Google will den Tod austricksen

  • Google investiert erneut in die Gesundheitsbranche. Dieses Mal sollen lebensverlängernde Maßnahmen erforscht werden. Im Bild: Das Cover des Time Magazins
    screenshot: time magazine

    Google investiert erneut in die Gesundheitsbranche. Dieses Mal sollen lebensverlängernde Maßnahmen erforscht werden. Im Bild: Das Cover des Time Magazins

Unternehmen will sich mit der Verlängerung des Lebens auseinandersetzen

In einem kurzen Blogpost kündigte der Tech-Riese Google an, sich künftig auch etwas außerhalb seiner bisherigen Aufgabengebiete zu wagen. Google hat dazu ein Unternehmen namens Calico gegründet, das sich vorwiegend mit den Themen Gesundheit und vor allem Alterung und den damit einhergehenden Krankheiten befassen soll.

Millionen von Leben verbessern

Chef des Unternehmens wird Arthur D. Levinson sein, der ehemals CEO der Firma Genentech war und Vorstand bei Apple ist. Googles CEO Larry Page will damit die Themen Gesundheitsvorsorge und Biotechnologie vorantreiben. Er glaubt, dass man dadurch Millionen von Leben verbessern könne. Auch Apple-Chef Tim Cook gab dem Projekt seinen Segen und meinte, es gebe keinen, der besser für diese Aufgabe geeignet wäre als Levinson. "Ich bin gespannt auf die Ergebnisse", so Cook.

Große Ambitionen

Was Calico im Detail erforschen wird, ist noch nicht bekannt. Es dürfte sich bei dem Projekt jedenfalls um eine äußerst ambitionierte Angelegenheit handeln, denn Larry Page hat in einem Interview mit "Time" gemeint, dass sogar die Heilung von Krebs noch nicht das ist, was er sich mit Calico erhoffe. Ein Mittel gegen Krebs sei zwar wichtig, gehe aber nicht weit genug.

Keine Details

Der Google-Chef will mit Calico vor allem das menschliche Leben in seinem Ausmaß verlängern. Von Unsterblichkeit ist nicht die Rede, aber die Erforschung lebensverlängernder Maßnahmen soll eines der vielen Aufgaben von Calico werden. Mit den ersten Erfolgen in diese Richtung rechnet Page in zehn bis 20 Jahren. Details über die Anzahl von Mitarbeitern oder Firmensitz gibt es laut Reuters nicht.

Außerhalb des Kerngeschäfts

Google hat bereits vor Jahren in das Startup 23andMe investiert, ein Unternehmen, das von Sergej Brins Frau gegründet wurde. 23andMe beschäftigt sich mit der Analyse von DNS, um Menschen über potentielle genetische Gesundheitsrisiken aufzuklären. Es dürfe laut Page also keinen wundern, wenn Google auch mal in Bereiche investiert, die komisch oder spekulativ im Vergleich zu ihrem Kerngeschäft seien. (red, derStandard.at, 19.9.2013)

Share if you care