Spanien im Semifinale, Serbien vorgeführt

  • In der entscheidenden Phase des EM-Turniers ist der Titelverteidiger anscheinend voll da.
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    In der entscheidenden Phase des EM-Turniers ist der Titelverteidiger anscheinend voll da.

90:60, Führung betrug bis zu 40 Punkte - Frankreich fightet Gastgeber Slowenien nieder

Ljubljana -  Frankreich nach einem 72:62 (26:24) mit einem Tony Parker in Höchstform gegen Gastgeber Slowenien und Titelverteidiger Spanien haben am Mittwochabend das Semifinale bei der Basketball-Europameisterschaft der Herren erreicht. Die beiden Teams treffen somit am Freitag  in Ljubljana im Kampf um den Einzug ins Endspiel aufeinander. Es handelt sich dabei gleichzeitig um eine Neuauflage des Finales von 2011.

Für Slowenien endete der Traum von der ersten EM-Medaille oder sogar vom Titel wie für Litauen vor zwei Jahren vor eigenem Publikum bitter und bereits im Viertelfinale. Damit bleibt Deutschland weiterhin der bis dato letzte Ausrichter, der auch Europameister wurde. Das war vor inzwischen 20 Jahren in München der Fall.

Die Slowenen legten sofort mit jenem Tempo-Basketball los, der sie auch ins Viertelfinale geführt hatte. "Les Bleus" standen jedoch um nichts nach. Schwache Trefferquoten auf beiden Seiten, für die freilich auch beinharte Defensivarbeit sorgte, zeigten, dass einiger Druck auf den Teams lastete.

Der Kampf auf Biegen und Brechen setzte sich nach der Pause fort. Aber Frankreich, dirigiert von Parker, der außerdem als Scorer (27 Punkte am Ende) gewohnt viel Verantwortung übernahm, setzte sich erstmals ab. Die Heimischen liefen einem 26:36 (24. Min.) hinterher. Nach 30 Minuten schien bei 45:50 wieder alles offen, ehe Frankreich im Schlussviertel den Sack zumachte. Einem neuerlichen Zehn-Punkte-Rückstand konnten die Gastgeber nicht mehr kontern - auch, weil ihr Topstar Goran Dragic trotz 18 Punkten nicht seinen besten Tag hatte.

Lehrgeld für junge Serben

Am frühen Abend hatte Spanien der Auswahl Serbiens eine Lehrstunde erteilt. Der Titelverteidiger führte das mit einem Durchschnittsalter von 24,2 Jahren jüngste Team im Turnier beim souveränen 90:60 (48:23) vor. Der amtierende Europameister, der die beste Defensive im laufenden Turnier stellt, hatte zwischenzeitlich für ein EM-Viertelfinale rekordverdächtige 40 Zähler (71:31 / 28. Min.) zwischen sich und den Gegner gelegt, der von Beginn an nicht den Funken einer Chance hatte. Schon nach zehn Minuten war es 21:5 gestanden.

Der von den Außenspielern Sergio Rodriguez (22) und Rudy Fernandez (19) angeführte Titelverteidiger kam zum richtigen Zeitpunkt der Europameisterschaft voll auf Touren. Auf serbischer Seite lief das erste Viertelfinale auch am ehemaligen Traiskirchner Nemanja Bjelica (zwei Punkte von der Freiwurflinie) völlig vorbei.

Mit dem Einzug des amtierenden Champions ins Semifinale steht fest, dass auch der EM-Siebente das Ticket für die Weltmeisterschaft 2014 bucht. Spanien ist als Gastgeber automatisch qualifiziert.

Am Donnerstag spielen Kroatien und die Ukraine (17.45 Uhr), Österreichs Gruppengegner in der EM-Qualifikation im vergangenen Jahr, und zum Abschluss Litauen und Italien (21.00 Uhr) um die weiteren Plätze unter den letzten Vier bei EuroBasket 2013. (APA, 18.9.2013)

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