"Blackbar": Ein Spiel simuliert den Zensurstaat

17. September 2013, 16:10
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Einfaches Game soll vermitteln, wie sich zensurierte Kommunikation anfühlt

Ein neues iOS-Spiel namens "Blackbar" soll Spielern den Eindruck vermitteln, wie es sich anfühlen würde, in einem Zensurstaat zu leben. Der Designer Neven Mrgan hat das Spiel umgesetzt und zu einer Zeit veröffentlicht, in der Überwachung aufgrund von Prism und anderen Programmen in aller Munde ist.

Versteckte und zensurierte Worte

In dem Spiel ist es laut "Wired" wichtig, sämtliche Dokumente und Briefe, die zwischen Charakteren gewechselt werden, genauestens zu lesen. Die Briefe der Protagonisten Vi und Kenty werden dabei von der Regierung, genauer genommen vom "Department of Communication", zensuriert. Aus dem Kontext können Spieler auf die versteckten Wörter kommen.

Anfangs ist das Spiel noch recht einfach, wird später aber rasch schwieriger, sodass fast ganze Texte schwarz sind. Trotz allen Ernstes sollen die Puzzles aber Spaß machen und nicht langweilig werden, auch wenn es sich um viel Text handelt.

Einfache Designsprache

Die App selbst sieht sehr "altbacken" aus, die Briefe sind in Schreibmaschinenschrift angefertigt und wirken allgemein sehr retro. Der Designer hält diese Retro-Sprache für tauglich, weil sie "eine neue kulturelle Sprache der Pop-Referenzen" spricht. Die einfache Designsprache ist ihm zufolge schon fast "Gift für den App Store".

Das Ende des Spiels ist je nach Spielverlauf anders, verläuft allerdings linear. Es gibt keinerlei Leaderboards, Einladungen oder Facebook-Verbindungen. "Blackbar" ist für iOS um 2,69 Euro im App Store verfügbar. Das Spiel ist bisher nur auf Englisch spielbar. (iw, derStandard.at, 17.9.2013)

  • "Blackbar" zeigt was passiert wenn Kommunikation zensiert wird
    screenshot: hersteller/neven mrgan

    "Blackbar" zeigt was passiert wenn Kommunikation zensiert wird

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