immo-humana

19. August 2003, 13:22
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Der Verein verhilft Frauen in Not zu einer Unterkunft

Seit sechs Jahren hilft der Verein für Mütter in Wohnungsnot bedürftigen Frauen, ein menschenwürdiges Zuhause zu finden. Im Jahr 1997 rief der Hausverwalter Georg Slawik - "Weil es sonst niemand gemacht hat", wie er sagt - mit anderen ImmobilientreuhänderInnen den Verein immo-humana ins Leben, um schwangeren Frauen und allein stehenden Müttern mit Kindern, die eine Wohnung suchen, zu helfen. Der Verein richtet sich an KollegInnen und HauseigentümerInnen, in dem Bestreben, den bedürftigen Personen eine geeignete Wohnung zur Verfügung stellen zu können. Und die fast 100 in diesen Jahren durchgeführten Vermietungen machen deutlich, dass bei vielen ImmobilientreuhänderInnen und HauseigentümerInnen die Bereitschaft zu helfen recht groß ist.

Man versucht aber nicht nur Personen, die in der Lage sind, Wohnungen bereitzustellen, zu motivieren, sondern sieht sich auch verpflichtet, die Lebensumstände jener Frauen, die sich um Hilfe an den Verein wenden, zu erfassen und die Notwendigkeit einer Wohnungszuführung zu prüfen. Stellt sich heraus, dass eine berechtigte Notsituation gegeben ist, werden die persönlichen Daten und Umstände in einem Wohnungsantrag festgehalten. Man ermittelt also sehr genau, ob und wie Frauen, die um eine Wohnung ansuchen, geholfen werden kann. Und es werden nur Anträge angenommen, wo trotz scheinbarer Ausweglosigkeit ein gewisses Engagement der Betroffenen erkennbar ist.

Benötigt werden einfache Wohnungen, die sich die Frauen dann auch leisten können und die am freien Wohnungsmarkt für sie schwer zu finden sind. Die immer rarer werdenden Substandardwohnungen werden für solche Fälle dringend benötigt. In Innsbruck hat sich seit einiger Zeit ebenfalls eine Landesstelle etabliert. (gt/DER STANDARD, Printausgabe 02.08.2003)

Information:
immo-humana
Verein für Mütter in Wohnungsnot
Burggasse 44
1070 Wien
Tel: 524 80 90
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