Das Ende aller Erdbewohner

19. September 2013, 11:55

Unser Planet soll zumindest noch 1,75 Milliarden Jahre Leben beherbergen können - Der Mars wird dafür in die habitable Zone rücken, wenn die Sonne wächst

London - Sollten die Menschen die Erde nicht unbewohnbar machen, sollte sie noch wenigstens 1,75 Milliarden Jahre lang Konditionen bieten können, um Leben zu beherbergen. In spätestens 3,25 Milliarden Jahren wird sie durch die heißer und größer werdende Sonne vollkommen tot sein. Komplexes Leben, etwa Menschen, werde allerdings viel früher verschwinden. Die im Fachblatt "Astrobiology" publizierten Berechnung von Forschern der University of East Anglia basieren auf dem Konzept der "habitablen Zone", die eine Entfernung eines Planeten zu seinem Stern beschreibt, in der flüssiges Oberflächenwasser möglich ist.

Die Evolution der Menschen benötigte demnach 75 Prozent der habitablen Lebenspanne der Erde - relevant auch für Annahmen zu Leben anderswo im All. Exoplanet Gliese 581d verfüge etwa über eine sehr lange habitable Spanne von über 40 Milliarden Jahren. Zum "Auswandern" böte sich der Mars an: Er ist in der Nähe und "wird bis zum Ende der Lebensspanne der Sonne in sechs Milliarden Jahren in der habitablen Zone bleiben", so die Forscher. (pum, DER STANDARD, 19.9.2013)

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beim Lesen,

musste ich an die Star Trek Folge denken in der Picard das Flötespielen lernt. In der Folge darf er ja das Ende eines Planeten aufgrund von der zu starken Aktivität seines Sternes miterleben.

ich fühl mich grad so nerdig..... aber ich hab mir genau die folge vor ca 1 woche am sonntag nachmittag in der restfetten gegönnt.....einfach super!

eine der schönsten STNG-Folgen

beim lesen,

an die experten...

40 mrd jahre? kann ein stern (brauner zwerg?) tatsaechlich solange fusionieren? das universum soll es gerade mal laeppische 13,7 mrd jahre geben. das wuerde aber einige nachteile fuer leben im gliese system zeitlich wieder ausgleichen :)

Ein brauner Zwerg ist kein Stern, da er eigenstaendig keine Kernfusion aufrechterhalten kann.

Rote Zwerge sind die kleinsten Sterne, und da kleine Sterne eine laengere Lebensdauer haben als grosse, wurde bisher noch kein Roter Zwerg gefunden der am Ende seiner Lebensspanne angekommen ist.

Ein einziger Fund eines ausgebrannten Roten Zwerges wuerde die Urknall-Theorie widerlegen, denn sie alle 'Leben' laenger als das Universum alt ist....

danke für die antwort!

ich mach mich dann mal auf die suche nach einem ausgebranntem roten zwerg ;)

Die kleinsten Roten Zwerge haben eine 'Lebenerwartung' von Billionen, also mehreren 1000 Milliarden von Jahren!

Sie werden die einzigen und letzten leuchtenden Objekte im ansonsten voellig dunklen und kalten Universum sein.....

Wenn man die technologische Entwicklung in den letzten 2000 Jahren ansieht, dann kann man sich ja ungefähr vorstellen, wo die Menschheit in "nur" 100.000 oder 1 Mio Jahren stehen wird. Bis die Erde wirklich unbewohnbar wird, haben sich die Menschen wohl schon längst wo anders hin ausgebreitet oder Möglichkeiten unter jetzt lebensfeindlichen Bedingungen zu überleben.

Natürlich nur, wenn wir bis dahin den Drang uns gegenseitig zu bekriegen und auszulöschen, besser beherrschen können, da die Möglichkeiten dafür ja auch immer besser und effektiver werden im Laufe der Zeit.

gor so einfach wirds net werden, falls wir keinen weg finden, den einstein ausser kraft zu setzen.

Kann mir bitte jemand diesen Satz erklären?

"Die Evolution der Menschen benötigte demnach 75 Prozent der habitablen Lebenspanne der Erde - relevant auch für Annahmen zu Leben anderswo im All"?

über den stil, mag ich nichts sagen, aber eine erklärung kann ich geben (die astronomen mögen mich korrigieren, sofern ich falsch lege):

die habitale zone ist abhängig von der sonne bzw. der energie, die von der sonne ausgeht. d.h. ganz am beginn war diese energie schwächer, die habitale zone daher näher an der sonne als heute. am ende des lebenszykluses dehnt sich die sonne aus und wird zum roten rießen. damit wandert die habitale zone nach außen.

gleichzeitig benötigen komplexe lebensformen einige millionen jahre um zu dem zu werden was sie sind (evolution). dh. die HERAUSBILDUNG inelligenter lebensformen, nimmt etwa 75% der zeitspanne, in der sich ein planet in der habitalen zone befindet, in anspruch.

Danke für die Erklärung für die Langsamen unter uns, jetzt hab ich's auch :-)

in 1 Mrd Jahren hat sowieso jeder sein eigenes Sonnensystem.

In den 60er Jahren dachte jeder, anno 1980 hätte jeder sein eigenes Flugzeug und 2000 sein eigenes Raumschiff. Irgendwie waren die ökonomischen Verhältnisse dagegen...

AHHHHH, ich will noch nicht sterben!!

Dann pass auf wenn du über die Strasse gehst :-)

Lustige Studie

Volkschulwissen aus der Hauptreihensterne: Alle 100 Mio Jahre steigt die Strahlungsleistung der Sonne um 1%. Grund dafür ist das sich die Fusionszone im Kern ausdehnt. Mehr Energie produziert wird. Und die dann als Wärme abgestrahlt wird. Die 1% / 100 Mio Jahre sind ein Meßwert der mit der theoretischen berechnung übereinstimmt. Das heißt in 900 Millionen Jahren ab heute überschreitet die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche den für höhere Lebewesen kritischen Wert von 30°C (Bounama, 2004). In rund 1,5 Mrd Jahren werden 100°C erreicht. Haben die Astrobiologen wieder erfolgreich verdrängt. Eine Zeitdiebstahlstudie.

Aber es geht ja nicht nur um die habitable Zone. Die Erde kühlt sich ab, irgendwann wird der Punkt erreicht sein, dass der Dynamoeffekt zusammenbricht und es kein Magnetfeld mehr gibt.

Kein Magnetfeld bedeutet, dass die kosmische Strahlung die Luftmoleküle ionisieren und über die Magnetfeldlinien der Sonne (die nun ungehindert die Atmposphäre durchdringen) "weggetragen". Dadurch verliert die Erde ihre Atmosphäre. Abschätzungen sprechen hier von einem Zeitraum von 1 Milliarde Jahre.

Lngfristig gesehen sinkt der CO2-Wert in der Atmosphäre. Irgendwann wird der Wert so niedrig sein, dass die meisten heute vorkommenden Pflanzen nicht genug CO2 vorfinden. Schon heute gibt es Pflanzen die mit niedrigeren Werten zu recht kommen. Aber in ca. 250 bis 500 Millionen Jahren sterben sie auch aus. Dann gibts Photosynthese nur noch durch Bakterien. Etwa 750 Millionen bis 1 Milliarde später folgen auch die.

Ja, bitte, noch weniger Zeit !

Da sind wir hoffentlich rechtzeitig im Paradies. (Wie ist denn das Wetter dort ?)

In 1,9 Mrd Jahren soll die Temperatur hierzulande 100°C betragen. Da nutzt ein Ventilator auch nix mehr.

bei allen TV-Konfrontationen hört man dazu kein Wort. Wie sicher sind denn die Pensionen unserer Nachfahren?

Wobei davon auszugehen ist das es in 1 Milliarde Jahren keine Menschen mehr gibt. Die Evolution geht ja weiter unsere eigene Art gibt es erst seit 800 Tausend Jahren man von einer weiter Entwicklung in der selben Zeitspanne ausgehen.

Vielleicht ein paar in Zoos am Mars - als lebende Fossilien von der guten alten Erde...

Theoretisch

Okay,wir sind in der Evolution und einige werden sicher
dann dort sein (zur richtigen zeit am richtigen ort)
Aber Träumen darf man immer........
<°))))))><

... in einem Restaurant am Ende des Sonnensystems...

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