Schwache Werte für VP

8. August 2003, 11:10
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Kanzlerpartei klar hinter letztem Ergebnis - Seit 13 Wochen hinter SPÖ

Wien/Linz – Würde jetzt gewählt, dann müsste die ÖVP damit rechnen, hinter die SPÖ zurückzufallen: 13 Wochen in Folge liegt die Kanzlerpartei (39 Prozent) in der market-Umfrage hinter der SPÖ. Die SPÖ liegt mit 40 Prozent knapp vorne – und damit deutlich über den 36,5 Prozent vom November. Mit den Grünen (zehn Prozent, unverändert) könnte sich eine rot-grüne Mehrheit ausgehen.

Die FPÖ ist mit neun Prozent heute noch schlechter dran als im November.

Rot-Grün führt

Schwarz-Blau ist in den Hochrechnungen des Linzer market-Instituts nach wie vor hinter Rot-Grün. Darauf macht market-Studienleiter David Pfarrhofer im Gespräch mit dem STANDARD aufmerksam: "Ich glaube nicht, dass es sich die ÖVP oder gar die FPÖ derzeit leisten könnten, sich in Neuwahlen zu stürzen."

Die wöchentlichen Umfragen (jeweils 400 Befragte) ergeben hochgerechnet folgendes Bild:

Die ÖVP hat 39 Prozent - das sind mehr als drei Prozentpunkte weniger, als sie bei der Nationalratswahl am 24. November des Vorjahrs erreichen konnte. Zwar ist die Bekennerfreudigkeit der ÖVP-Wähler derzeit höher als nach dem Beschluss der Pensionsreform, doch ist die Kanzlerpartei sowohl in den Rohdaten als auch in der Hochrechnung bereits seit Wochen hinter der SPÖ.

Die SPÖ ist mit hochgerechneten 40 Prozent (und 31 Prozent in den Rohdaten) weiterhin vorne, wenn auch nicht mehr so klar wie in den letzten zwölf Wochen. Ihr Wert ist dreieinhalb Prozentpunkte höher als im November 2002.

Die FPÖ schwächelt bei neun Prozent (Wahlergebnis: 10,01 Prozent), in den Rohdaten bekennt sich nur jeder zwanzigste Befragte zu ihr.

Ebenfalls eher schwach in den Rohdaten und mit hochgerechneten zehn Prozent etwa beim letzten Wahlergebnis sind die Grünen. (cs/DER STANDARD, Printausgabe, 2./3.8.2003)

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