Papamonat: Spindelegger allein zu Haus

  • Im öffentlichen Dienst bereits Realität, in der Privatwirtschaft noch nicht in Reichweite: Papamonat
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    Im öffentlichen Dienst bereits Realität, in der Privatwirtschaft noch nicht in Reichweite: Papamonat

Die Wirtschaftskammer weiß nichts von Verhandlungen über einen Papamonat und lehnt Zusatzbelastungen ab

Der Vorstoß von ÖVP-Obmann Michael Spindelegger in Sachen Papamonat sorgt bei der Wirtschaftskammer für Verwunderung. Spindelegger hatte in der ORF-Wahlkonfrontation mit Grünen-Chefin Eva Glawischnig am Dienstag verkündet, er könne sich einen Anspruch auf einen Papamonat nach der Geburt gut vorstellen. Er halte es für denkbar, ein solches Modell im Regierungsprogramm zu verankern. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner unterstützt Spindeleggers Linie, allerdings mit dem Vorbehalt, dass auch die Sozialpartner zustimmen.

Die ÖVP sei gerade dabei, "das Stück für Stück mit den Unternehmern zu verhandeln", erklärte Spindelegger. Ein Rechtsanspruch auf eine einmonatige Freistellung nach der Geburt des Kindes müsse mit der Sozialpartnerschaft vereinbart werden, "und da sind wir gerade dabei", so der ÖVP-Chef.

Wirtschaftskammer: "Verhandeln nicht"

Das weist Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer, im derStandard.at-Gespräch zurück: "Es gibt keine Verhandlungen", so Gleitsmann, der sich jedoch vorstellen kann, dass es nach der Wahl dazu kommt.

Der Unternehmervertreter äußert jedoch Skepsis: Instrumentarien, um sich nach der Geburt eine Auszeit zu nehmen, gebe es schon jetzt - und zwar Urlaub, Dienstfreistellung und Karenzierung. "Ob man zusätzlich noch etwas braucht, muss man verhandeln." Eines sei jedoch "ganz klar": Für die Wirtschaftskammer sei "jede Zusatzbelastung für den Arbeitgeber nicht goutierbar".

Mitterlehner bis dato gegen Papamonat

Dass es eine Zusatzbelastung für die Dienstgeber darstellen würde, hatte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der auch Familienminister ist, noch vor drei Wochen klargestellt. Er sei strikt gegen einen Papamonat, hatte Mitterlehner betont - ein solcher würde nämlich 40 Millionen Euro zusätzlich kosten, daran sei in Krisenzeiten nicht zu denken.

Mittlerweile unterstützt aber auch Mitterlehner Spindeleggers Vorstoß: "Wir sind dafür, das Thema ins Regierungsprogramm aufzunehmen. Es muss aber, wie wir schon bisher gesagt haben, gemeinsam mit den Sozialpartnern besprochen werden", sagt Mitterlehner zu derStandard.at.

Frauenministerin: "Späte Einsicht"

Die Sprecherin von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) meinte am Mittwoch gegenüber derStandard.at, sie habe sich "Spindeleggers Einsicht schon früher erwartet - dann hätten wir das schon umgesetzt". (Maria Sterkl, derStandard.at, 18.9.2013)

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Ein Trickbetrüger ohne Skrupel, ohne Begabung und ohne Fähigkeiten, der nicht ernst genommen werden kann,

der nutzloseste, aber traurigerweise mächtigste Politiker in dieser Regierung.

ja, wenn die ärmsten aus brüssel einen zuverdienst brauchen, ÖVP, die "Unternehmer" - andere sagen die "abnehmerpartei", außer bei den milliionären - lebt es mit dem duracellhäschen vor.

Vielleicht hat der Spindi ganz einfach nur noch ein Trauma ...

..wegen seiner HAUSDURCHSUCHUNG in seinen Privaträumen durch de StA..?

http://derstandard.at/130274547... dem-Archiv

Und vielleicht träumt er immer noch von der rauchenden Pistole?

ABER andererseits ist es eh mutig von der ÖVP einen Menschen zum Obmann zu wählen, welcher schon derart in die Mühlen der Staatsanwaltschaft kam..

Wenn man schon immer seitens ÖVP Faymann angreift, Spindelegger wäre hier ein ideales ZIel was

..suspekte Lebensläufe

betrifft

Minister für eh alles, da kommt mir die Kotze hoch. Wieso ist unser Wirtschaftsminister eigentlich Familienminister? Warum nicht gleich einen Minister für alle Bereiche, lauter Supertalente in der Politik.

Ich möchte echt mal wissen wer mir da ein rotes Stricherl gibt, nicht das ich mir das nicht erwartet hätte. Aber ich sage nur eins: In der Wirtschaft muss jeder Pfurz ausgeschrieben werden, ebenfalls im universitären Bereich. Wieso darf in der Politik jeder Gumpf alles machen? Es gibt ca. 10^6 Beispiele in Österreich in denen das Gesetz vorschreibt man muss für diese und jene Profession diese und jene Ausbildung besitzen. Und wenn man nur 2 Semester Pädagogik studiert hat. Da wird es teilweise komplett stumpfsinnig. Aber in der Politik kann wirklich jeder Minister werden durch Parteibuch und Freunderlwirtschaft, müssen ja irgendwo untergebracht werden die braven Kollegen.

Pinoccio

Mir ist schon bei der Liveübertragung vorgekommen, dass Schwindis Nase während des Gesprächs länger geworden ist.

Der "Herr des Kühlschrankes" und sein schon in Vorbereitung stehendes "Papamonat" sind offensichtlich vorsätzliche Lügen zur Stimmenmaximierung.

Die für Schwinde so wichtige Aufklärung zur "Vergangenheitsbewältigung" und sein Versprechen korrupte Parteispenden freiwillig zurückzuzahlen, waren eine Beleidigung für jeden informierten Österreicher/in.

Zum Thema korruptem Gesetzeskauf und illegalen Millionenspenden erntet man bei ÖVPlern nur "Ahnungslosigkeit" oder haltlose Versprechungen.

Bin sehr dafür aber das sollte man den Unternehmen auch abgelten aus Steuermitteln

Unsere Gesellschaft profitiert und wünscht sich zu Recht mehr Kinder aber es sollte nicht unattraktiv für Unternehmen werden Leute zu engagieren die im kritischen familiengründugsfähigen Alter sind.

Wer es will soll es zahlen - ich will mehr Kinder in Österreich und da ich davon über mehr Steuereinnahmen und Pensionskasseneinzahlungen in den nächsten Jahrzehnten auch mit profitiere bin umgekehrt auch bereit für gescheite Kinderbetreuung, gute Schulen und selbstverständlich auch das Papamonat schon heute meine Steuern zu zahlen.

Für eine 200.000 EUR Pension von Blecha und Kohl hingegen wird das Steuergeld statt dessen derzeit raus geschossen und DAMIT habe ich ein Problem. Wenn es nach SPÖ und ÖVP geht bleibt das auch so.

"Glaubwürdigkeit" a la ÖVP …

ein beispiel mehr dafür, was von dieser övp zu halten ist … so agiert eine partei, die kanzler-partei werden möchte, nicht – unglaubwürdig, chaotisch u. unkoordiniert! weg mit dieser övp, damit endlich eine neue, MODERNE BÜRGERLICHE PARTEI entsteht, die das, was die övp uns vorheuchelt, wirklich vertritt. aufgeschlossene bürgerliche wähler/innen werden diese övp am 29. september abwählen!

Die authentische Alternative heißt wohl NEOS nehme ich an?

Das wird jede/r mündige Bürger/in ...

wohl für sich entscheiden ... p.s.: mein posting ist keine "werbe-schaltung" der neos - nur zur erläuterung ... :-) aber es gibt genug bürgerliche, die die övp mehr als satt haben ...

wir werden am 29. sehen ob es genug sind

ich bezweifle es leider

Vater?

Eher Opa ;)

Beiderseitige Obsorge im Gegenzug

Wenn es im Gegenzug die bedingungslose beiderseitige Obsorge & Doppelresidenz gibt, gerne.

wozu braucht's einen papamonat? es gibt 5 Wochen mindesturlaub! also rechtzeitig (in 9 Monaten sollte das zu schaffen sein) Urlaub anmelden, liebe werdende väter.

Na ja:

Als mein zweites Kind zur Welt kam habe ich mir vier Wochen Urlaub genommen und zwar großzügig eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin - man weiß ja nie wie's kommt! Am Ende kam meine Tochter dann 12 Tage später zur Welt und ich konnte zwar bei der Geburt dabei sein (was auch ohne Papa-Monat schon möglich ist) aber ich hatte dann kaum Zeit mit dem neuen Familienmitglied, meiner Frau und meinem Sohn gemeinsam zu Hause zu sein! Musste quasi gleich wieder arbeiten!

wer zahlt den Beamten den Papamonat, wer zahlt ihn den Privatangestellten, den Arbeitern und den Bauern? Und wer zahlt ihn den Selbständigen? Es sollten endlich einmal alle gleich gestellt werden ...

Ich hatte das Vergnügen, im öffentlichen Dienst in den Genuss des Papamonats zu kommen. Ich wäre schwerstens dafür, dass ALLE Väter einen Anspruch darauf haben. Vier Wochen wird jede Firma mit einem Mitarbeiter weniger durchdrücken, und wenn nicht, dann sind Urlaub oder die anderen genannten Möglichkeiten wohl auch kein Thema. Klar kostet es Geld, aber Investitionen in einen entspannten Start eines neuen Familienkapitels lohnen sich über Umwege auf lange Sicht.

Ich finde es lächerlich, bei den Themen Bildung und Familie jeden Euro zweimal umzudrehen, wo andere Bereiche ohne Wimpernzucken mit deutlich größeren Beiträgen finanziert werden.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, dessen Unternehmen im Jahr davor als das familienfreundlichste Unternehmen Österreichs ausgezeichnet wurde. Er wurde gerade Vater und hat angefragt, ob er denn in Väterkarenz gehen dürfte - was das familienfreundlichste Unternehmen Österreichs abgelehnt hat.

um karenz braucht man nicht anfragen

nur ankuendigen. auch wenn das manche unternehmen nicht warhaben wollen.

Mag rein rechtlich der Fall sein, nur glaube ich kaum, dass man Kündigungsschutz genießt, wenn man sagen wir mal ein Jahr vor Karenzantritt eine solche ankündigt. Oder nach der Karenz über einen nennenswerten Zeitraum.

Der Kündigungsschutz nach der Karenz beträgt 8 Wochen. Das halte ich auch nicht unbedingt für "nennenswert". Frauen haben aber das gleiche Problem, denn da ist er auch nicht länger.

Genau. Aber man stelle sich vor, welchen Aufschrei es (zu Recht) gäbe, wenn eine Frau, die in Karenz geht, danach sofort (sprich nach den 8 Wochen) abserviert wird, und bei Männern wird das oft gleich von Vornherein so gehandhabt: wenn du in Karenz willst, brauchst du gar nicht mehr wiederkommen. Weil die Wirtschaft und so. Eh voll wichtig.

Frauen werden eher dazu gebracht selbst zu kündigen. Hab ich schon bei Kolleginnen erlebt. Die kommen zurück und werden auf einen Posten gesetzt, der nicht ihren Qualifikationen entspricht oder mit anderen Nachteilen verbunden ist.

Ist definitiv auch nicht gut, aber ich finde es eigentlich schlimmer, wenn man es bei Vätern wirklich relativ offen so ausspricht.

3 oder 4 Monate vor antritt ankündigen, dann gibt's kündigungsschutz

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