Liberia

13. August 2003, 20:00
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Älteste Republik Afrikas viele Jahre durch Bürgerkrieg erschüttert

Hamburg - Liberia ist die älteste Republik Afrikas. Sie wurde 1847 von freigelassenen amerikanischen Sklaven ausgerufen.

400.000 Menschen auf 98.000 Quadratkilometer

Seit etwas mehr als zwei Jahrzehnten wird das Land am westafrikanischen Golf von Guinea von Willkürherrschaft und Bürgerkrieg geplagt. Rund drei Millionen Menschen leben in Liberia, das mit knapp 98.000 Quadratkilometern etwas kleiner ist als Ostdeutschland. Im Großraum der Hauptstadt Monrovia wohnen mehr als 400.000 Menschen.

Einnahmequellen: Tropenholz

Eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes ist der Export von Tropenholz. Durch den Verkauf seiner "Billig"-Flagge verfügt Liberia über die zweitgrößte Schiffsflotte der Welt.

Fünf Prozent Americo-Liberianer

Fünf Prozent der Bevölkerung sind Nachfahren der eingewanderten Sklaven (Americo-Liberianer), die bis 1980 den Ton angaben. Dann putschte sich Samuel Doe mit Hilfe des Militärs an die Macht.

Präsident Charles Taylor an Korruption Ende der 80er beteiligt

Korruption und Menschenrechtsverletzungen führten Ende der 80er Jahre zu einem blutigen, sieben Jahre andauernden Bürgerkrieg, an dem auch der heutige Präsident Charles Taylor und seine Nationalpatriotische Front (NPFL) beteiligt waren.

Rebellenbewegung

Nach der Wahl Taylors zum Präsidenten 1997 kam das Land nur kurz zur Ruhe. Seit 1999 versucht die Rebellenbewegung LURD (Vereinigte Liberianer für Versöhnung und Demokratie), Taylor zu stürzen. (APA)

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