Das Ende aller Erdbewohner

Unser Planet soll zumindest noch 1,75 Milliarden Jahre Leben beherbergen können - Der Mars wird dafür in die habitable Zone rücken, wenn die Sonne wächst

London - Sollten die Menschen die Erde nicht unbewohnbar machen, sollte sie noch wenigstens 1,75 Milliarden Jahre lang Konditionen bieten können, um Leben zu beherbergen. In spätestens 3,25 Milliarden Jahren wird sie durch die heißer und größer werdende Sonne vollkommen tot sein. Komplexes Leben, etwa Menschen, werde allerdings viel früher verschwinden. Die im Fachblatt "Astrobiology" publizierten Berechnung von Forschern der University of East Anglia basieren auf dem Konzept der "habitablen Zone", die eine Entfernung eines Planeten zu seinem Stern beschreibt, in der flüssiges Oberflächenwasser möglich ist.

Die Evolution der Menschen benötigte demnach 75 Prozent der habitablen Lebenspanne der Erde - relevant auch für Annahmen zu Leben anderswo im All. Exoplanet Gliese 581d verfüge etwa über eine sehr lange habitable Spanne von über 40 Milliarden Jahren. Zum "Auswandern" böte sich der Mars an: Er ist in der Nähe und "wird bis zum Ende der Lebensspanne der Sonne in sechs Milliarden Jahren in der habitablen Zone bleiben", so die Forscher. (pum, DER STANDARD, 19.9.2013)

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