Autorin Lydia Davis ausgezeiochnet. (APA, 19.9.2013)

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