Syriens Regierung will über Waffenruhe verhandeln

20. September 2013, 07:13
  • Qadri Jamil, Vizepremier
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    Qadri Jamil, Vizepremier

  • Kämpfer der "Free Syrian Army"
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    Kämpfer der "Free Syrian Army"

  • Bashar al-Assad: Vernichtung der syrischen Chemiewaffen wird ein Jahr dauern
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    Bashar al-Assad: Vernichtung der syrischen Chemiewaffen wird ein Jahr dauern

Vizepremier: Bürgerkrieg steckt in Sackgasse - Irans Präsident Rohani bietet sich als Vermittler an

Damaskus/Moskau - Sollte es zu einer Syrien-Friedenskonferenz kommen, würde die syrische Regierung einen Waffenstillstand anstreben. Dies erklärte der syrische Vize-Premier Qadri Jamil in einem am Donnerstag online veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian". Der syrische Bürgerkrieg sei in einer Sackgasse angekommen, keine der beiden Konfliktparteien könne ihn noch gewinnen, sagte der für wirtschaftliche Angelegenheiten zuständige Jamil.

Die als "Genf-2" bekannte Konferenz hätte bereits zu Beginn des Sommers stattfinden sollen, war jedoch immer wieder verschoben worden. Ziel wäre die Suche nach einer politischen Lösung im Syrien-Konflikt. Ob und wann sie tatsächlich stattfinden wird, ist gegenwärtig ungewiss.

Kerry drängt

US-Außenminister John Kerry hat den UNO-Sicherheitsrat zu einer schnellen und umfassenden Resolution gedrängt. Das Assad-Regime müsse mit dem "stärkstmöglichen Mechanismus" der Vereinten Nationen zur Aufgabe seines Chemiewaffen-Arsenals gedrängt werden, sagte Kerry am Donnerstag in Washington. "Die Zeit ist knapp." Der Sicherheitsrat müsse bereit sein, kommende Woche zu handeln. Die UNO-Vollversammlung kommt am Dienstag zusammen.

Iran bietet sich als Vermittler an

Teheran sei bereit, den Weg zu Gesprächen zwischen Assad und den Aufständischen zu ebnen, schrieb Rohani in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Namensartikel für die "Washington Post". "Ich erkläre die Bereitschaft meiner Regierung, dabei zu helfen, den Dialog zwischen der syrischen Regierung und der Opposition ermöglichen", schrieb Rohani.

Das Vermittlungsangebot dürfte allerdings auf Skepsis bei der syrischen Opposition treffen: Die Regierung in Teheran gilt als enger Verbündeter von Assad.

"Müssen uns zusammentun"

Rohanis Namensartikel ist mit dem Titel "Warum der Iran einen konstruktiven Beitrag sucht" überschrieben. Der iranische Präsident legt darin auch seinen Ansatz für eine Beilegung der Spannungen in der Region des Nahen Ostens dar. "Wir müssen uns zusammentun, um auf einen konstruktiven nationalen Dialog hinzuarbeiten, ob in Syrien oder in Bahrain", schrieb Rohani. "Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, in der die Völker in der Region ihr eigenes Schicksal entscheiden können."

Lob von Putin

Kremlchef Wladimir Putin hat das Regime in Damaskus für dessen Zusammenarbeit bei der geplanten Vernichtung syrischer Chemiewaffen gelobt. "Derzeit sieht alles danach aus, dass Syrien unserem Vorschlag zugestimmt hat und bereit ist, in Übereinstimmung mit dem internationalen Plan zu handeln", sagte Putin am Donnerstag. Die syrische Regierung habe bereits praktische Schritte unternommen. "Ich kann nicht 100-prozentig sicher sagen, dass sie letztlich alles zu einem guten Ende bringen, aber was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben, stimmt uns zuversichtlich", sagte der russische Präsident bei einem internationalen Diskussionsforum. Moskau ist ein enger Partner von Damaskus.

Kämpfe zwischen Jihadisten und Rebellen

Auch am Freitag kam es zu Kämpfen zwischen verschiedenen Rebellengruppen. Im syrisch-türkischen Grenzgebiet versuchten Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) nach eigenen Angaben, die Milizionäre der Al-Kaida nahestehenden Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien(ISIS) aus der Kleinstadt Azaz zurückzudrängen. Die "Gotteskrieger" griffen in den Morgenstunden wiederum Gebiete in der Metropole Aleppo an, in denen eigentlich die Oppositionsarmee das Sagen hat.

Die Extremisten hatten am Mittwoch begonnen, Gebiete der strategisch wichtigen Ortschaft zu übernehmen. Als Reaktion darauf hat die Türkei bereits am Donnerstag zwischenzeitlich den nahe gelegenen Grenzübergang Öncüpinar in der Provinz Kilis geschlossen.

Syriens Oppositionsplattform Nationale Koalition verurteilte die Angriffe der Al-Kaida-Anhänger auf die "Kräfte der syrischen Revolution." Dieses Verhalten stehe im Widerspruch zu den Zielen der Revolutionäre, erklärte die Organisation.

Türkei sperrt Grenze

Heckenschützen seien auf den Dächern positioniert, hieß es, die Lage sei äußerst angespannt. Nach Schätzungen von Aktivisten vor Ort starben bei den Gefechten, die bereits seit Mittwoch andauern, bisher rund 100 Kämpfer auf beiden Seiten. Den nahe gelegenen und für Nachschub strategisch wichtigen Grenzübergang hätten die islamischen Extremisten bisher jedoch nicht erreicht. Berichten aus der Grenzregion zufolge schlossen die türkischen Behörden am Donnerstag die Grenzübergänge zu Syrien, lediglich Rettungsfahrzeuge wurden durchgelassen.

Buspassagiere getötet

Durch die Explosion mehrerer am Straßenrand deponierter Bomben wurden in der westsyrischen Stadt Homs mindestens neun Menschen getötet. Es handle sich um Insassen eines Kleinbusses, die in einem Konvoi mehrerer Fahrzeuge unterwegs gewesen seien, teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach ereignete sich der Vorfall an einer Straße, die das Zentrum von Homs mit einigen Ortschaften verbindet, die von Alawiten bewohnt werden. Dieser Strömung des schiitischen Islam gehört auch Staatschef Bashar al-Assad an.

In einem der Dörfer gab es den Angaben zufolge später Schusswechsel. Zudem sei in der nahen Ortschaft Al-Hula ein Angriff der Armee erfolgt, bei dem ein Kind und ein Erwachsener getötet worden seien. In der Region von Homs flog demnach auch die syrische Luftwaffe neue Angriffe.

Interview mit Assad auf Fox

Präsident Assad hat unterdessen persönlich zugesichert, die Chemiewaffen seines Landes zerstören zu lassen. Das werde jedoch ein Jahr dauern und eine Milliarde Dollar (fast 750 Millionen Euro) kosten, sagte Assad am Mittwoch dem US-Sender Fox. Er bestritt darin, dass sich Syrien in einem Bürgerkrieg befinde. Das Land sei vielmehr von zehntausenden mit Al-Kaida verbündete Jihadisten angegriffen worden.

"Ich denke, dass es technisch ein komplizierter Vorgang ist", sagte Assad zur Chemiewaffenvernichtung. "Und dafür ist viel Geld nötig, rund eine Milliarde." Die Vernichtung brauche zudem Zeit. "Dazu ist ein Jahr nötig oder etwas mehr." Seine Regierung sei jedenfalls nicht für den Giftgaseinsatz am 21. August nahe Damaskus verantwortlich sei. Dieser sei vielmehr ein Werk der Aufständischen gewesen. Laut UNO-Inspektoren wurde bei dem Angriff das Nervengift Sarin eingesetzt. Die USA gehen von rund 1.400 Toten aus.

Ringen um Umsetzung

Die USA und weitere westliche Staaten machen Assad für den Angriff verantwortlich. Die USA und Frankreich haben deshalb mit einem Militärschlag gedroht. Syrien hatte daraufhin einen russischen Vorschlag angenommen, sein Chemiewaffenarsenal unter internationale Kontrolle zu stellen und vernichten zu lassen. Derzeit wird im UNO-Sicherheitsrat um die Details eines Plans für die Umsetzung gerungen.

Erster Teil des Fox-Interviews mit Assad.

Syrien hat seinem Verbündeten Russland die Übergabe aller Informationen über seine Chemiewaffenarsenale innerhalb der vereinbarten Frist von einer Woche zugesagt. "Ich habe die Zusicherung erhalten, dass alles rechtzeitig zur Verfügung steht", sagte Russlands stellvertretender Außenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Es gebe keinen Grund, an der aufrichtigen Absicht der syrischen Führung zu zweifeln. Diese habe den UNO-Inspektoren bereits Beweise dafür übergeben, dass die Opposition Giftgas eingesetzt habe. "Dieses Material kann den Verlauf der weiteren Verhandlungen ändern", sagte Rjabkow.

Assad bestritt gegenüber Fox, dass ihn die Drohung mit einem militärischen Eingreifen dazu gebracht habe, der Vernichtung der Chemiewaffen zuzustimmen. Das sei ein Missverständnis: "Syrien würde sich nie einer Drohung beugen."

"Eine neue Art von Krieg"

Der syrische Machthaber forderte US-Präsident Barack Obama gleichzeitig auf, seinem Land nicht mehr mit einem Militärschlag zu drohen. Er solle vielmehr "auf den gesunden Menschenverstand" seines Volkes hören. Ein Großteil der US-Bürger ist gegen ein militärisches Eingreifen in den Syrien-Konflikt oder sieht dieses skeptisch.

"Wir befinden uns nicht in einem Bürgerkrieg", sagte Assad, "wir haben einen Krieg." Es sei eine neue Art von Krieg, in dem islamistische Rebellen aus mehr als 80 Ländern gegen seine Regierung kämpften. "Wir wissen, dass es zehntausende Jihadisten gibt." 80 bis 90 Prozent der "Untergrund-Terroristen" gehörten zu Al-Kaida oder seinen Ablegern.

Assad räumte ein, dass für den Beginn des Aufstands im Jahr 2011 syrische Rebellen ohne Verbindung zu Jihadisten verantwortlich waren. Seit Ende 2012 seien die islamistischen Extremisten aber in der Überzahl - gefördert durch finanzielle und politische Unterstützung aus dem Ausland. Der Bürgerkrieg war von Massenprotesten gegen den Polizei- und Geheimdienststaat ausgegangen, die Assad brutal niederschlagen ließ.

"Militärische Option weiter am Tisch"

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will trotz der jüngsten Einigung zwischen den USA und Russland an der Drohung mit einem Militärschlag festhalten. "Es ist wichtig, dass die militärische Option weiter auf dem Tisch liegt", sagte Rasmussen am Donnerstag. Die Voraussetzungen für ein Eingreifen der NATO seien aber nicht gegeben. Die Einigung der USA und Russlands, das syrische Chemiewaffenarsenal zu vernichten, nannte Rasmussen eine gute Nachricht und einen großen Schritt vorwärts. Langfristig könne es in dem Konflikt nur eine politische Lösung geben.

Zwei Millionen aus Deutschland

Deutschland hat zwei Millionen Euro für die Vernichtung der Chemiewaffen zugesagt. Das Geld geht an die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) in Den Haag, die für die Erfassung der Kampfstoffe, ihre Sicherung und die spätere Beseitigung zuständig ist. "Nach dem verheerenden Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ist ein Beitrag zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen eine Priorität unserer Außenpolitik", sagte Außenminister Guido Westerwelle am Donnerstag. Deutschland hat auch technische Hilfe bei der Vernichtung von Chemiewaffen in Aussicht gestellt. 

Frankreich will Waffen liefern

Frankreich hat erstmals erklärt, syrische Rebellen mit Waffen versorgen zu wollen. Sie sollten an Aufständische gegeben werden, die zwischen Regierungstruppen einerseits und radikalen Islamisten andererseits stünden, sagte Präsident Francois Hollande am Donnerstag bei einem Besuch in Mali. "Wir werden das (die Lieferung von Waffen) in einem breiteren Zusammenhang und mit mehreren Ländern gemeinsam in einem Rahmen tun, der kontrolliert werden kann", sagte Hollande. "Denn wir können nicht akzeptieren, dass Waffen in die Hände von Jihadisten fallen, gegen die wir hier (in Mali) gerade erst gekämpft haben."

Eine Bewaffnung der Rebellen ist unter westlichen Ländern unter anderem deswegen umstritten, weil die syrische Opposition zersplittert ist und unter den Rebellen islamistische Gruppierungen zuletzt an Stärke gewonnen haben. Daher wird befürchtet, dass westliche Waffen in die Hände radikaler Muslime mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida gelangen könnten. (APA, 19.9.2013)

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Warum legt Russland eigentlich die Beweise für die Urheberschaft der Giftgasangriffe durch die Islamisten nicht vor?

dafür, dass der Assad da grad zeigt, wie lang seine Nudel ist, schaut er eigtl ganz glücklich aus

In welch einer "Blase" lebt eigentlich der Diktator, wenn er meint, in seinem Land gebe es keinen Bürgerkrieg?

Was die im Artikel angesprochene Waffenlieferung durch Frankreich betrifft, wird dies, wen es heisst in breiterem Rahmen und von mehreren Ländern wohl so daraus nichts werden. es wäre aber schon ein Anfang wenn wenigstens Frankreich, und Großbritannien, falls da Cameron nach der Abstimmungsschlappe nicht zu viel "Angst" vor einer mutigen Entscheidung hat, die oppositionellen Kräfte mit Waffen beliefert und somit gemeinsam mit Frankreich und den USA dafür sorgt, den Druck auf den Despoten zu verstärken um diesen zu Verhandlungen zu zwingen an deren Ende ein möglichst schnelles Abdanken von Assad stehen sollte um den Weg von einer Diktatur zu einer Demokratie westlichen Zuschnitts zu ebnen.

Glaubwürdigkeit

Assad: 98%
US-UK-F: 0%

Die nächste Lügenstory aus der Assad Giftküche entlarvt worden.
Dale Gavlik hat nie an dem Artikel bei mint press mitgeschrieben.
Eine weitere Unwahrheit entlarvt.
Aja, Assad ist glaubwürdig :D
Er ist ja "völlig unschuldig" was die Giftgasattacke betrifft.
Ja sicher.

an Leim kann man nicht nur schnüffeln ;-)

Nur zwei Beispiele von vielen:
1. Das türkische Staatsfernsehen (!) TRT berichtet seinem Bildungsauftrag als öffentlich rechtliches Medium entsprechend über Greueltaten der Syrischen Armee - peinlich nur, dass das Video tatsächlicher Zeit & Ort höhnt, zwei arme mexikanische Handlanger von Drogenkartellen zeigt und sie spanisch sprechen.... uuups - nur, was hat die Öffentlichkeit "erfahren" und was bleibt hängen?
http://www.youtube.com/watch?v=Z6R1iegugCo

2. Monatelang hat er die die Öffentlichkeit zum Narren gehalten und so eine - veröffentlichte Meinung manifestieren können, ein bisschen "Respekt" vor dem Schurken sei angebracht
http://www.youtube.com/watch?v=-YWybvUehMc

dass die Terroristen verlogene Hetzer sind ist ja mehr oder weniger bekannt, aber dass die türkische Regierung dasselbe macht ist schon immer wieder aufs Neue schrecklich ...

also ernsthaft klingt das obige ja nicht gerade. hier formieren sich die ohnedies schon alliierten. da fehlen einige auf der bühne.

also: soll der krieg weitergehen? ich finde, die arabische welt und sonstige "vorposten" der westlichen welt haben schon genug dreck am glaubens-stecken. sind wir jetzt endlich im 21. jahrhundert angelangt?

und gibt's denn nicht immer noch die forderung des rücktritts assads - bzw. glaubwürdige änderungen im rechts- und demokratiesystem, sodass kein mensch mehr mit todesstrafe rechnen muss, wenn er oder sie sich politisch engagiert. schluss mit der abschlachterei!

Tunisian girls return home pregnant after ‘sexual jihad’ in Syria

A number of Tunisian girls who had travelled to Syria to perform “sexual jihad” there have returned back home pregnant, Tunisian Interior Minister Lotfi Bin Jeddo said on Thursday.

The Tunisian girls “are (sexually) swapped between 20, 30, and 100 rebels and they come back bearing the fruit of sexual contacts in the name of sexual jihad and we are silent doing nothing and standing idle,” the non-partisan minister said during an address to the National Constituent Assembly.

Die Quelle völlig unverdächtig Propaganda gegen die Rebellen zu betreiben:
http://english.alarabiya.net/en/variet... gnant.html

Jetzt wird es aber echt skurril..

Traurig, dass auch die Türkei diese Propaganda vorantreibt und Relegionsterroristen a la Al-Nusra, Al-Kaida ... durchschleust und verarztet, nur um dem nicht-sunnitisch regierten Syrien zu schaden.
Gebetsmühlenartig einseitige Berichterstattung - Mutation zum Medienkrieg, Stigmatisierungen von Anbeginn an klar, einseitig und vehement.
Jetzt die gerufenen Geister -eine erfolgreiche Infiltration einer geordneten und gelungenen Multiethniengesellschaft durch fundamentalistische Terroristen deren Gewaltfantasien und Taten den abgeprüdesten Horrorregiseur umhaut - der Traum eines radikalen Gottesstaates für Irak und Syrien berauscht sie und die Drogen dazu kommen aus Katar und Saudi Arabien.Aber ist das schon Alles oder reicht die Kette weiter?

An der syrischen Regierung wäre eine Friedenskonferenz bis jetzt noch nicht gescheitert,

eher an der militanten "Opposition" und deren Verbündeten USA.
Wenn die Türkei jetzt auch die Grenzen dicht macht und zu den Militanten auf Distanz geht, könnte das die Stunde der besonneneren Regionalmächte Iran und Russland werden. Syrien hat genug geblutet.

Solange Assad glaubt militärisch siegen zu können, hat er kein Interesse an Frieden.
Bisher hat Assad immer nur eines gewollt, den militärischen Sieg.

Genug geblutet, Ja! Aber der Ausbruch dieses Konfliktes kann man sicher nicht den USA und seinen Verbündeten anlasten. Und dass die "Bösen" ja auch Verhandlungen anstreben, liegt es jetzt an allen Beteiligten Verhandlungen zu realisieren und Waffenlieferungen an Alle auszusetzen!

warum kann man den ausbruch des konfliktes nicht " den USA und seinen Verbündeten anlasten"?

Aber ja dooochhhh

Das brave Regime in Damaskus hat seit Jahrzehnten (bei AI nachzulesen, siehe Katalog der Menschenrechtsverletzungen) bewiesen wie es traditionell mit der Opposition umzugehen weiss. Schiessbefehl auf Demonstranten als herausragendes Beispiel oder wie schon der Vater Asads auch mal mit Panzern einfach drüberfahren. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm....und so hat der Sohn erst mal auf oppositionelle Demonstranten erschiessen lassen und als das immer noch nicht reichte, halt gleich mal schwere Waffen eingesetzt.

Fehlt eigentlich nur noch, dass Sie hier behaupten, der Diktator in Damaskus verteidige eine freiheitlich demokratische Grundordnung.....

Mitten im Pulverfass

Was ist nur aus einem Land,das jahrelang als eines der sichersten und kulturell gernbereisten der Welt galt,geworden?
Hier haben verschiedene Ethnien friedlich zusammengelebt - Aleviten,Sunniten,Christen.
Wo sonst in dieser Region wurden Kirchen, Moscheen schlichtweg als "Tempel" bezeichnet und so weit respektiert, dass selbst Moslems oft im Vorbeigehen in einer Kirche ihr Gebet verrichteten?
Wenn man die Nachbarstaaten und deren Agitation betrachtet, ist unschwer zu erkennen, dass die letzten 2 Nicht-Fundamental-Sunnitischen Staaten dieser Region den Salafisten/Wahabisten v.a. aus Katar und dem Saudi-Clan-Arabien ein Dorn im Auge sind - das ließ sie schon seit jeher schäumen vor Wut, nur Diplomatie verbietet derlei offene Zurschaustellung

Jetzt tuens nicht so

Auf Syrien hatte die ganze Welt ständig ein Dorm im Auge, weil best friend von Iran.

die US administration scheitert kläglich wenn es darum geht einmal via verhandlungen Lösungen zu finden

sie ist es scheinbar gewohnt immer nur mit Muskelspielchen und Gewalt zu agieren - jetzt läuft sie Panik weil das eigene Volk da nicht mehr mitspielt. Cameron wurde durch sein Parlament etwas ruhig gestellt-aber er wird schon wieder vehement chapter 7 fordern - so wie merkel schon von "robusten" UN Mandat spricht(das IST chapter 7 in orwell'scher Neusprache) und frankreichs Hollande sollte sich psychiatrisch untersuchen lassen- oder sind die alle durch NSA Spionageergebnisse erpresst?...und plötzlich wird Russland zur diplomatischen Grossmacht auf denen die Hoffnungen der vernünftigen menschen ruhen...es schaut nach beginnenden Zusammenbruch der USA und seiner Vasallenstatten aus- leider sind wir da auf der falschen Seite :-((

Einiges von dem ..

was Sie schreiben ist richtig. Aber, mit den "Muskeln" spielen alle Großmächte und haben das doch die letzten Jahrzehnte oftmals gemacht. Auch Russland hat Kriegsschiffe, so wie auch Andere, nahe dem Krisengebiet in Stellung gebracht!
Aber, keine Angst, Sie stehen ja auf der richtigen Seite, oder?
Abgesehen davon hat Russland schon immer sehr gute Diplomaten gehabt genauso wie auch die USA und andere Staaten. Aber keiner der angesprochenen Staaten hat ausnahmslos Gute gehabt!

Etwas Wirr Ihr Kommentar und ziemlich durchsichtig. Wäre der UN-Sicherheitsrat nicht, seit bald drei Jahren vom Waffenlieferanten des Diktators in Damaskus - also Russland, blockiert worden, hätte

der Druck auf die Diktatur, zu einer politischen Lösung, längst aufgebaut werden können. Oder haben Sie ganz vergessen, dass das Regime von Anfang an auf Demonstranten schiessen liess, mit schweren Waffen Städte bombardierte als noch keine Dschihadis im Land waren. Das gibt jetzt sogar der Diktator selbst zu. Die UN-Vollversammlung hat übrigens mehrmals, von Anfang an, das Regime verurteilt - leider kam es zu keiner Resolution weil eben dieser Waffenlieferant das Veto einlegte. Darüberhinaus reichern Sie Ihren Schwanengesang, der lediglich jede Kritik am an der Diktatur auszublenden versucht, mit dem übliche Anti-West und Anti-US Parolen an. Sie sollten wirklich mal unter den realen Bedingungen Ihrer "Hoffnungsregime" leben dürfen.....

wow Sie reden von wiir und durchsichtig ??? mag sein ;dass mein Kommentar wirr ist ,weil ich die Situation in Syrien nicht begreife...was ich immerhin mit Obama teile !!! ... durchsichtig sind nur IHRE Kommentare ,,,die so klar wie durchsichtig es nur sein können ... den hoch motivierten Aktivisten -wie Sie es sind -für eine der vielen Interpretationen als neutrale und relevante Quelle zu vertrauen ...hier in Österrreich ..in einem guten medium ...sie haben wahrlich maximal ROT verdient !! aber wenn Sie bezahlt sind pro posting ..dannversteh ich Sie ...Geld ist Geld ,,und manchmal braucht man es für die Familie ...was auch immer peinlich man dafür tuen müssen ...mein Verständnis haben Sie

Um in Syrien die Alkaida zu vertreiben muss man die Finanzhilfe dieses vereines aus Saudi Arabien einstellen, denn von wo sonst bekommen die Gelder Waffen und Nahrung?
das die Waffen aus der EU USA für die Alkaida Rebellen mittlerweile mit Saudischen und Katars Gelder finanziert werden ist Sonnen klar.
http://www.spiegel.de/politik/a... 23396.html

also ist die Frage Warum der Westen die Terroristen von 11.09. in denn letzten 12 Jahren nicht bekämpft sondern Voll ausgerüstet hat um andere Länder zu Überfallen.

Unsinn.....

Saudi Arabien, Katar und jetzt wohl noch vermehrt der Westen, beliefern die FSA und NICHT die al-Nusra Front, Isil oder andere Dschihadistische Gruppen. Und weil Sie sich ja so heftig Ereifern für die militärische Bekämpfung von Dschihadisten - Unterstützen Sie natürlich ganz bestimmt die Bekämpfung solcher in Pakistan und Afghanistan.

Nicht? Nöööö, dass dann doch nicht, schliesslich kämpft dort nur der „gemeinsame Feind“ die Amis/Westen gegen Dschihadis. Ist doch sonnenklar.....

Es ist aber auch schwierig dem Diktator in Damaskus die Stange zu halten ohne offen auszusprechen, dass man eigentlich eine Diktatur unterstützt. Da muss man halt drumrum lavieren.

wer beliefert "die al-Nusra Front, Isil oder andere Dschihadistische Gruppen"?

"Bis zu einer Milliarde Euro investierten vor allem Sympathisanten aus Katar in die Truppe. Geld, das in Waffen, in die Bezahlung von Kämpfern und auch in Hilfsprojekte für die Bevölkerung investiert wird."

http://www.zeit.de/politik/a... usra-front

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