Schüsse in Russland nach Debatte über Kants Philosophie

16. September 2013, 17:11
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Ein Verletzter, ein Festgenommener

Ein Streit über den deutschen Philosophen Immanuel Kant ist in der russischen Stadt Rostow am Don in einer Schießerei eskaliert. Der Polizei zufolge war ein Mann beim Einkaufen mit einem anderen Kunden ins Gespräch über den Autor der "Kritik der reinen Vernunft" gekommen.

Um seine Argumente zu unterstreichen, habe einer der Männer dem anderen erst die Faust ins Gesicht geschlagen und ihn dann mit einer Luftpistole angeschossen. Der Verletzte sei außer Lebensgefahr, sagte ein Justizsprecher am Montag der Agentur Ria Nowosti. Dem Täter drohen wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung 15 Jahre Haft.

Ein Tier ohne Erziehung

Immanuel Kant (1724 bis 1804) wurde im preußischen Königsberg (Hauptstadt der heute gleichnamigen russischen Exklave Kaliningrad) geboren und prägte die Erkenntnistheorie, die Ethik und in weiterer Folge die Logik und die Ästhetik bis weit nach seiner Zeit. In den "Reflexionen zur Anthropologie" schrieb er 1798: "Der Mensch ist ein Tier, was eine Erziehung nötig hat". (APA/red, derStandard.at, 16.9.2013)

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