EMC erweitert Speicherpalette

10. August 2003, 10:00
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Marktdruck verändert High-End-Strategie zu umfassendem Portfolio

Lange Zeiten setzte der Weltmarktführer bei Speichersystemen EMC stolz und exklusiv auf seine überaus leistungsfähigen und entsprechend teuren Speichersysteme Symmetrix - kleine bis mittelgroße Schränke, in denen Finanzinstitutionen, Telekomunternehmen oder Medien ihre Datenberge ablegen.

Weniger Terrabytes

Der Marktdruck der beiden letzten "turbulenten" Jahre hat auch EMC² dazu gezwungen, seine Palette zu verbreitern - nach unten, für kleineren Speicherbedarf, und etwas weniger leistungsfähig, dafür billiger, wenn an das Tempo von Speichersystemen nicht extrem hohe Ansprüche gestellt werden. "Wir haben jetzt schon im Bereich weniger Terrabytes (1TB = 1000 Gigabyte, Anm.) Systeme mit Ausfallssicherheit anzubieten", sagt EMC-Österreich-Chef Martin Rasjp, deren Besonderheit jedoch sind, dass sie im vollen Betrieb "skalierbar" sind, das heißt für wachsenden Speicherbedarf hochgerüstet werden können. Wo die Tempoanforderungen nicht ganz so hoch sind, gibt es auch einen Midrange-Bereich, der billigere Spiegelungen zur Sicherung über große Distanzen erlaubt.

Andere Wachstumsbereiche

Andere Wachstumsbereiche seien "Content Addressed Storage" (CAS) - preiswerte Speicher, auf denen unveränderte Inhalte ausgelagert werden, etwa Bilder, Videos oder Unternehmensbelege, die nicht mehr verändert werden. Diese Speicher sind zwar nicht so prompt ansprechbar (die Differenz spielt sich allerdings im Bereich von Sekundenbruchteilen ab), dafür sind die Systeme billiger.

Noch eine Neuerung gibt es: EMC-Software managt jetzt auch die Speicher anderer Hersteller, die zu einem Speichernetz zusammengefasst werden können. (spu/Der Standard, Printausgabe vom 2./3.8..2003)

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