VW-Mitarbeiter in Brasilien drohen mit Streik

4. August 2003, 14:39
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Zweistündiger Ausstand nach Versammlung Donnerstagabend

Rio de Janeiro - Tausende von Arbeitern haben in Brasilien mit einem ersten zweistündigen Ausstand und mit Streikdrohungen auf beträchtliche Personalreduzierungen bei Volkswagen reagiert. Rund 4.000 Arbeiter der Fabrik des deutschen Autoherstellers in Taubate im Bundesland Sao Paulo hätten auf einer Betriebsversammlung am Donnerstagabend mit einem unbefristeten Streik ab Montag gedroht, berichteten Medien am Freitag. "Wir werden mit all unseren Mitteln reagieren", sagte der regionale Chef der Metallgewerkschaft, Jose Lopez Feijo.

Am Donnerstag hatte VW do Brasil 2.010 Arbeitern in Taubate und 1.923 in der Fabrik in Sao Bernardo, ebenfalls im Land Sao Paulo, Kündigungen des derzeitigen Arbeitsverhältnisses zum 1. September geschickt. Die Gewerkschaften werfen VW eine Verletzung von Abkommen über Arbeitsplatzsicherung vor.

"Keine Kündigungen"

Das Unternehmen entgegnet, dass es sich nicht um Entlassungen handle. Die "überschüssigen" 3.933 von insgesamt 24.800 VW-Arbeitern sollen laut VW in eine nach dem Vorbild der AutoVision in Wolfsburg neu zu gründende Gesellschaft übergeführt werden. Sie würden weiter Gehalt beziehen und bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt werden.

Die brasilianische Autoindustrie macht eine schwere Krise durch. Der Absatz fiel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (APA/dpa)

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