Rapid mit breiter Brust und nötigem Respekt gegen Thun

18. September 2013, 10:30
  • Barisic: "Wir wollen unser Spiel spielen und etwas mitnehmen."
    foto: apa/ krug

    Barisic: "Wir wollen unser Spiel spielen und etwas mitnehmen."

Hütteldorfer wollen zum EL-Auftakt drei Punkte sammeln - Coach Barisic warnt: "Gut organisierte, gefestigte Mannschaft, die im Spiel einen hohen Aufwand betreibt"

Thun - Rapid und die Europa-League-Gruppenphase, das ist bisher keine Erfolgsgeschichte gewesen. Im vierten Anlauf soll sich das nun ändern, wollen die Hütteldorfer um den Aufstieg in die Runde der letzten 32 mitspielen. Die erste Partie ist gleich richtungsweisend, geht es doch am Donnerstag (21.05 Uhr) auswärts gegen den von der Papierform her leichtesten Gruppe-G-Gegner FC Thun.

"Thun ist nicht umsonst in der Europa League, hat gute Gegner ausgeschaltet, aber wir wollen mit drei Punkten heimkommen", sagte Offensivspieler Guido Burgstaller. Kapitän Steffen Hofmann, der schon dabei war, als Rapid 2009 (5 Punkte), 2010 (3) und 2012 (3) mäßig punktete, fügte hinzu: "Wir wollen in der Gruppenphase möglichst viele Punkte sammeln."

Geglückte Generalproben

Für beide Teams verlief die Generalprobe nach Wunsch. Die Rapidler besiegten am Samstag Wacker Innsbruck klar mit 4:0, der Sieg darf aufgrund einer fast 90-minütigen Überzahl aber nicht überbewertet werden. Der Schweizer Tabellensechste gab sich im nationalen Cup keine Blöße, schaffte dank Toren von Andreas Wittwer (25.), Luca Zuffi (78.) und Berat Sadik (86.) mit einem 3:0 beim Zweitligisten Locarno mühelos den Einzug ins Achtelfinale.

In Locarno war kein Rapid-Spion vor Ort, Scout Fritz Riedmüller hatte die Thuner bereits beim 4:1-Meisterschaftssieg gegen Lausanne am 1. September unter die Lupe genommen. "Thun ist eine sehr gut organisierte, gefestigte Mannschaft, die im Spiel einen hohen Aufwand betreibt", analysierte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Eine Stärke der Schweizer sei dabei die Laufstärke. "Sie agieren sehr gut gegen den Ball, viele Spieler schalten sich in die Offensive ein", hob der Wiener weitere Vorzüge des Gegners hervor.

Kunstrasen

Besonders aufpassen müsse man auf die "sehr guten" Einzelspieler Josef Martinez, der zuletzt im Cup geschont wurde, sowie Dennis Hediger und Sekou Junior Sanogo. Ein Vorteil für die Truppe von Coach Urs Fischer ist, dass die Partie in der Arena Thun auf Kunstrasen ausgetragen wird. "Es bedarf einer Umstellung, es ist ein anderes Spiel, aber der Kunstrasen in Thun ähnelt einem guten Rasenplatz", hatte Barisic wegen des ungewohnten Untergrundes keine großen Bedenken. Genauso übrigens wie Burgstaller, der betonte: "Es wird keine leichte Umstellung, aber das werden wir schon packen."

Die Rapidler flogen am Mittwochvormittag mit einem 19-Mann-Kader nach Bern, von wo es weiter nach Thun ging. Barisic hatte bis auf die weiter nicht einsatzfähigen Dominik Wydra, Michael Schimpelsberger und Deni Alar alle Kräfte an Bord. "Alle Spieler sind fit. Wir wollen unser Spiel spielen und etwas mitnehmen", war Rapids Trainer optimistisch. Wichtig sei es, dass die Mannschaft mit der nötigen Entschlossenheit, die zuletzt in Innsbruck zum Teil im Abschluss gefehlt hatte, ins Spiel gehe. "Wir müssen initiativ werden, druckvoll agieren und versuchen, unser Spiel durchzubringen", kannte Barisic das Erfolgsrezept.

Kein Hexenkessel

Der 43-Jährige hoffte darauf, dass sich seine Truppe selbst nach dem Aufstieg weiter belohnt. "Die Mannschaft hat sich den Aufstieg hart erarbeitet. Ich will jetzt eine Mannschaft sehen, die giftig und gierig auf das Spiel ist und zeigt, wozu sie fähig ist", sagte Barisic. Einen Hexenkessel brauchen die Wiener nicht zu fürchten. Nur 9.100 Zuschauer dürfen in das im Juli 2011 eröffnete Stadion, das noch nicht ausverkauft ist. Zudem werden 1.000 mitgereiste Rapid-Fans die Gäste lautstark nach vorne peitschen.

Während die Wiener Europa-League-Erfahrung haben, ist es für die Thuner der erste Auftritt im "Hauptbewerb" des zweitwichtigsten Europacup-Bewerbes. Die Schweizer konnten allerdings in der Qualifikation des laufenden Bewerbes mit fünf Siegen und einem Remis überzeugen, vor eigenem Publikum haben sie nach den Siegen gegen Tschichura Satschchere (2:0), BK Häcken (1:0) und Partizan Belgrad (3:0) noch eine makellose Bilanz.

Die Rapidler konnten in der Quali auch überzeugen, in der Gruppenphase haben sie aber in neun Auswärtsanläufen erst zweimal - beim 1:1 gegen Celtic Glasgow (1. Oktober 2009) sowie beim 2:0 gegen ZSKA Sofia (21. Oktober 2010) - punkten können. (APA, 18.9.2013)

Europa League, Gruppe G, Donnerstag

FC Thun - SK Rapid Wien
Arena Thun, SR Kakos (GRE)

Thun: Faivre - Lüthi, Siegfried, Sulmoni, Schirinzi - Hediger, Sanogo - Cassio/C. Schneuwly, Martinez, Ferreira/Wittwer - Sadik

Ersatz: Moser - Wittwer/Ferreira, Frey, Zuffi, Salamand, C. Schneuwly/Cassio, M. Schneuwly, Reinmann, Krstic, Gasser, Lekaj

Es fehlen: N. Schindelholz, Bättig (beide verletzt), Schenkel (rekonvaleszent)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Boskovic - Burgstaller, S. Hofmann, Schaub - Boyd

Ersatz: Radlinger - Pichler, Palla, Denner, Behrendt, Sabitzer, Grozurek, Bajrami

Es fehlen: Wydra, Schimpelsberger, Alar (alle rekonvaleszent bzw. im Aufbautraining)

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Wann begreifen die letzten Gläubigen,

für die Grün-Weiß "Religion" ist, dass ihre Idole biedere Hobbykicker sind? 5 oder 6 dieser Pseudoprofis können weder einen geraden Passball fabrizieren, noch mit dem Ball das tun, was der Zweck jedes Fußballspiels ist.

Rapid würde auch in der Ersten Liga bestenfalls im Mittelfeld herumkrebsen. Die haben gegen die biederen Schweizer keinen Auftrag und werden mit mindestens 2 Toren Unterschied verlieren.

Was ist aus dieser Mannschaft geworden, seit dem 1. Nov. 1991?

wenn rapid

wieder hinten gut steht, petsos wieder einen souveränen 6er spielt und hofmann die bälle schön verteilt, schaub und burgstaller über die seiten druck machen, dann geht sich was aus in thun.

immer nur auf die grünen!

Die Beginnzeit ist für uns schon ein bissl ein Nachteil.
Sollte da nicht Louis schon im Bett liegen?

Zerteilt den bären nicht bevor er erlegt ist

Wenn man den gestrigen Erfolg ...

... des FC Basel bei Chelsea als Parameter nimmt, dann wird Rapid heute kaum eine Chance haben.
Aber: Fußball schreibt stets auf´s Neue seine eigenen Gesetze.
Sehe beide Teams auf Augenhöhe und die Tagesform wird wohl entscheidend sein.
So, und jetzt 6 Euro in´s Phrasenschweinchen ...

das wird ein Nullerl heute für die rabid....

SO EHRLICH muss man sein....

dann sind wir mit unserem stadtrivalen ja in bester gesellschaft.

wenn rapid etwas großes gewinnen will, muss sie wohl warten, bis bierbankweitwurf olympisch wird.

jööö, da haben sich zwei getroffen...

Rapid ist Außenseiter, denn

die schweizer Liga ist weit über der österreichischen angesiedelt. Die Schweizer haben den Impuls durch die EM weiterentwickelt, die Österreicher stagnierrn - bestenfalls!

Die Schweizer unternehmen alles, um Dorfklubs mit untauglichen Stadien fernzuhalten, in Österr. haben Grödig, Pasching, Liefering, Altach und Co. mit 3000 Sitzplätzen das Sagen.

Rapid wird, den Kräfteverhältnissen entsprechend, mit 0 : 2 verlieren...

Und, habt ihr Basel gesehen?

...Dorfklubs mit untauglichen Stadien fernzuhalten...

...darum findet das Spiel heute ja auch in einer nicht ausverkauften 9.000er Großarena auf Kunstrasen statt....

Untauglich - ganz und gar nicht!

Das Stadion in Thun ist alles andere als untauglich. Hier hat man ein auf den FC Thun zugeschnittenes (Konstanter Verein im CH Mittelfeld) modernes Fussballstadion gebaut. Bringt ja nichts eine 50'000er-Arena in die Berner Bergwelt zu bauen :-). Kunstrasen ist auch nicht nach meinem Geschmack.
Zur Thun-Arena: http://www.arenathun.ch/de/Location

Die Schweizer Liga ist NICHT der Fc Basel, da gibt es ein grosses Gefälle (vgl. FC Lausanne). Als einigermassen objektiver (*grins*) in Ö lebender Schweizer Hobby-Kicker würde ich die Ligen in etwa gleich stark einstufen und beide kämpfen mit den selben Problemen (Gefälle, Europa-Tauglichkeit und -Startplätze, Zuschauerzahlen,...).
Ich plädiere übrigens für eine gemeinsame Liga Ö-CH, das wär doch höchst attraktiv! 12 Topclubs, die um (mehr!) Startplätze in EL und CL kämpfen und die Reisen wären auch nicht weiter als in der BuLi. Später könnte die Liga noch vergrössert oder gar eine 2. gemeinsame gedchaffen werden.
Ich fänds grossartig!

Einwand!

In der Schweiz sind die Zuschauerzahlen doppelt so hoch wie hier! Die Stadien sind modern (bis auf 2) und haben die weitaus bessere Infrastruktur, In Österr. sinken seit der EM die Zuschauerzahlen kontinuierlich und immer mehr Dorfvereine verstärken diesen Trend. Wer das nicht sieht oder nicht sehen will verschließt die Augen vor der Realität!
Im Grunde genommen hat Ö. vier leere Stadien, Slzbg. 1 mal ausverkauft, Ibk. und Klagenfurt ein einziges Desaster. Aber Fans haben sich noch nie durch Hausverstand und Blick auf die Realität ausgezeichnet...

Aufgrund der Erfolge, der Konstanz und Zuschauerzahlen wären in dieser Liga aus der CH momentan wohl diese 6 Clubs dabei:
FC Basel
BSC Young Boys Bern
GC Zürich
FC Zürich
FC Thun
FC Luzern oder FC St. Gallen

Wer mischt aus Ö mit? Ich weiss, sind ja nur Gedankenspiele, aber das wär doch echt der Hammer, Topspiele und Zuschauer garantiert! Und diese Liga würde in Europa sicherlich auch ganz anders wahrgenommen, momentan, sind wir ehrlich, werden die Ligen aus Ö und aus der CH von den "Grossen" kaum wahrgenommen, wenn nicht gar belächelt.

Wieviele Spiele der schweizer Liga haben sie in letzer Zeit gesehen? Dass sie Basel als repräsentatives Beispiel für die Liga hernehmen zeigt, dass es nicht viele sein können!

Das Gefälle dort ist dort wohl noch größer als in der heimischen BuLi!

Thun und Genf sind Sorgenkinder, ja, aber in Österr. fehlt das "Gefälle", hier

ist alles auf tiefem Niveau nivelliert, ein CL-Spiel "restlos ausverkauft" mit 10 500 Zuschauern ist blamabel, 3 EM-Stadien, von denen nur eines ein einziges Mal ausverkauft war und, und , und...

Es ist ja schön, wenn Fans treu zu ihren Clubs halten, jedoch trübt das den Blick für die Realität....

Nun Genf ist unterdessen Konkurs gegangen, da steht jetzt auch ein tolles (EM-) Stadion, welches im besten Fall noch mit int. Freundschaftsspielen Zuschauer anlockt (2-3 mal jährlich). Um Lausanne ist es auch nicht gerade gut bestellt, der FC Sion ist ein einziger Chaos-Club (über 20 Trainer in den letzten Jahren) und die beiden Grossclubs aus Zürich teilen sich noch immer ein altes Leichtathletik-Stadion.
Du siehst, auch die (wir) Schweizer haben "Sörgeli"...

was rauchst Du? Genf Konkurs? Zürich altes Stadion? Bleib' bei den Fakten - oder noch besser: lass' es bleiben.
Sagt Dir einer, der alle 14 Tage im Stadion ist beim besten CH-Verein ever, notabene....

Ja da habe ich tatsächlich Genf mit Xamax verwechselt, was aber auch ein gutes Beispiel für obiges Posting wäre. Und das Stadion in Zürich ist definitiv KEIN Fussballstadion oder wieso setzen die beiden Zürcher Vereine momentan fast mehr Energie für die bevorstehende Stadion-Abstimmung als für die Meisterschaft ein?
Und über deine Wortwahl und Art müssen wir gar nicht diskutieren. Ich hoffe du bist kein Basel-Fan, denn die sind mir eigentlich sehr sympatisch.

Merkmal der "Fans":

Realitätsverlust...

Was Thun Sie hier in diesem Forum?

Sie verwechsel Äpfel mit Birnen

"Die Schweizer unternehmen alles, um Dorfklubs mit untauglichen Stadien fernzuhalten, in Österr. haben Grödig, Pasching, Liefering, Altach und Co. mit 3000 Sitzplätzen das Sagen."
Das stimmt, aber Sie vergessen, dass Rapid noch nie abgestiegen ist und schon in der CL gespielt hat (ist zwar schon lange her) und einer jener österreichischen Vereine ist, welcher doch des öfteren in der EL anzutreffen ist. Ich bin mir sicher, dass Rapid auch die vom schweizer Fussballverband aufgelegten Kriterien erfüllen würde:-))
Das sage ich als "Nicht-Rapid-Fan". So objektiv muss man schon sein:-))

zu Basel sag ich nur: Novartis!

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