Wenn Filmpiraten zu Crackern werden

14. August 2003, 11:51
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Deutsche Warez-Szene gerät aus den Fugen - Interne Grabenkämpfe um die Dominanz am Markt

Die deutsche Filmraubkopier-Szene dürfte sich in interne Turbulenzen stürzen - und die ausnahmsweise ohne Zutun der Filmindustrie. Wie Heise berichtet werden die Filmpiraten nun zu Crackern und hacken feindliche Tauschseiten.

File Exchange Protocol

Die Screener-Gruppe "The German Screener Crew" (TGSC), die erst kürzlich mit der Ankündigung in Zukunft nur noch kopiergeschützte Raubkopien unter Freunden verteilen zu wollen (der WebStandard berichtete) aufhorchen ließ, meldet sich nun nochmals eindrucksvoll zu Wort. So sollen die Raubkopierer - laut Heise - andere Tauschbörsen-Webseiten gehackt haben. Die "feindlichen" Raubkopierer nutzten ausschließlich das so genannte File Exchange Protocols (FXP) für ihre Datentransfers. Mit Hilfe des FXP lassen sich schnelle Direktverbindungen zwischen Servern im Internet herstellen. Das Protokoll ermöglicht es große Datenmengen zwischen Rechnern hin- und herzutauschen, ohne diese auf seinem eigenen Rechner speichern zu müssen.

Die gehackten Seiten wurden mit Schriftzügen wie etwa "TGSC - YEHA! THIS IS THE WAY TO SECURE THE SCENE!" verziert. Diese Aktionen sollen laut Angaben der TGSC als Warnschüsse dienen und die Szene zu einem Umdenken bewegen.(red)

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