Ederers Abgang: Die Siemens-Welt

Kommentar | Luise Ungerboeck
18. September 2013, 18:38

Und weg ist die "rote Gitti"

Als der Siemens-Konzern im Korruptionssumpf zu versinken drohte, waren unverbrauchte Gesichter willkommen. Je größer der Abstand zur früheren Managementriege, desto besser. Das war die Stunde des Peter Löscher und der Brigitte Ederer. Mit ihnen gelang es dem Konzern tatsächlich relativ rasch, den ruinierten Ruf aufzupolieren. Und weil die einst ehrwürdige Telegrafenanstalt besonders brav und vorbildhaft sein wollte, reüssierten sogar Frauen, wo früher ausschließlich (männliche) Techniker werkten oder Juristen, allenfalls Betriebswirte. Jedenfalls Siemensianer mussten es sein, die im Konzern die Ochsentour absolviert, das Klinkenputzen zur Perfektion gebracht und die entsprechenden Netzwerke innerhalb der Siemens-Welt geknüpft hatten.

Nach der Volte will der in dieser Welt an die Siemens-Spitze aufgestiegene Finanzer Joe Kaeser den Konzern mit seinen 370.000 Beschäftigten wieder zur Ruhe bringen, wie er im August sagte. Dazu gehört offenbar das traditionelle Geben und Nehmen. Der 71-jährige Aufsichtsratschef Gerhard Cromme darf den Elektromulti weiterhin kontrollieren, muss sich dafür aber mit der Gewerkschaft IG Metall arrangieren. Die lässt ihren starken Arm im Siemens-Betriebsrat spielen - und dessen Stimmen braucht der Präsident für seine teils heftig kritisierten Entscheidungen im Aufsichtsrat. Kaschiert wird alles durch Aufgabenverschiebungen im Vorstand - und weg ist die "rote Gitti". (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, 19.9.2013)

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Wer ist wo bekannt als "rote Gitti"?

Dort im Vorstand war sie eher Vorstandsmitglied und
keineswegs eine "Rote"

nur österreichische "Partei-Dümmlinge" aus VP und FP können einen Menschen, der sich eine Zeit im "roten Lager" das für den Rest des Lebens nicht verzeihen ....
Immerhin hatte sie so scheint es Ecken und Kanten, wenn sie ausgerechnet den Gewerkschaftern zuwider war ....

Das hört man von abgetretenen ÖVP-Zniachtln auf Versorgungspostrn nie sagen!
wo wäre den der "Pater Willi" Molterer schon einmal "angeeckt" ....u.s.w.

Millionen Betrogen, Tausende entlassen. Wer macht so was?

Der Wind bei Siemens hat sich sicher gedreht und da ist wenig Platz für Sozialromantik , ein Grund sind wohl die noch anhängigen Geschäftsprobleme der letzten Jahre ....

mit der "Sozialromantik" hätte sie die Gewerkschafter aber eher NICHT gegen sich aufgebracht ??

LOL

Brigitte Edere Symbol der Verfilzung von Firmen und Staat, hat geholfen Siemens aus korruptionsumpf herraus zu ziehen.
sehr witzig.

Wer je bei Siemens in gehobener Position (Abteilungsdirektor aufwärts) gearbeitet hat (sicherlich alle hier Postenden), wird sicherlich die Erkenntnis eines politischen Intrigenstadls bestätigen können.

Gitti for Bundespräsidentin !!!

wieso wollens wem rausschmeissen

oder habens wem bestochen

2 mal in dem Posting in die pöse Dativ Fälle gefallen ...
Und den Rest soll man auch noch ernst nehmen????

WEN NICHT WEM !!!

Wieso wollen sie wen rauschmeissen... nich wem !! dieser Wiener Dativfehler ist das Letzte..

Nein, man denkt voraus ;-)
Könnte aber auch ihr Gatte kandidieren ...

Der Korruptionsskandal bei Siemens ist nie aufgeklärt worden - nur vertuscht.

Man hat die Strafe bezahlt und das war es dann.

Angebliche 5 Millionen Abfindung...

... für sowas is dann natürlich immer bissl Kleingeld da!

eh die von ihr vor die türe gesetzten werden die fürstliche abfindung

der "roten gitti" sicher verstehen....

http://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI

Unverbrauchte Gesichter...

sehen anders aus als das Konterfei der Frau Ederer.

Ist in Frankreich schon anklage erhoben worden?

Bei Siemens hat die Korruption nie aufgehört.

Wie sie hineinkommplementiert ist...

...ist sie wieder hinauskommplementiert worden !

Zwei Mal falsch geschrieben ist trotzdem nicht richtig.

kann sie aber eh dankbar sein, immerhin kommt sie so ncoh mal ohne jegliche Leistung zu weiteren 5 MILLIONEN Euro, die ihr zum Abschied geschenkt werden, nachdem sie qualifikationsfrei Jahr für Jahr Millionenbeträge lukrieren durfte - die Möglichkeit Einflußnahme auf Entscheidungsträger nehmen zu können, ist eben richtig viel wert, viel mehr als jede ehrliche - noch so harte - Arbeit!

Wenn das Netzwerk zu bröckeln beginnt,

weil sich die ehemaligen Kollegen in die Politikerpension verabschieden, dann wird man halt entbehrlich.
Ist weiters nicht tragisch. Die Ederer hat ausgesorgt und es gibt genug Politiker, die einen derartigen Wechsel in die Privatwirtschaft anstreben.

Die hat uns mit dem "Ederertausender" sehr viel mehr geschadet, asl sie mit dem Konzern je anrichten könnte.

Hochlietner...

... hat im Kreisky Fahrwasser und danach viele Jobs in Österreich geschaffen, und Eigenständigkeit der Österreich-Tochter gesichert.
Es gab Wetschöpfungszentralen hier und nicht lediglich verlängerte Werkbänke.
Was ist davon noch übrig?

Ich bin kein Simensianer und konnte mir bisher nicht vorstellen, in diese Innenwelt mit enggedachtem Verhaltensmuster einzutrete.
Doch dennoch meine ich, im Sinne oben des gesagten gabs durchaus Respektables.

Brigitte Ederer als unverbrauchtes Gesicht ist interessant.

Während der als "Korruptionssumpf" bezeichneten Periode war sie Generaldirektorin in Österreich und hat von allem nichts gewusst. Sagt sie.

unsere Leistungsträger wissen und wussten doch nie von was...

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