USA: Sechs Leichen in Autos am Grund eines Sees entdeckt

Ansichtssache

Zufallsfund bei Übung mit Sonargeräten in Oklahoma - Jahrzehntealte Vermisstenfälle vor Aufklärung

Chicago (Illinois) - In zwei zufällig entdeckten Autowracks in einem See im US-Bundesstaat Oklahoma hat die Polizei Überreste von sechs Leichen gefunden. Es könnte sich um seit Jahrzehnten Vermisste handeln. Wie US-Medien am Mittwoch berichteten, versuchen die Behörden nun, die Skelette mittels DNA-Proben zu identifizieren.

Eigentlich wollten die Beamten im Foss Lake im Bezirk Custer County nur ein neues Sonargerät ausprobieren, berichtete "NewsOK". Doch in der vergangenen Woche stießen sie in dem See auf die beiden völlig verrosteten und schlammbedeckten Wracks: einen Chevrolet, Baujahr 1952, und einen Chevrolet Camaro, Baujahr 1969.

Bei der Bergung am Dienstag entdeckten Taucher die sechs Skelette. Die Behörden hoffen nun, seit Jahrzehnten ungeklärte Vermisstenfälle klären zu können. In Frage kommende Verwandte gaben DNA-Proben ab. Ob die Opfer bei Unfällen oder Verbrechen starben, war nicht bekannt.

Mysteriöse Vermisstenfälle

Bei den im Camaro gefundenen Überresten könnte es sich um drei seit 1970 vermisste Teenager aus dem Ort Sayre handeln, meldete die Zeitung "Daily Elk Citian". Sheriff Bruce Peoples sagte, der Wagen könnte jener blaue Chevrolet sein, in dem ein damals 16-Jähriger zum letzten Mal gesehen wurde. Der Teenager wollte am 20. November 1970 nach Elk City fahren, um ein Footballspiel anzusehen. Zwei Freunde, ein 18-Jähriger und ein ebenfalls 18-jähriges Mädchen, begleiteten ihn. Die drei Teenager wurden nie wieder gesehen.

Der andere Wagen könnte Medienberichten zufolge in Verbindung mit einem anderen mysteriösen Fall stehen. Im Jahr 1969 verschwanden drei Menschen in der nahe gelegenen Ortschaft Canute. Einer von ihnen war der damals 69-jährige John Alva Porter. Seine Enkelin hofft nun, dass das Geheimnis seines Verschwindens gelöst ist. "Er war einfach verschwunden. Spurlos", sagte Debbie Mcmanaman dem Lokalsender KFOR. "Er hatte Geld auf auf der Bank, das Haus war in Ordnung, und er war einfach weg. Wir haben 40 Jahre nach ihm gesucht."

Ob das Rätsel endgültig gelöst werden kann, bleibt aber unklar. Die zuständigen Gerichtsmediziner warnten, dass es je nach Zustand der Skelette Tage oder sogar Jahre dauern könnte, bis die Toten identifiziert seien. (APA, 19.9.2013)

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