Pole für Montoya

3. August 2003, 16:46
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Der Kolumbianer verwies im Qualifying Williams-Teamkollegen und Lokalmatador Ralf Schumacher auf Platz zwei - Barrichello Dritter

Hockenheim - Williams-BMW geht als Topfavorit in den zwölften Formel-1-WM-Lauf der Saison am Sonntag (Start: 14:00 Uhr/live ORF 1 und Premiere) auf dem Hockenheimring: Juan Pablo Montoya erzielte am Samstag im zweiten Qualifying mit 1:15,167 Minuten Bestzeit und nimmt damit den Deutschland-Grand-Prix aus der Pole Position in Angriff. Nur 18/1000 trennten den Kolumbianer, der zum insgesamt elften Mal in seiner Karriere und erstmals im Jahr 2003 auf der "Pole" steht, von seinem deutschen Teamkollegen Ralf Schumacher.

Erster Verfolger von Williams war Silverstone-Triumphator Rubens Barrichello aus Brasilien, der im Ferrari 0,321 Sekunden auf Montoya verlor. Erst hinter dem italienischen Renault-Piloten Jarno Trulli (+0,512) folgten die beiden in der WM voran liegenden Fahrer: McLaren-Mercedes-Jungstar Kimi Räikkönen (+0,707) hatte als Fünfter 24 Tausendstel Vorsprung auf Weltmeister Michael Schumacher (+0,731), der in der Fahrerwertung sieben Punkte vor dem Finnen führt.

Zufriedenheit in weiß-blau

"Ich freue mich sehr über diese Bestzeit. Das Auto ist bisher an diesem Wochenende sehr gut gelaufen", lautete der zufriedene Kommentar von Montoya, der als WM-Dritter derzeit 14 Zähler Rückstand hat. "Wir haben eine gute Strategie fürs Rennen, und auch die Reifen sollten passen. Aber es wird auf Grund der großen Hitze körperlich und mental sehr schwer, doch wir werden alle Kräfte bündeln, um erfolgreich zu sein."

Sein Teamkollege Ralf Schumacher, der im letzten Sektor die vierte Bestzeit in dieser Saison hauchdünn verpasste, war ebenfalls "sehr zufrieden, zu Hause in der ersten Reihe zu stehen". Der scheidende BMW-Motorsport-Direktor Gerhard Berger sprach von einem "perfekten" Qualifying, zeigte sich aber davon "überrascht, dass Michael Schumacher so weit hinten steht. Trotzdem darf man ihn nicht im Rennen vergessen, da wird er sicher vorne dabei sein."

Dass Barrichello seinen "Chef" diesmal klar im Griff hatte, begründete der Tiroler mit den Reifen. "Rubens dürfte mit einer härteren Mischung unterwegs gewesen sein, während sich Michael ganz aufs Rennen konzentriert hat. Um konstante Rundenzeiten fahren zu können, hat er also eine schlechtere Startposition in Kauf genommen. Das wäre eine Erklärung", analysierte Berger die große Differenz - 0,410 Sek. - zwischen Barrichello und dem fünffachen Champion.

Ferrari hofft auf Reifen-Überraschung

Ferraris Technik-Chef Ross Brawn glaubt jedenfalls, dass die Performance der Bridgestone-Reifen am Sonntag über die lange Renndistanz die favorisierte Michelin-Konkurrenz überraschen könnte. "Ich hoffe, dass wir in der Konstanz noch Vorteile haben", meinte zu diesem Thema Michael Schumacher.

Während der Superstar erneut schwächelte, zeigte sich Barrichello im Gegensatz zum Freitag stark verbessert: "Das Auto ist heute viel besser gelaufen. Wir haben viel Verbesserungen geschafft, deshalb bin ich noch relativ nahe an die Pole herangekommen."

Die Startaufstellung für den Grand-Prix von Deutschlandam Sonntag (Start: 14:00 Uhr):

1. Reihe: Juan Pablo Montoya (COL) Williams-BMW 1:15,167 Minuten (Schnitt: 219,064 km/h) Ralf Schumacher (GER) Williams-BMW 1:15,185

2. Reihe: Rubens Barrichello (BRA) Ferrari 1:15,488 Jarno Trulli (ITA) Renault 1:15,679

3. Reihe: Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes 1:15,874 Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:15,898

4. Reihe: Olivier Panis (FRA) Toyota 1:16,034 Fernando Alonso (ESP) Renault 1:16,483

5. Reihe: Cristiano da Matta (BRA) Toyota 1:16,550 David Coulthard (GBR) McLaren-Mercedes 1:16,666

6. Reihe: Mark Webber (AUS) Jaguar-Cosworth 1:16,775 Giancarlo Fisichella (ITA) Jordan-Cosworth 1:16,831

7. Reihe: Jacques Villeneuve (CAN) BAR-Honda 1:17,090 Heinz-Harald Frentzen (GER) Sauber-Petronas 1:17,169

8. Reihe: Nick Heidfeld (GER) Sauber-Petronas 1:17,557 Justin Wilson (GBR) Jaguar-Cosworth 1:18,021

9. Reihe: Jenson Button (GBR) BAR-Honda 1:18,085 Ralph Firman (GBR) Jordan-Cosworth 1:18,341

10. Reihe: Jos Verstappen (NED) Minardi-Cosworth 1:19,023 Nicolas Kiesa (DEN) Minardi-Cosworth 1:19,174

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