Steirereck: Baustelle "bei ungestörtem Betrieb"

18. September 2013, 10:13
  • Trotz Baustelle geöffnet: Das Steirereck in der Meierei im Stadtpark.
 
    foto: matthias cremer

    Trotz Baustelle geöffnet: Das Steirereck in der Meierei im Stadtpark.

     

Eine Laborküche soll dem Team Platz für Ideenentwicklung und Experimente bieten

Wien - Wer unlängst Gast im Steirereck war oder im Stadtpark daran vorbeispaziert ist, der hat sie schon bemerkt: Handwerker, die sich an Österreichs einzigem Restaurant mit Weltgeltung (aktuell Nr. 9 der World's 50 Best Restaurants) zu schaffen machen, Bauzäune errichten, Betonschalungen zimmern.

"A bissl zach ist es schon", stöhnt Patron Heinz Reitbauer, "aber es hat sich einfach nimmer vermeiden lassen". Ab sofort und bis April 2014 wird das legendäre Restaurant in der denkmalgeschützten Meierei umgebaut und vergrößert. Zwei Wochen Schließzeit im Februar sind vorgesehen, ansonsten bleiben die Öffnungszeiten unverändert. Bis auf den provisorischen Zugang über eine Außentreppe ins Obergeschoß soll der Umbau für die Gäste keine Beeinträchtigung bringen, verspricht Reitbauer.

Laborküche für die Ideenentwicklung

Der wesentliche Teil der von den PPAG-Architekten geplanten Arbeiten wird unterirdisch stattfinden: Unterhalb großen Terrasse beim Haupteingang wird eine Laborküche eingebaut, um dem Team Platz für die Entwicklung neuer Ideen zu geben, die Bereitung von Frischkäse zu ermöglichen, mit Fermentationen und anderen Techniken zu experimentieren. Oberirdisch wird die Terrasse überdacht, um "die Verlängerung des Gartenbetriebs" zu gewährleisten. Die Toiletten der Meierei werden erweitert.

Und die Innengestaltung des vor bald neun Jahren eröffneten Restaurants? "Es wird insgesamt zeitgemäßer, schlichter und weniger opulent werden", kündigt Reitbauer an. (corti, DER STANDARD, 18.9.2013)

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Ich finde, es wäre fair, die werte Kundschaft auf die vorübergehenden Arbeiten aufmerksam zu machen (Website) und preislich für die Zeit eine Reduktion anzubieten (zB 15 %).

Ich find es "fair", dass die Betreiber den Gewinn reinvestieren (sagt man so?). Dann freu ich mich als Wiener, dass dieses Aushängeschild österreichischer Spitzengastronomie es sich nicht im Lorbeerbeet bequem macht.

zB 15 %

jetzt haben's mich neugierig gemacht - wofür hätten's denn gerne 15%? und wem würden sie die gerne wegnehmen?

Ein Kenner...!!

R E S P E K T

Wenn Bauarbeiten in einem Hotel oder Restaurant stattfinden, ohne dass das Haus geschlossen wird, gehört es sich, den Gästen dies unmissverständlich mitzuteilen und eine Preisreduktion anzubieten.

Restaurantbesuch ohne Gummistiefel.....

Wer die Reitbauers kennt, der weiß, dass es für den Gast ganz gewiss keine Beeinträchtigungen geben wird.
Also wofür bitte den Nachlass ? Quatsch !!

Jeder der schreibt, dass das Steirereck überteuert sei, der war noch nie in einem vergleichbaren Lokal im Ausland (weil im Inland gibt es keines) essen.
Der Unterschied zwischen einem billigen Sterne/Haubenlokal und einem "teuren" ist der, dass im teuren die Köche und das restliche Personal ein Gehalt beziehen, das ihrer Leistung angemessen ist.

Klar gibt es in Österreich "vergleichbare" Lokale...

Coburg, Obauer, Taubenkobel zB

bis aufs coburg gibts nix vergleichbares
und selbst das kann nicht voll mithalten
kocht zwar nicht viel schlechter hat aber weniger neue innovationen

So ist es...!
Und wenn ich das Steirereck mit unseren 3-Sterne-Häusern in D vergleiche, zwängt sich die Frage auf, weshalb nicht auch das "S" den Dritten bekommt. Es ist längst überfällig.
Dies scheint aber ein Politikum im Hause Michelin zu sein.

wie schon oft thematisiert gibt michelin nur mehr für länder in denen es einen eigenen guide gibt 3 sterne her (frankreich , uk , usa, japan, dtl, italien ... aber nicht dänemark oder österreich)

....eben....!

...das ihrer Leistung angemessen ist......?!?!?!

Wenn Sie das glauben, dann glauben Sie wohl auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Sie kennen die Szene ja nun ganz und gar nicht. Sorry !

Das Steirereck

Als "Private" gehen wir dort sehr sehr gern essen. Jedesmal, wenn wir aus D ins schöne Wien reisen.
Genauer gesagt ist es ja kein Essen, sondern ein Genusserlebnis der ganz besonderen Art.
All jenen, die hier den Begriff "überteuert" anwenden sei gesagt, wer es sich nicht leisten möchte, der soll sich nicht anmaßen, ein Urteil abzugeben oder Dinge schlecht zu reden, die er nicht kennt.
Wer sich jedoch ein wenig mit dieser Form der Gastronomie beschäftigt, der weiß, dass hier eine Vielzahl von erstklassigen Kochhandwerkern täglich ihr allerbestes geben, um dem Gast ein unvergessliches Genusserlebnis zu bereiten. Und dies hat nun einmal seinen Preis.
Mit Freude sehen wir der Fertigstellung des "neuen" Steirereck entgegen.

laden sie mich und meine freundin doch ein, wir würden uns gerne ein bild machen und können uns sowas leider nicht leisten.

geschrieben vom i phone 5s ?

Genuss und Psychologie

1. Sich etwas nicht leisten zu können, ist ja keine Schande; im Gegenteil, es zeigt ja, dass Sie mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Haushalten können. Das kann nicht jeder.
2. Mit einer Einladung wäre Ihnen nicht geholfen. Eine Sache Wert schätzen zu können, erfordert auch eine angemessene Gegenleistung Ihrerseits.
Sich für "umsonst" (im wahrsten Sinne) verköstigen zu lassen, das macht Sie nicht neugierig und die erforderliche Sensibilität bleibt aus. Erst der von Ihnen erwartete Gegenwert macht Sie sensibel gegenüber dem, was Ihnen vorgesetzt wird. Und erst dann werden Sie heiß darauf, jeden noch so kleinen Tropfen auf Ihrem Teller verstehen zu wollen. Dann erst genießen Sie.
Übrigens, in der Meierei isst man auch vorzüglich.

Selbst in Internetforen selten so einen Quatsch gelesen

Ich habe umfangreiche Erfahrung mit
a) selber zahlen
b) einladen
c) eingeladen werden. Alle drei Varianten sind sehr erfreulich, wenn das Restaurant erfreulich ist. (Vielleicht macht mir b) am meisten Spaß.)
Und keine Sorge, TomCon, ich rede hier auch und gerade von ***-Restaurants (und auch dem Steiereck).

Wir haben uns mal einen Besuch im Rondo zusammengespart mit Groupon Gutschein für 80 Euro 8 Gänge, das war für uns die Schmerzgrenze für solche kulinarischen Abenteuer/Genüsse

Was sie hier aber beschreiben, klingt mehr danach als wäre der Genuß in so einem Lokal erst dadurch ein Genuß, da es teuer ist ("Gegenwert macht sie sensibel"). Dieser Schluss ist aber äußertst elitär und entwertet den Geschmack, der hier vom Preis überdeckt wird.

Sie haben meine Ausführungen leider nicht richtig verstanden/gedeutet !!

Anders ist es kaum zu lesen: Wenn sie schreiben ich könnte das Essen dort nicht schätzen weil ich es nicht selbst bezahle, ich es nur eine Sache des Geldes, nicht des Geschmacks.

Er sagt nicht, dass Sie das Essen nicht schätzen, wenn Sie es nicht bezahlen. Vielmehr ist er der Meinung, dass Sie nur, wenn Sie Geld hingelegt haben, alle Sinne anstrengen, um zu erfahren, ob es das Geld wert war.

Das ist ja noch lächerlicher

...

leisten kann ich es mir - anscheinend genau so wie sie - ich darf sogar davon ausgehen schon öfters dort dinniert zu haben als sie - jedoch zu zweit für ein essen und ein wenig wein 500 € zu zahlen ist meiner Meinung nach trotzdem überteuert - sorry.

Die à la carte Preisliste vom Steirereck:
http://www.steirereck.at/restauran... _carte.pdf
und die eines vergleichbaren Restaurants im europäischen Ausland:
https://www.hertog-jan.com/en/eat/A_la_carte

Überteuert ist in Wien nur die "Gräfin am Naschmarkt".

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