Verlässliche Sternenproduktion im Garnelennebel

18. September 2013, 13:08
  • Zu den bekanntesten Nebeln der Milchstraße gehört IC 4628 sicher nicht - aber er hat seine Reize.
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    foto: eso/martin pugh

    Zu den bekanntesten Nebeln der Milchstraße gehört IC 4628 sicher nicht - aber er hat seine Reize.

Seit Millionen Jahren entstehen hier neue Sterne - ESO liefert neues Bild der turbulenten Region

Garching/Santiago de Chile - Nicht zu verwechseln mit dem etwa gleich weit entfernten Krebsnebel, einem Supernova-Überrest, handelt es sich beim sogenannten Garnelennebel (IC 4628) in 6.000 Lichtjahren Entfernung um eine Geburtsstätte neuer Sterne. 

IC 4628 hat einen Durchmesser von etwa 250 Lichtjahren und besteht unter anderem aus Ballungen von Staub und Gaswolken, in denen hell leuchtende, heiße Sterne entstehen. Ein neues detailscharfes Bild dieser turbulenten Region gelang nun mit dem in Chile positionierten Very-Large-Teleskop (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO). Mit seinen vier Hauptteleskopen von je 8,2 Metern Spiegeldurchmesser liefert es Beobachtungen im Bereich des Infrarot- und des sichtbaren Lichts. Zur Farbverstärkung wurde die Aufnahme mit zusätzlichen Bildern verbessert, die mit anderen Filtern aufgenommen wurden.

Lichtspiele

Im sichtbaren Bereich des Lichts erscheinen die jungen Sterne bläulich-weiß. Interessanter ist aber ihre intensive Strahlung im ultravioletten Bereich - sie ist es, die die umgebenden Gaswolken zum Leuchten bringt. Jedes chemische Element strahlt Licht in charakteristischen Farben ab - bei Wasserstoff etwa dominiert Rot. Die vergleichsweise geringe Strahlung im sichtbaren Bereich führt dazu, dass der Nebel oft übersehen wird.

Laut ESO sind in den vergangenen Millionen Jahren in dieser Region zahlreiche Sterne entstanden, die teilweise auch Sternhaufen bilden. So gibt es einen großen, verstreuten Sternhaufen mit der Bezeichnung Collinder 316, der sich über einen Großteil der aktuellen Aufnahme des Nebels erstreckt. Dieser Sternhaufen gehört wiederum zu einer sehr viel größeren Ansammlung von sehr heißen und leuchtkräftigen Sternen.

Außerdem zeigt das Bild eine Reihe dunkler Strukturen und "Aushöhlungen": An diesen Stellen wurde die interstellare Materie von starken Winden weggefegt, die von den nahegelegenen heißen Sternen ausgehen. (red, derStandard.at, 18. 9. 2013)


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ESO

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Liebe Redaktion,

dieses Bild wurde mit dem VST (=VLT Survey Telescope) aufgenommen. Es steht am Cerro Paranal, gehört also zum VLT Standort Cerro Paranal, hat aber "nur" einen 2.6m Spiegel, und ist für Himmelsdurchmusterungen gebaut worden.

<klugscheissung off/> ;-)

Liebe Hütte,

genau genommen heißt das entweder
</klugscheissung>
oder
<klugscheissung off>
aber ganz sicher nicht
<klugscheissung off/>.

:-D

Aber trotzdem grün.

grün!
allein für "klugscheißung"!!
den rest kann ich nicht beurteilen.

Zur Bewahrung des letzten Restes naturwissenschaftlicher Realität und physikalischer Grundkenntnisse …

…Wenn chemische Elemente dieser Nebel in Licht -etwa Wasserstoff in rot, oder Sauerstoff in blau- erstrahlen, kann keinesfalls von einem "Gas" die Rede sein, sondern von P-L-A-S-M-A.

Wir erkennen hier also ionisierte Elemente -mit der Betonung auf IONISIERT- weshalb die Versuche mancher Astronomologen, diese Phänomene mittels Gasgleichungen od.Mechanik beschreiben zu wollen, eher Abendschule oder den dreistündigen Astrofysikanten bei Humbold vermuten läßt, als entsprechende Ausbildung in zeitgemäßer Physik auf einer Universität.

Interstellare Materie wird demnach auch nicht v.irgendwelchen stellaren Blähungen "weggefegt", sondern gehorcht den Gesetzen der Elektrodynamik.

Sie können sogar Flüssigkeiten mittels Gasgleichungen und Mechanik beschreiben und die sind noch weniger Gas als Plasma.

Ist ein Plasma nicht ein ionisiertes Gas? Das Universum meint "doch, ist es".

Selbst Spock sagt es in Star Trek VI - und der wirds wohl wissen.

Zu dem Nebel: Wie kommt man auf Garnelennebel? Der sieht doch aus wie der "glimmede Zigarre in drei Fingern halte und Racuhwolke auspust"-Nebel

Mir scheint, die einzigen greifbaren physikalische Aussagen in diesem Beitrag, denen ein Mainstream-Physiker wiedersprechen würde, sind, dass ionisierte Gase keine mehr seien und Gesetze der Mechanik für sie nicht gelten.

Aber schön das Gefieder gespreizt, doch irgendwie geschätztes F S 3.

Schon mal ein Teleskop mit H-Alpha oder O-III Filter benutzt?

H-Alpha, für das Rot verantwortlich, hat übrigens noch alle seine Elektronen beieinander, aber stimmt, das blaue O-III ist sogar doppelt ionisiert. Aber das behauptet ja auch niemand anders, und je nach dem ob es Sinn macht (Plasmafrequenz vs. Debye Länge) nimmt man halt die Gesetze der Gas- oder Plasmadynamik her. Jeder ist sich darüber bewusst und wird auch so gemacht, wiedermal ein schöner Strohmann von Ihnen.

Aber Frage: laut EU mit den ganzen unsichtbaren Strömen zwischen den einzelnen Sternen, sollten die dann nicht durch lauter Stromkanäle im Planetaren Nebel/Plasma sichtbar werden? Wo sind die?

Wenn man ein Teleskop benutzt und z. B. beim Cirrusnebel vorbeischaut,

Kann man diese verdrillten Strukturen mit eigenen Augen sehen. Ein wunderbarer Anblick (im großen Dobson). Dass diese Strukturen durch "Schockfronten" oder irgendwie durch Gravitation entstehen sollten, ist höchst unwahrscheinlich. Hier ist eindeutig Elektrizität am Werken.

Sorry, der Cirrusnebel ist zweifelsfrei das Ergebnis einer Supernova. Die Frage ist übrigens nicht ob exklusiv Gravitation oder Elektrisch für was verantwortlich ist sondern nach den vom FS3 und dem EU postitulierten unsichtbaren Stromkanälen die jeden einzelnen Stern betreiben und die in den FS3-Plasmanebeln also sichtbar werden sollten. Und die sind halt nicht so da sind wie sie sein sollten.

Das Elektromagnetismus eine bedeutende Kraft ist bestreitet niemand. Aber auch nicht die einzige.

Anscheinend haben sie einen neuen Ausdruck vom FS3 gelernt: "Strohmannargument", der unzweifelhaft ihr hervorstechendstes Talent charakterisiert. Sonst behaupten sie wie üblich Unsinn …

…Wenn sie die ESO-Aussendung gelesen hätten, würden sie da finden: "Bei Wasserstoff dominiert die Farbe Rot. IC 4628 ist ein Beispiel für eine solche H II-Region aus ionisiertem Wasserstoff…"

Ihr Namedropping von einem weiteren, irgendwann aufgeschnappten Begriff, wie "Debyelänge" hat wenig mit dem vom FS3 eingebrachten Einwurf zu tun, daß wir es hier nicht mit "Gas", sondern eben mit Plasma zu tun haben, wodurch sich ihr Posting zu einem - ja was nur? - reduziert.

Plasma hat nun einmal die Eigenschaft, daß sich in ihm selbständig Stromkanäle ausbilden. Ein untrügliches Anzeichen ist sogar sichtbar: Die typische Filamentierung i.d.Nebeln, die fadenförmigen Strukturen, die nie u.nimmer durch Gravitation erklärbar sind.

(2.Versuch)

Stimmt, die haben tatsächlich im HII beobachtet, also auch ionisierter Wasserstoff, oder bloß Protonen. Ändert halt nur dass Sie so in Ihren vorigen Posting schon einen Schritt früher angefangen haben einen Falschen Vorwurf zu konstruieren wo es halt eigentlich gar nichts zu korrigieren gibt, wenn die ESO selbst von Ionen spricht. Wie nennt man das noch mal?

Die Debyelänge hat übrigens alles mit dem von Ihnen vorgebrachten Strohmann zu tun, ist es neben der Plasmafrequenz doch einer der Faktoren mit denen man entscheidet ob Gesetze Plasma- oder Gasdynamik vorherrschend sind, fragen Sie mal bei Hannes Alfvén nach ;)

Wo ist jetzt der Faden zwischen Anoden und Kathoden Stern? Netter Ablenkungsversuch mit der Gravitation!

"falschen Vorwurf"

Das hab ich anders verstanden. FS3 hat aus meiner Sicht nicht kritisiert, daß die ESO das Wort Plasma vermieden hat (das könnte man eher dem Standard ankreiden, im Artikel ist von Gas die Rede, nicht von Ionen), sondern daß sie Sternwinde als Erklärung für die Dunkelzonen genannt hat. Und damit unsereins nachvollziehen kann, warum nicht Sternwinde, sondern elektrische Effekte die Löcher verursacht haben, hat FS3 die Bezeichnung "Gas" eben zu Plasma korrigiert.
Ob das nun stimmt oder nicht, weiß ich auch nicht ;-)

Ich sag mal seine Ausdrücke "Astronomologen" und "Astrofysikanten bei Humbold" lassen keinen Zweifel übrig wie er es gemeint hat und gegen wen gerichtet.

Lustig zum lesen ist er dadurch, zum Ernst nehmen halt nicht so besonders ;)

Bingo! - Da es offenbar hier bereits zum Usus gehört, FS3 Sendungen bewußt zu mißinterpretieren, sind Wortmeldungen, wie die Ihre wahrlich eine Wohltat …

…Ein oftmaliger Irrtum in der Kosmologie ist es, offensichtliche Plasmaphänomene mittels MHD od.allgem.Gasgleichungen ("ideales" Gas) zu beschreiben, vorrangig deshalb, weil man denn weiter in all den Sci-Fi Phantasmagorien viktorianischer Modellen segeln kann, und nicht an diversen Dogmen aneckt, unter denen die heutige -völlig antiquierte- Astrophysik leiden muß.

Laborexperimente zeigen schön auf, wie die Selbstorganisation von Plasma in parallelen Filamenten geschieht…
http://www.hvtesla.com/images/te... arks_1.jpg

…während es leider immer wieder den Anschein hat, daß Astrophysiker keine Ahnung von der physikalischen Realität jener Dingen aufweisen WOLLEN, die sie da beschreiben.

" immer wieder den Anschein hat, daß Astrophysiker keine Ahnung von der physikalischen Realität jener Dingen aufweisen WOLLEN, die sie da beschreiben...."

Dr. Dr. Sheldon Cooper oder Dr. Leonard Hofstadter?

Tri Tra Tralala, FS3 ist wieder da ...

vergiss es - die meisten hier glauben noch an den urknall, oder daran daß die rotverschiebung was mit ausdehnung zu tun hätte, was sogar hubble gegen ende hin als äußerst unwahrscheinlich bezeichnete....

Aber sicher gabs den Big Bang. Als Beweis führe ich gleich einmal dessen kleinen Bruder an, der in London läutet. Der Big Ben (der aufgrund einer Identitätskrise aber inzwischen anders heißt glaub ich).

Und Hubble war unfehlbar? Nur weil es eine Konstante und ein Teleskop in seinem Namen gibt, war er nicht der wissenschaftliche Heilland. Auch Newton und Einstein haben sich öfters geirrt und ich kann gar nicht aufzählen was nach denen alles benannt ist...

Andere vertreten in der Tat bereits sehr viel weggeschrittenere Ansichten, von denen sie hierselbst Zeugnis ablegen.

Man könnte sie Aposter nennen.

Dann lieber einen Strohmann konstruieren den man dann auch sicher widerlegen kann wie unser FS3chen hier?

Garnelenproduktion im Sternennebel

--- wär noch interessanter gewesen ;-)

Liegen Astronomie und Gastronomie nahe beieinander..

... bzw. verdankt sich die Bezeichnung nur (an-)spielerischer Ironie odergibt es gar eine wohldefinierte Klasse der Meeresfruchtnebel?

In der Tat, Gastronomie und Astronomie

haben Gemeinsamkeiten aber auch Unschärfen: "Morgen" ist gastronomisch der der Sperrstunde folgende Tag, während astronomisch die Zeit nach 0 Uhr dafür angesehen wird, auch bei den Zahlen: Astronomische Preise sind gastronomischen nicht unähnlich, nur muss der Besteller die damit geschaffene Rechnung begleichen, während Astronomen den Steuerzahler als einladenden Mäzen haben.

Kann mir das jemand bitte erklären?

Ich verstehe, dass diese Bilder eigentlich die Vergangenheit abbilden.
Ich verstehe auch, dass es eben Zeit braucht, bis dieses Licht von dort zu uns gewandert ist.

Ich verstehe aber nicht, warum diese Dinge noch immer zu sehen sind. Dinge vor Millionen Jahren passiert sollen.

Nach meinem Verständnis gab es einen Urknall. Irgendeine große Masse ist explodiert und alle Teilchen hat es in jeder Richtung verteilt. Nur diese Teilchen können sich nicht schneller als das Licht bewegt haben und seit dem Urknall sind ja doch ein, zwei Jährchen vergangen. Dieses Licht muss doch mittlerweile schon längst zu uns gewandert sein und demnach erloschen sein.

Ist meine Frage verständlich?

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