Zeitschriftenverband: Mehr ORF-Onlinewerbung "unverschämt"

Schleusen für ORF im Web nicht weiter öffnen, fordert der Präsident des Zeitschriften- und Fachmedien-Verbands

Wien - Neben dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) steht auch der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedien-Verband (ÖZV) dem ORF-Strategiepapier "ORF 2020" ablehnend gegenüber. "Wenn der Gesetzgeber die Schleusen für den ORF am digitalen Medienmarkt weiter öffnet, hat dies negative Auswirkungen auf die heimischen Zeitschriften und Fachmedien. Je breiter sich der ORF im Web inhaltlich aufstellt, desto mehr Wasser gräbt er Fachmedien und Special-Interest-Plattformen ab, die sich am Markt ohne Gebührenmittel behaupten müssen", warnt  ÖZV-Präsident Wolfgang Pichler.

Weiters kritisiert der ÖZV-Präsident die ORF-Forderung nach mehr Onlinewerbung. "Erst vor wenigen Tagen hat der ORF mit der Vermarktung seiner TVthek begonnen. Nun verlangt er in seinem Strategiepapier nach weiteren Werbeeinnahmen. Wenn man bedenkt, wie schwierig es derzeit gerade für kleinere Medien ist, Werbekunden zu halten beziehungsweise neue zu gewinnen, ist dieser Vorstoß geradezu unverschämt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte lernen, mit seinen Gebührengeldern auszukommen", so Pichler. (APA, 18.9.2013)

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