Strolz: "Haselsteiner hat Cojones gezeigt"

Chat
19. September 2013, 11:21

Der Neos-Chef will Wirtschafts- oder Bildungsminister werden und kann sich Justin Bieber statt Kreuzen im Klassenzimmer vorstellen

Matthias Strolz, Spitzenkandidat der Neos, kündigte im derStandard.at-Chat am Donnerstag an, dass seine Partei auch dann weiterbestehen wird, wenn die Neos den Einzug ins Hohe Haus nicht schaffen. Sowohl bei der Europawahl im kommenden Jahr als auch bei der nächsten Landtagswahl in Wien wollen die Neos antreten.

Zur aktuellen Diskussion über den Einkommensteuersatz sagte Strolz: "Wir wollen ihn runterfahren auf 25 Prozent." Geht es nach Strolz, sollte der Spitzensteuersatz bei 50 Prozent bleiben, jedoch erst bei 100.000 Euro einsetzen.

In gesellschaftspolitischen Fragen zeigte sich Strolz liberal. Gefragt, wie die Neos zur Legalisierung weicher Drogen stünden, erklärte er die aktuelle "Stoßrichtung" der Partei: "Prävention und Aufklärung verstärken, Eigenverantwortung stärken, Entkriminalisierung der Konsumenten und Konsumentinnen, aber auch nicht bagatellisieren." Außerdem sprach er sich für die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare inklusive Adoptionsrecht aus. Gefragt, ob es Klassenzimmer Kreuze hängen sollen sagte Strolz: "Da bin ich sehr dafür, dass das die Klassengemeinschaft selbst entscheidet. Das ist doch ein großartiger Diskurs - diskutieren wir gemeinsam in der Klasse über Werte, Glauben, Gemeinsamkeiten, Unterschiede. Dann entscheiden wir gemeinsam, was wir an die Wand hängen. Halbmond, Kreuz, Justin Bieber".

Auf die Frage, weshalb der Industrielle Hans Peter Haselsteiner von der Partei so prominent platziert wird, sagte Strolz: "Ganz viele aus Kultur, Wirtschaft, Sport haben große Sympathien für Neos, aber keiner hatte den Mumm, sich auch öffentlich zu bekennen. HPH hat hier Cojones gezeigt." (red, derStandard.at, 19.9.2013)

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