Die Wackelkandidaten auf der Regierungsbank

Ansichtssache
19. September 2013, 05:30

Auch wenn Schwarz-Gelb am Sonntag die deutsche Wahl gewinnt, könnten einige Minister ausgetauscht werden

Derzeit regiert Angela Merkel mit 15 Ministerinnen und Ministern Deutschland. Zehn davon sind aus der CDU/CSU, fünf stellt der kleine Koalitionspartner FDP. Sollte Merkel mit der Union die Wahl am Sonntag gewinnen, könnte sich diese Aufteilung ändern. Auch beim Personal wird es einige Verschiebungen geben. Wer geht sicher? Wer vielleicht? Ein Überblick.

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foto: epa/marc mueller

Ilse Aigner, seit 2008 Ministerin für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, wechselt von Berlin nach München. Aigner konnte am vergangenen Sonntag mit CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer in Bayern einen formidablen Wahlsieg einfahren. Sie gilt als aussichtsreiche Kandidatin auf den Posten der CSU-Fraktionschefin im Landtag. Auch als Nachfolgerin Seehofers wird sie schon gehandelt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

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foto: reuters/fabrizio bensch/file

Kristina Schröder, seit 2009 Ministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, ist gerüchteweise nicht mehr sonderlich motiviert, auch einem nächsten Kabinett anzugehören. Schröder stand besonders wegen des von Schwarz-Gelb beschlossenen Betreuungsgelds in der Kritik. Das Betreuungsgeld ist eine Sozialleistung für Familien mit Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr, die keinen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen.

Laut Kritikern führt das Betreuungsgeld dazu, den Anreiz zur Erwerbstätigkeit für Mütter zu senken. SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück will diese Leistung wieder abschaffen, sollte er Kanzler werden.

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Peter Ramsauer, seit 2009 Verkehrsminister, ist auf einem CSU-Ticket in Merkels Regierungsmannschaft gekommen. Selbst nach der erfolgreichen Bayern-Wahl wird die Schwesterpartei der CDU aber nicht mehr als drei Regierungsämter besetzen können. Ramsauer ist ein Ablösekandidat, denn dem Vernehmen nach drängen zwei andere bayerische Politiker in die Regierung. Für Ramsauer könnte es deswegen schlicht keinen Platz mehr geben.

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Hans-Peter Friedrich, seit März 2011 Innenminister, soll ebenfalls schlechte Karten haben, der nächsten Regierungsmannschaft anzugehören. Auch er könnte durch einen anderen CSU-Politiker ersetzt werden.

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Bei der FPD hängt die Zahl der personellen Abgänge maßgeblich vom Wahlergebnis ab. Sollte die FDP massiv Stimmen verlieren, aber dennoch Koalitionspartner und Mehrheitsbeschaffer der Union bleiben, ist auch von einer Reduktion der Ministerposten der Liberalen auszugehen.

Als gefährdet gilt Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, seit ihr bayrischer Landesverband am vergangenen Sonntag an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und damit nicht mehr im Landtag vertreten ist.

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foto: hatem moussa/ap/dapd

Dirk Niebel, Entwicklungsminister seit 2009, scheint ebenfalls einer der FDP-Wackelkandidaten zu sein. Seit seinen Angriffen auf Parteichef Philipp Rösler ist sein Standing in der Partei nicht mehr allzu gut. (mka, derStandard.at, 18.9.2013)

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Auf der Liste fehlt Pofalla

Ist der Standard unter die Hellseher geraten? Alles Latrinenparolen! Steinbrück noch als Player.....

...der deutschen Politik überhaupt zu erwähnen, beweist einen völligen Realitätsverlust.

Tja, Politik ist nicht immer nur Ponyhof^^

http://www.youtube.com/watch?v=ff3kqryPqPY

Es gibt hier viel Politiker auf die Deutschland gern verzichten kann

Wenn ich mir die FDP anschaue, dann weiß ich dass diese Banken und Wirtschaftslobby Partei keiner in Deutschland braucht. Betteln um Zweitstimmen, weil sonst Merkel nicht Kanzlerin bleiben soll weil man selber keine Argumente hat, dass einem der Bürger die Stimme gibt, ist mehr als lachhaft.
Ich Persönlich hoffe dass den Politikern in Berlin mal die Rote Karte gezeigt bekommen. Was die mit unseren Steuergeld machen geht auf keine Kuhhaut. Allein der nächste Schuldenschnitt für Griechenland kostet uns ca. 25 Milliarden Euro und dann sind es nicht mehr Haftungen sondern das Geld ist weg.
Wir wollen dass das Volk entscheidet, wie viel die EU über uns entscheidet.
Meine stimme bekommt nach 28 Jahren CSU die AFD.

Genau ! Am Besten nujr eine einzige Partei und in der dürfen nur Funktionäre wählen, gell ?

Ilse Aigner, die zehn Punkte Plan Politikerin ist schon lange überfällig.
Thomas de Maizière, auch so ein Kandidat, kehrt grobe Fehler vom Sturmgewehr G36 einfach unterm Tisch.
Allgemein gab es ein grosses Sterben in der nähe der Merkel.
Was man nicht vergessen darf, alles was Merkel gefährlich werden könnte wird schnell "ruhig" gestellt. Sauber und kritiklos läuft es hier sicher nicht ab.

Schröder, Ramsauer, Niebel, Friedrich.

Die sind wirklich sehr entbehrlich. Die würden auch zur österreischischen Minister-Gurkentruppe passen.
Unsympathisch, haarsträubende Wertevorstellungen und rhetorische Nackerbatzerln.

Bei Schröder und Niebel wär ich bei Dir.

Ebenso was Frau Aigner (mangelnde Kompetenz bzgl. Fleischskandal, Nichteinführung des Ampelsystems, etc.) und Frau Leutheusser-Schnarrenberger (Unterstützung von Vereinen ala HU und versuchter Aushöhlung betreffend der Sicherungsverwahrung von Sexualstraftätern) anbelangt.

Aber bzgl. Herrn Ramsauer und Herrn Friedrich überwiegen meiner Ansicht nach die positiven Ergebnisse ihrer Tätigkeit. An denen sollte die Kanzlerin ruhig festhalten.

Ramsauer und Friedrich, na wenn man an die "Pfeile" denkt die die CSU als Ersatz im Köcher hat, Beate Merk, Markus Söder . . . . da wüsst ich auch nicht ;-))

Markus Söder...die fleischgewordene Antipathie schlechthin. Da gefrierts einen, sobald er den Mund aufmacht und seinen Blödsinn absondert.

Aber könnts verstehen wenn Seehofer den nach Berlin schickt. Wurd ja von ihm nicht gerade selten gedisst. ^^

ja Söder, das Gschwerl ist unerschöpflich, den Gutenberg aus der Versenkung holen, Lothar Matthäus statt Friedrich, das Innenministerium ist ja für Sport zuständig, nur so. :-))
dass hier nur Franken genannt sind, bleibt unter uns ;-))

Da schau her, der Söder ist ein Franke, Nürnberger um genau zu sein. Na das erklärt so einige Bashingattacken gegen Seehofer.

Hatte ja auch teilweise Derbycharakter. hehe

mal abgesehen vom Derby Rote gegen Club, " who the hell " ist der ingolstädter Hofer vom See. So schnell wie der seine Meinung, der Edmund ihn neuerdings "dieser, dieser wie heisst er den doch - Seeigel" nennt, kann ich meinen nick nicht ändern ;-))

was ist der Söder im Vergleich zu Stronach?

bzgl absondern von Unsinn meine ich, ein Nackepatzerl

Am meisten schade wäre es um die Schröder.

http://www.zeit.de/politik/d... ministerin

Stimmt, die könnte wenn sie dürfte.

Leider gibts da eine die lässt nur das durch was ihr und der Banken und Wirtschaftsmafia nützt.

mir von den erwähnten nur um leutheusser-schnarrenberger. und eigentlich nur um sie.

glaub ehrlich gesagt, dass du um sie nicht bangen musst - WENN es halt zu Schwarz-Gelb kommt ;)

na ja, eine fortsetzung von schwarz-gelb will ich ja nicht ;-)

Na dann kommt die Merk

und da Gustl Mollath wieder im Häfn

haha, naja dann wirds schwer ;)

na ja, obama hat einen republikaner zum verteidigungsminister gemacht und sarkozy seinerzeit einen sozialdemokraten zum außenminister. vielleicht macht ja dann rot-rot-grün so was ähnliches mit leutheusser-schnarrenberger ;-)

Die FDP darf gern als Ganzes aus der Regierungsbank wackeln (auch gern aus dem Parlament).

Ist das bekloppt? Die Deutschen haben keine Wahl …

http://qpress.de/2013/09/1... -ergebnis/

… und hier wird schon fleißig wieder über Pöstchenschieberei nachgedacht? Zur Erläuterung, es werden zwar allerhand Leute direkt in den Bundestag gewählt, aber spätestens dort fängt der Parteien-Filz erst richtig an. In Deutschland sind 1,92 Prozent der Menschen in einer Partei organisiert. In den jeweiligen Regierungsparteien stets weniger als 1 Prozent.

Wenn man dann noch bedenkt wie vehement die „indirekte Demokratie” mit Händen und Füßen gegen das Volk verteidigt wird, dann wird es einem ganz übel und man darf mit Fug und Recht sagen, mit echter Demokratie hat das nicht mehr viel gemein. Ziemlich abgehalftert die Nummer … (°!°)

Was genau willst Du eigentlich sagen?

Denn außer sudern (sowohl hier, als auch das permanente Gejammer im verlinkten "Artikel") les ich hier nichts.

Also Butter bei de Fisch.

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