Filmindustrie: Suchmaschinen verursachen Piraterie

19. September 2013, 11:05
  • Für die MPAA sind Suchmaschinen in hohem Maße mitverantwortlich für Content-Piraterie.
    foto: derstandard.at

    Für die MPAA sind Suchmaschinen in hohem Maße mitverantwortlich für Content-Piraterie.

Google und Co. sollen illegalen Angeboten jährlich fünf Milliarden Klicks bescheren

Die Motion Picture Assiciation of America (MPAA), Branchenverband der amerikanischen Filmindustrie, sieht Suchmaschinen wie Google als erhebliche Mitverursacher für Content-Piraterie. Die schließt man aus den Ergebnissen einer Studie (PDF), die man beim auf Digital-Marketing spezialisierten Unternehmen Compete in Auftrag gegeben hat. Heise berichtet.

Als Basis für die Ergebnisse dienen Clickstream-Analysen, die über das Verhalten von zwei Millionen Amerikanern und 200.000 britischen Usern Auskunft geben sollen. Außerdem stützt man sich auf eine zwölf Millionen Einträge fassende Datenbank, die Seiten führt, die in den vergangenen drei Jahren copyright-verletzende Inhalte angeboten haben sollen.

Suchmaschinen sollen oft für "Erstkontakt" sorgen

Fast drei Viertel – 74 Prozent - der Nutzer, die ihre Daten freiwillig zur Analyse bereitgestellt hatten, sollen über Suchmaschinen erstmals auf Piraterieangebote gestoßen sein. Bei jeder fünften Internetsitzung, bei welcher ein illegaler Download oder Upload erfolgt sein soll, sollen Suchmaschinen involviert gewesen sein, woraus die Studienersteller fünf Milliarden Seitenaufrufe pro Jahr errechnen. 82 Prozent jener Suchvorgänge, die letztlich zu widerrechtlich bereitgestellten Videos führen, sollen über den führenden Anbieter Google laufen.

Keine Auswirkungen durch Algorithmus-Änderung

Ebenfalls unter die Lupe wurde Googles Änderung der Seitenreihung in Suchergebnissen genommen. So werden einschlägige Angebote laut Google seit August 2012 heruntergestuft und scheinen erst später in den Ergebnissen auf. In der Praxis soll die Abwertung allerdings statistisch nicht nachweisbar gewesen und daher ohne Auswirkungen geblieben sein.

Google entfernte 50 Millionen Links

Google hat laut dem eigenen Transparenzbericht alleine vergangenes Jahr 50 Millionen Links wegen Copyrightverstößen auf Anfrage verschiedener Unternehmen und Verbände entfernt. Diese schicken regelmäßig Listen an den Netzriesen. Diese werden oft automatisiert erstellt, was bereits zu einigen skurrilen Vorfällen geführt hat.

Ende Juli hatte beispielsweise ein auf Antipiraterie spezialisiertes Unternehmen im Namen von Microsoft einen solchen "DMCA Takedown Request" übermittelt, auf dem unter anderem Microsoft-eigene Angebote aufgeführt waren. Regelmäßig verlangen MPAA und Co. von Google rigidere Maßnahmen im Umgang mit Piraterie-Angeboten. (red, derStandard.at, 19.09.2013)

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Jede Raubkopie tötet ein Einhorn!

Filmproduzenten verursachen Piraterie

Wenns keine Filme gäb, könnt ich mir auch nix illegal runterladen.

Im Grunde genommen wird Piraterie durch Copyright verursacht

gäbe es kein Copyright - gäbe es auch keine Piraterie :P

Alle sofort verhaften

Vor allem Menschen die sehen und/oder hören können. Wenn niemend hören könnte gäbe es zum Beispiel gar keine Musikpiraterie!

noob ... wer gibt download ein. name des hosters ... oder man hat ohnehin seine stammseiten

Vielleicht könnte man bei der Gelegenheit auch die Relevanz von Gehsteigen für den Drogenhandel auf der Straße untersuchen! Da ließe sich doch was machen!

HAHA ... so ein Blödsinn

da braucht es keine Suchmaschinen dazu. Die sind echt von vorgestern.

Ich traue mich wetten dass Computer oder Bildschirme sogar noch mehr Piraterie verursachen als Suchmaschinen. Bildschirme haben ihre Finger sogar bei 100% der Filmpiraterie im Spiel.

Schlimmer ist es noch bei Lautsprechern, diese sind bei 100% der Musikpiraterie und auch bei einem hohen Prozentsatz der Filmpiraterie mit verursachend.

versuchen sie es wieder mit neuer argumentation da sie noch immer nicht genug geliebt werden?

???
supermärkte sind schuld, dass kinder schlechte zähne bekommen, weil sie dort erstkontakt mit süssigkeiten haben?

Tatsaechlich sorgt die

Filmindustrie selbst fuer Piraterie. Wuerden sie aufhoeren, Filme zu produzieren, gaebe es nichts zu verbreiten, und das Piraterieproblem waere geloest. (Diese Argumentationslinie ist ungefaehr genauso geistreich wie die der MPAA)

gott der Artikel liesst sich ähnlich wie ne Drogendoku:

Fast drei Viertel – 74 Prozent - der Nutzer, die ihre Daten freiwillig zur Analyse bereitgestellt hatten, sollen über den FIXER erstmals auf Drogenangebote gestoßen sein. Bei jeder fünften Lokalsitzung, bei welcher ein Drogenkonsum erfolgt sein soll, sollen die FIXER involviert gewesen sein, woraus die Studienersteller fünf Milliarden Drogenkonsumfälle pro Jahr errechnen. 82 Prozent jener Suchtvorgänge, die letztlich zu widerrechtlich bereitgestellten Drogen führen, sollen über den führenden FIXER laufen.

Also ich habe derzeit:

Chrunchyroll (Angebot außerhalb der USA eingeschränkt) (5€/m)

Spotify (machte 95% meiner mit Mühe digitalisierten Musiksammlung (Kopierschutz auf vielen CDs) obsolet) (10€/m)

i-Tunes (Musikpreis i.d.R. angemessen, aber bei Filmen DRM und HDCP Gängeleien sowie höherer Preis als im Geschäft) (~15-20€/m)

Die meisten Serien, Anime, Manga, Filme & Webseiten sind aber hierzulande gar nicht verfügbar (Regionalcode/IP-Ländersperre) (Müsste man mit Tor/Proxy umgehen)

Ich will schon bezahlen, nur man lässt mich nicht immer. Auch brauch ich keine grausigen deutschen Synchros sowie Zensur.

DVDs/Blu Rays mit DRM/HDCP und entsprechende Player empfinde ich in Zeiten der Digitalisierung übrigens als Rückschritt und Gängelei.

Bücher hingegen konsumiere ich am liebsten immer noch analog zu Hause, wobei ich dennoch immer versuche mir eine digitale Version für unterwegs zu kaufen. Wird aber meistens nichts daraus, weil eben diese digitale Version zum Teil teurer ist als die Analoge Variante im Buchladen.

Meine Erkenntnis: Man ist nicht nur unfähig sich an die Digitalisierung zu gewöhnen Nein, man versucht auch mit gleich hohen bzw. teureren Preisen als im Einzelhandel, ein durch den technischen Fortschritt eigentlich zum Großteil obsoletes Geschäftsfeld am Leben zu erhalten.

Also stellen sich hier meines Erachtens Vertreter großer Konzerne gegen weltweite Verfügbarkeit, technischen Fortschritt und kapitalistische Logik. Kurzum: die empfinden das Netz als Feind.

Bücher hingegen konsumiere ich
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zwar ziemlich o/t, aber wundert mich immer mehr im sprachgebrauch ... bis vor kurzem war ich mir ziemlich sicher, bücher *liest* man. woher diese exzessive verwendung des wortes "konsumieren" bei allem?

Gute Frage. Nachdem beinahe überall von ''konsumieren'' im Zusammenhang mit div. Medien ließt, habe ich diesen Ausdruck wohl einfach ''automatisch'' übernommen. Ob in Zusammenhang mit Büchern sinnvoll oder nicht...

''ließt'' Also ein Duden bin ich keiner...

Wer ohne Fehler ist werfe den ersten Duden...

Kunde: Google fördert Kinobesuch

Weil ich gebe nicht xxx Euro für einen Kinobesuch aus, wenn ich mich nicht vorher über den Film informiert habe.

Ach wie gut, dass keiner weiss, dass die amerikanische Film- und Musikindustrie das ganze System selbst in die Welt gesetzt hat. Die haben schon in Filesharing investiert und es promoted, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Und dann hinterher so getan als haetten sie nie etwas damit zu tun gehabt.

Wer hier besserem Vertrieb, etc. fordert - vergesst es. Die haben sich das System selbst geschaffen, und solange das Geld abwirft, werden diese bigotten Vertriebler weiter so tun, als wuerden die das schlecht finden und aber gleichzeitig die Haende aufhalten, um das ganze Geld einzusammeln.

Haben Sie Quellen? wäre schwerst interessiert!

Clickstream-Analysen, die über das Verhalten von zwei Millionen Amerikanern und 200.000 britischen Usern Auskunft geben sollen <--- Private Schnüffler. garnichtmal unter dem Deckmantel Geheimdienst.

Werft euren IE von Bord, Ghostery, AdBlockEdge und JavaScript Blocker.
Blockt allen third party müll und 1x1 gifs...

zum Beispiel zuhause fürs ganze Wlan/ethernet als zentralen zugangspunkt wo gefiltert wird:
http://learn.adafruit.com/raspberry... t/overview

das könnte man auch noch mit Privoxy and Tor Proxy kombinieren.
http://www.gtkdb.de/index_7_2103.html

ich glaub ja eher, dass gott schuld ist. würde er jeden raubmordkopierer gleich mit einem blitz niederstrecken gäb's das problem nicht.
VERBIETET GOTT!!!

De mortuis nil nisi bene.

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